Augen Lasern: Behandlungsmöglichkeiten, Risiken & Kosten

Augen lasern
Augen lasern © looking2thesky/Fotolia
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Ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen – dieser Traum kann wahr werden. Immer mehr Menschen lassen sich die Augen lasern, um eine Kurz- oder Weitsichtigkeit zu korrigieren. Inzwischen zählt die Laser-Operation am Auge zu den häufigsten Eingriffen in der modernen Laserchirurgie.

Je nach Beschaffenheit der Augen stehen unterschiedlichen Methoden zur Augenlaserbehandlung zur Verfügung. Diese hängen von den Dioptrienwerten und der Art der Fehlsichtigkeit des Patienten ab. Zudem kann mit der passenden Methode der Lebensstil des Patienten berücksichtigt werden.

Augen lasern: Voraussetzungen

Vor einer Augenlaser-Operation gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, die für eine Behandlung erfüllt sein müssen. Neben einer guten körperlichen Verfassung, muss auch eine psychische Stabilität gewährleistet sein. Folgende fünf Voraussetzungen sind die in der Regel für das Augen lasern notwendig:

  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Konstante Fehlsichtigkeit
  • Grenzwerte
  • Pupillengröße
  • Gute körperliche und psychische Verfassung

Mindestalter von 18 Jahren

Die Volljährigkeit des Patienten spielt eine wichtige Rolle. Menschen unter 18 Jahren werden in Deutschland nur in absoluten Ausnahmefällen operiert, da sie sich noch in der körperlichen Wachstumsphase befinden und das Auge Wachstumsveränderungen unterliegt. So kann sich bei einer kindlichen Weitsichtigkeit der Sehfehler durch das Wachstum des Augapfels deutlich verbessern oder sogar verschwinden.

Ein Ausnahmefall könnte zum Beispiel dann vorliegen, wenn die Fehlsichtigkeit von einer beruflichen Aufnahmeprüfung (z. B. Polizei) abhält.

Das optimale Alter für eine Augenlaserbehandlung liegt zwischen 25 und 45 Jahren. Menschen jenseits des 50. Lebensjahrs werden nur dann gelasert, wenn alle Rahmenbedingungen optimal ausgeprägt sind. Oft empfiehlt man Patienten ab dem 45. Lebensjahr stattdessen einen Linsenaustausch, da durch eine Kunstlinse auch die einsetzende Alterssichtigkeit korrigiert werden kann.

Infografik - Augen lasern
Infografik – Augen lasern

Konstante Fehlsichtigkeit

Als Voraussetzung für das Augen lasern ist es wichtig, dass die Fehlsichtigkeit/en im Auge für mindestens 12 Monate, besser sind zwei Jahre, konstant vorliegen. So verringert sich die Gefahr, dass sich nach einer Augenlaserbehandlung nur kurzfristig Erfolge einstellen und sich die Sehfähigkeit des Auges erneut verändert. Damit einhergehend wäre die Freiheit von Brille und Kontaktlinse in Gefahr. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, regelmäßig die Werte der Fehlsichtigkeit beim Augenarzt oder Augenoptiker kontrollieren zu lassen.

Grundsätzlich können die Augen bei Fehlsichtigkeiten gelasert werden, bei denen die Sehschwäche auf einem Brechungsfehler des Auges basiert (refraktiver Sehfehler). Dazu gehören:

  • Kurzsichtigkeit (Myopie)
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie)
  • Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)
  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Grenzwerte

Bei allen Augenlaser-Verfahren gibt es Richtwerte, die den Grad der Anpassung refraktiver Sehfehler begrenzen. Laut der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft können optimale Ergebnisse je nach Augenlaser-Verfahren zwischen einem Alter von 19 – 50 Jahren und innerhalb folgender Grenzwerte erreicht werden:

  • bei Kurzsichtigkeit: bis max. – 10 Dioptrien
  • bei Weitsichtigkeit: bis max. + 4 Dioptrien
  • bei einer Hornhautverkrümmung: bis max. 6 Dioptrien

Neben den Grenzwerten bei den Fehlsichtigkeiten ist die Dicke der Hornhaut der Augen ein entscheidendes Kriterium für die Machbarkeit einer Augenlaser-Korrektur. Für moderne Augenlaserbehandlungen gilt laut der Kommission für Refraktive Chirurgie eine Dicke der Hornhaut von mindestens 480 µm als Voraussetzung.

