Auge

Das Auge ist das wichtigste und zugleich das komplexeste Sinnesorgan des Menschen. Es dient der Wahrnehmung von Lichtreizen. Viele verschiedene Bestandteile des Auges müssen zusammenarbeiten, damit am Ende ein scharfes Bild entsteht. Bei vielen Menschen ist das Auge nicht in vollem Umfang leistungsfähig. Optiker und Augenärzte sprechen dann von einer Fehlsichtigkeit bzw. Ametropie. Diese kann in den meisten Fällen mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen ausgeglichen werden.

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Wie ein scharfes Bild entsteht

Ein normal großes Auge misst etwa 2,5 Zentimeter im Durchmesser. Der Augapfel befindet sich in der Augenhöhle und kann durch insgesamt sechs Muskeln in verschiedene Richtungen bewegt werden. Die äußere Schutzschicht des Auges bildet die Hornhaut. Sie bewahrt das Auge vor Verletzungen und negativen Umwelteinflüssen. Zugleich verfügt die Hornhaut über die höchste Brechkraft innerhalb des Auges. Einfallende Lichtstrahlen werden hier so umgelenkt, dass sie sich auf der Netzhaut konzentrieren. Einen Teil der erforderlichen Brechung übernimmt zudem die Linse. Wenn die Form der Hornhaut nicht regelmäßig ist, spricht der Augenarzt von Astigmatismus. Diese Hornhautverkrümmung kann der Optiker durch torische Brillen oder Kontaktlinsen ausgleichen. Auch eine falsche Brechkraft lässt sich mit Sehhilfen korrigieren. Ein normalsichtiges Auge ist ohne Unterstützung in der Lage, die einfallenden Lichtstrahlen auf den Brennpunkt zu leiten. Dieser befindet sich auf dem sogenannten Gelben Fleck, der auch als Makula bezeichnet wird. Es handelt sich um einen etwa fünf Millimeter großen Punkt auf der Netzhaut, an dem die Konzentration von Sehzellen besonders hoch ist. Die Signale werden von dort über den Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet.

Informationen über das Auge, das komplexeste Sinnesnorgan.

Fehlsichtigkeiten und ihre Ursachen

Die am weitesten verbreiteten Fehlsichtigkeiten, die Kurz- bzw. Weitsichtigkeit, haben ihre Ursache in einer falschen Position des Brennpunktes. Die Brechkraft der Hornhaut und der Linse kann zu groß oder zu klein sein. Zudem ist das Auge häufig nicht vollkommen rund geformt, sondern einige Millimeter zu lang oder zu kurz. Schon kleine Abweichungen führen dazu, dass ein scharfes Bild bereits vor der Netzhaut oder erst dahinter entsteht. Dies führt zu einer unscharfen Wahrnehmung. Augenärzte und Optiker können mit einer Sehschärfenmessung das Ausmaß des Brechungsfehlers ermitteln. Auf der Grundlage dieser Messwerte fertigt der Optiker dann eine Brille an. Deren Gläser übernehmen, ebenso wie gut angepasste Kontaktlinsen, den Teil der Lichtbrechung, zu dem das Auge nicht in der Lage ist.

Erkrankungen vom Auge

Eine Fehlsichtigkeit ist keine Erkrankung. Lediglich ein sehr schnell fortschreitender Verlust der Sehschärfe kann ein Hinweis auf krankhafte Veränderungen sein. In diesem Fall sollten Sie schnellstens den Augenarzt aufsuchen. Es gibt eine Reihe von Augenkrankheiten, die sich negativ auf die Sehleistung auswirken und im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Augenlichts führen können. Die meisten Erkrankungen lassen sich, sofern sie rechtzeitig entdeckt werden, gut therapieren. Weil die Früherkennung eine so wichtige Rolle spielt, sollten Sie Ihre Augen regelmäßig beim Augenarzt untersuchen lassen. Zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen des Auges gehören der Graue Star, der Grüne Star und die altersbedingte Makuladegeneration.

Bildquelle:
Alila Medical Media / Fotolia