Darüber hinaus darf die Hornhautdicke nach einer Laser-Behandlung die Restdicke von 250 µm nicht unterschreiten. Wünschenswert gelten Werte zwischen 280 -300 µm nach einer Augenlaser-Korrektur.

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Pupillengröße

Die Pupillengröße des Patienten stellt ein wichtiges Kriterium für oder gegen eine Augenlaserbehandlung dar. Je größer die Pupille des Patienten ist, umso höher ist das Risiko, dass es nach der Operation vor allem bei Dämmerung zu Blendeffekten oder der Wahrnehmung von Lichteffekten („Halos“) kommen kann. Das liegt daran, dass einfallende Lichtstrahlen auch durch den nicht optimierten Bereich der Hornhaut fallen und nicht gänzlich auf der Netzhaut des Auges gebündelt werden.

Gute körperliche und psychische Verfassung

Auch eine gute körperliche und psychische Verfassung gehört zu den Voraussetzungen einer Augenlaser-Behandlung. Zunächst sollten an den Augen grundsätzlich keine weiteren Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Hornhautentzündung oder Beschwerden am Sehapparat vorliegen.

Darüber hinaus sollten sich Patienten auch in einer guten körperlichen Gesamtverfassung befinden. Zwar handelt es sich bei einer Augenlaser-Korrektur nur um einen kleinen (minimal-invasiven) Eingriff, der ambulant erfolgt, dennoch gilt es Unverträglichkeiten und Allergien gegenüber Medikamenten oder medizinischen Materialien auszuschließen.

Da die Behandlung in der Regel bei vollem Bewusstsein durchgeführt wird, sollten Patienten psychisch in der Lage eine Augenlaserbehandlung zu überstehen. Für Extremfälle gibt es die Möglichkeit, die Operation in einer Vollnarkose durchführen zu lassen. Dieses Verfahren wird allerdings nicht von allen Ärzten angeboten und sollte deshalb vor der Operation angefragt werden.


Behandlungsverfahren

LASEK: Behandlung, Kosten & Risiken

Die LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis) ist eine Weiterentwicklung des PRK-Verfahrens und stellt eine abgewandelte Form der klassischen LASIK dar. Das Verfahren ermöglicht grundsätzlich die Korrektur einer Kurz- oder einer Weitsichtigkeit.

Die LASEK hat den Vorteil, dass die oberste Hornhautschicht mit einem Laser abgetragen wird, ohne dabei den sog. „Flap“ erzeugen zu müssen. Die Methode eignet sich vor allem für Patienten mit einer sehr geringen Fehlsichtigkeit oder einer dünnen Hornhaut und gilt als sichere Alternative zu den ReLEx-SMILE– oder Femto-LASIK-Verfahren. Damit stellt auch die LASEK eine alternative Möglichkeit zu Kontaktlinsen oder Brillen dar.

LASEK: Voraussetzungen

Das LASEK-Verfahren ist nicht bei allen Fehlsichtigkeiten uneingeschränkt möglich. Die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) hat folgende Grenzbereiche festgelegt:

  • Bei Kurzsichtigkeit bis: – 8 Dioptrien
  • Bei Weitsichtigkeit bis: + 3 Dioptrien
  • Bei Hornhautverkrümmung bis: 6 Dioptrien

Die angegebenen Grenzwerte können je nach Lasersystem abweichen.

LASEK: Voruntersuchungen

Die Voruntersuchungen dienen dazu, die Eignung und die gewählte Augenlasermethode noch einmal zu überprüfen und zu bestätigen. Dafür werden unterschiedliche Tests und Untersuchungen durch einen Augenoptiker oder den behandelnden Augenarzt durchgeführt. Kontaktlinsenträger sollten vorab zwei bis drei Wochen auf die Verwendung von Linsen verzichten und auf eine Brille wechseln. Zu Beginn wird die aktuelle Sehschärfe bestimmt.

Danach wird die Hornhaut des Auges auf ihre Dicke (Pachymetrie) und Beschaffenheit (Topografie) überprüft. Dafür wird mit einer hochmoderne Scheimpflugkamera (Pentacam) berührungslos und hygienisch in nur wenige Sekunden die Hornhaut, die Vorderkammer sowie die Linse des Auges vermessen. Im weiteren Verlauf werden der Augeninnendruck und die Pupillengröße gemessen. In vielen Fällen erfolgt zudem noch eine Bestimmung der Zusammensetzung des Tränenfilms.

Zeigen sich bei den unterschiedlichen Messungen keine Einschränkungen, erfolgt eine umfassende augenärztliche Untersuchung. Bei dieser werden alle Erkrankungen am Auge ausgeschlossen, die eine Kontraindikation für die LASEK darstellen könnten.

Wichtig: Durch den Einsatz pupillenerweiternder Mittel kommt es nach der augenärztlichen Untersuchung zu einer leicht verschwommenen Sicht. Die Augen können zudem überempfindlich gegenüber grellem Licht reagieren. Darum ist es ratsam, eine Sonnenbrille mitzunehmen.

Außerdem ist es Patienten nicht erlaubt direkt nach der Untersuchung Auto zu fahren.

LASEK: Behandlung

Vor der ambulanten LASEK-Operation werden Augentropfen eingebracht, die die Augen während des Eingriffs lokal betäuben. Das zu behandelnde Auge wird fixiert und mit einer Lidspeere versehen, damit der Patient während des Eingriffs nicht zwinkert. Im Anschluss daran wird eine spezielle Alkohollösung auf das Auge aufgetragen, mit der sich die oberste Hornhautschicht (Epithel) löst und mit einem speziellen Schaber oder mechanisch entfernt werden kann. Ein Hornhautschnitt („Flap) ist bei der LASEK nicht erforderlich.

Anhand zuvor ermittelter Werte moduliert ein Excimer-Laser nun millimetergenau die Hornhaut so, dass die optimale Brechkraft für den Patienten erreicht wird. Währenddessen verfolgt ein Eyetracking-System alle Augenbewegungen und richtet den Laser optimal aus.

Nach dem Eingriff setzt der Arzt für vier bis fünf Tage weiche und luftdurchlässige Schutzlinsen auf die offene Hornhautschicht der Augen, damit diese in der ersten Heilungsphase vor Zugluft und Verunreinigung geschützt sind.

Die gesamte Operation dauert pro Auge oft nicht länger als 10 Minuten, der reine Lasereinsatz nur wenige Sekunden.

LASEK: Nachsorge

Anders als bei der klassischen LASIK stellt sich die volle Sehstärke bei der LASEK erst nach sieben bis zehn Tagen ein. Daher benötigt das Auge nach der Behandlung einige Tage zur Regeneration. Spezielle Augentropfen helfen dabei, kurzzeitige Trockenheitsgefühle oder Juckreiz zu mindern. Schmerzmedikamente werden zudem verschrieben, wenn Patienten über ein brennendes Gefühl in den Augen klagen.

Insgesamt dauert es nach der LASEK zwei bis drei Monate, bis die Sehstärke ihre vollständige Stabilität erreicht hat. Während des gesamten Heilungsverlaufes sollten einige Maßnahmen beachtet werden, damit es zu keinerlei Komplikationen kommt.

In den Wochen nach dem Eingriff sollte am Auge nicht gerieben werden. Patienten dürfen erst nach der zweiten Woche wieder leichte sportliche Aktivitäten aufnehmen und sollten auch kein Make-up auftragen. In den ersten vier Wochen nach der Operation ist es außerdem ratsam, auf schweißtreibende Sportarten, Sauna, Solarium oder Schwimmen komplett zu verzichten.

LASEK: Risiken

Grundsätzlich gilt das Komplikationsrisiko bei der LASEK als sehr gering. Wie bei allen operativen Eingriffen besteht aber auch bei diesem Verfahren die Gefahr einer Infektion. Die Komplikationsrate nimmt zudem mit dem Umfang der erforderlichen Korrektur zu. Häufiger kommt es dabei zu vermehrter Trockenheit der Augen.

Als seltene Nebenwirkungen können oberflächliche Narbenbildung der Hornhaut, eine Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht mit Wahrnehmung von Halos oder Schattenbildern auftreten. Um mögliche Risiken zu minimieren sollten Patienten immer die Vorgaben des Arztes einhalten und die Nachsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

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LASEK: Kosten

Die Kosten einer LASEK-Operation können sehr stark variieren und sind von der Klinik, der Stärke der Fehlsichtigkeit und den technischen Geräten abhängig. In Deutschland liegt der Preis zwischen ca. 900 € – 1.500 € je Auge und gehört damit zu den preiswerteren Augenlaserbehandlungen. Um Kosten zu sparen ist ein Vergleich unterschiedlicher Anbieter ratsam.

Wichtig: Wie auch bei allen anderen Augenlaser-Verfahren werden die Kosten der LASEK nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Patienten der privaten Krankenkassen bekommen hingegen die Kosten teilweise oder ganz erstattet. Dafür muss aber generell der Fall vorliegen, dass das Verfahren auf einer medizinischen Notwendigkeit beruht oder eine Brille bzw. Kontaktlinse überflüssig macht.

LASEK: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Preiswerte Methode
  • Auch für Patienten mit dünner Hornhaut geeignet
  • „Flaploses“- Verfahren
  • Ältestes Augenlaserverfahren das weitläufig erprobt und erforscht ist
  • Flapbedingte Risiken entfallen

Nachteile

  • Seherholung dauert mehrere Wochen
  • Vorübergehend vermehrte Trockenheit der Augen
  • Mögliche oberflächliche Narbenbildung der Hornhaut (Haze)
  • Extrem selten Gefahr einer Vorwölbung der Hornhaut durch eine anlagebedingte Gewebeschwäche (Kerektasie)

LASIK: Behandlung, Kosten & Risiken

Das LASIK-Verfahren (Laser-in-situ-Keratomileusis) stellt die derzeit gängigste Augenlaser-Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten innerhalb der refraktiven Chirurgie dar. Der operative Eingriff dauert nur wenige Minuten und erfolgt meist ambulant.

Mit der LASIK können sowohl eine Weitsichtigkeit, eine Kurzsichtigkeit als auch eine Hornhautverkrümmung bis zu einer bestimmten Dioptrienobergrenze (s.S. Behandlungsmöglichkeiten: Grenzwerte) behoben werden. Nach einem erfolgreichen Eingriff ist der verbleibende refraktive Fehler im Idealfall kleiner als ±0,5 Dioptrien. Damit stellt dieses Verfahren eine echte Alternative zu Kontaktlinsen oder Brillen dar.

LASIK: Voraussetzungen

Mit dem LASIK-Verfahren können Kurz- oder Weitsichtigkeit und eine Hornhautverkrümmung behandelt werden. Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) gibt dafür folgende Grenzbereiche für eine LASIK-Operation an:

  • LASIK bei Kurzsichtigkeit bis: – 10 Dioptrien
  • LASIK bei Weitsichtigkeit bis: + 4 Dioptrien
  • LASIK bei Hornhautverkrümmung: 6 Dioptrien

Die angegebenen Grenzwerte können in einigen Fällen je nach Lasersystem und Land ein wenig abweichen.

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LASIK: Voruntersuchungen

Vor einer LASIK-Behandlung müssen unterschiedliche Voruntersuchungen durchgeführt werden. Für diese sollten Kontaktlinsenträger zwei bis drei Wochen vor der Voruntersuchung ihre Kontaktlinsen entnehmen und zu einer Brille wechseln. Zu allererst sollte ein Facharzt oder Augenoptiker die aktuelle Fehlsichtigkeit bestimmen.

Mit dem sogenannten Pachymeter wird außerdem die Dicke der Hornhaut im Auge vermessen, da bei dem Eingriff Hornhaut abgetragen wird. Zudem wird die Hornhaut mittels einer Hornhauttopographie auf eine eventuelle Verkrümmung an der Vorder- oder Rückfläche der Hornhaut überprüft. Um die Gefahr einer Keratektasie (Hornhautschwächung) auszuschließen, dann eine Abschätzung des Risikos mithilfe eine sogeannten Pentacam abgeschätzt werden. Sie ist eine Kombination aus Spaltbeleuchtung und Scheimpflugkamera und vermisst die Hornhaut, die Vorderkammer sowie die Linse des Auges.

Im weiteren Verlauf wird die Pupillengröße erfasst und der Augeninnendruck gemessen. Abschließend erfolgen eine Tränenfilmbestimmung und eine allgemeine augenärztliche Untersuchung, um eventuell vorliegende Erkrankung am Auge auszuschließen, die eine Kontraindikation für die LASIK-Behandlung darstellen. Der Augenarzt sollte in jedem Fall einen angemessenen zeitlichen Abstand zwischen Beratung und Operation einplanen, um ausreichende Bedenkzeit zu gewähren.

Wichtig: Bei der augenärztlichen Untersuchung kann es durch den Einsatz eines pupillenerweiternden Medikamentes kurzfristig zu einer verschwommenen Sicht kommen und die Augen neigen danach zu einer Überempfindlichkeit bei grellem Licht. Aus diesen Gründen ist es ratsam, eine Sonnenbrille zu der Untersuchung mitzubringen.

In den ersten Stunden nach der Untersuchung ist es Patienten zudem untersagt Auto zu fahren.

LASIK: Behandlung

Nach einer erfolgten Erstberatung, einer ausführlichen Voruntersuchung und ausreichender Bedenkzeit, kann der Augenarzt die LASIK-Behandlung durchführen. Dafür sollte der Patient in den Wochen vor dem Eingriff auf das Tragen von Kontaktlinsen verzichten. Die LASIK-Operation wird unter lokaler Betäubung und ambulant durchgeführt.

Für Angstpatienten bieten einige Ärzte den Eingriff auch unter Vollnarkose an, damit die Patienten nichts von der Behandlung mitbekommen.

Anders als beim älteren PRK-Verfahren, wird bei der LASIK-Behandlung nicht die oberste Hornhautschicht (Hornhautepithel) komplett abgetragen. Stattdessen wird eine dünne Lamelle (Flap) mit einem Durchmesser von 8 bis 9,5 mm und Dicke von 100 bis 160 µm in die Hornhaut geschnitten. Der Schnitt kann mechanisch oder mittels eines Lasers erfolgen (Femto-LASIK).

Im Anschluss wird die restliche Hornhautdicke mit einem Pachymeter gemessen und die Hornhaut durch einen Excimerlaser neu modelliert, um den Sehfehler erfolgreich zu korrigieren. Die eigentliche Abtragung der Hornhaut durch einen Excimerlaser ist kaum wahrnehmbar.

Währenddessen verfolgt ein Eyetracking-System die Augenbewegungen und passt den Laserstrahl entsprechend an. Im Anschluss daran wird die behandelte Hornhautfläche gereinigt und der Hornhautdeckel (Flap) in seine ursprüngliche Position zurückgebracht. Dieser saugt sich selbstständig wieder fest und verschließt das Operationsgebiet. Damit ist die Behandlung nach wenigen Minuten abgeschlossen.

Infografik - Ablauf einer LASIK-Operation
Infografik – Ablauf einer LASIK-Operation © Alila Medical Media / Fotolia

LASIK: Nachsorge

Schon kurz nach der LASIK-Behandlung ist eine Verbesserung der Sehfähigkeit spürbar. Eine leicht verschwommene Sicht und verstärkt tränende Augen sind in den ersten Stunden nach der Operation durchaus im Normalbereich. In den ersten Wochen nach der LASIK darf am oder im operierten Auge nicht gerieben werden.

Ebenso sollte auf die Verwendung von Schminke an den Augen verzichtet werden. Zudem sollten Patienten in der Heilungsphase auf starke sportliche Aktivitäten, Sauna und insbesondere auf Schwimmen verzichten.

Autofahren ist oft ab dem ersten Tag nach der Operation wieder möglich. Die endgültige neue Sehfähigkeit ist nach vier bis sechs Wochen erreicht. Sollte es zu einer leichten Verschlechterung der Dioptrien kommen, so gibt es die Möglichkeit einer Nachbesserung durch eine sogenannte Re-LASIK.

LASIK: Risiken

Wie bei allen operativen Eingriffen gibt es auch beim LASIK-Verfahren Risiken und es kann zu Infektionen oder Komplikationen kommen. Diese sind mit weniger als einem Prozent sehr selten und hängen unter anderem vom behandelnden Arzt, der verwendeten technischen Ausstattung und der Stärke der Korrektur ab.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören trockene Augen oder ein Fremdkörpergefühl im Auge. Diese Umstände können mehrere Wochen anhalten, durch die Gabe von Augentropfen aber oft deutlich verbessert werden. In der Regel verschwinden diese Beschwerden im weiteren postoperativen Verlauf.

Selektive Laser Trabekuloplastik

Zu dem kann es direkt nach der Operation zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit beim Sehen kommen. Durch die Schnittkanten an der Hornhaut kommt es bei Patienten mit weiter Pupille mitunter zu Brechungseffekten (sog. „Halos“) die vor allem bei Dämmerung oder nächtlichem Autofahren auftreten können.

Starke mechanische Einflüsse (z.B. Sportunfälle, Reiben im Auge) können außerdem für eine Verschiebung des erzeugten „Hornhaut-Flap“ führen und machen eine erneute Behandlung durch einen Augenarzt nötig. In seltenen Fällem kann es auch zu einer Entzündung unter dem LASIK-Flap (Diffuse lamelläre Keratitis (DLK)) kommen, die normalerweise gut mit Antibiotika oder topischen Steroiden behandelt werden

Darüber hinaus kann es bei sehr wenigen Menschen zu einer Unverträglichkeit gegenüber den Substanzen kommen, die bei der Operation verwendet werden.

LASIK: Kosten

Die Kosten einer LASIK-Operation können in Deutschland je nach Arzt und Klinik stark variieren. So liegt die Preisspanne zwischen 895 € – 2.500 € je Auge. Diese Kostenunterschiede hängen neben der Stärke der Fehlsichtigkeit und Dauer der Operation auch vom Laserverfahren und der Anzahl der durchgeführten Operationen ab.

Aus diesem Grund sollten interessierte Patienten immer die unterschiedlichen Anbieter miteinander vergleichen, um Inklusivleistungen und Kosten für Vor- und Nachsorgeuntersuchungen zu erhalten.

LASIK: Kostenübernahme gesetzliche Krankenkassen

Die Kosten für eine LASIK-Augenlaseroperation sind in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht enthalten und werden daher auch nicht übernommen. Eine Augenlaserbehandlung gilt zumeist nicht als medizinisch notwendig und wird von den gesetzlichen Krankenkassen als Schönheits- oder Lifestyle-Operation eingeordnet.

Inzwischen gibt es einige Fälle, in denen die gesetzlichen Krankenkassen gerichtlich dazu verpflichtet wurden, die Kosten einer Augenlaserbehandlung zum Teil oder im Ganzen zu übernehmen. Vor allem wenn Patienten unter einer Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit leiden, kann eine medizinische Notwendigkeit entstehen, für die nur eine LASIK-Operation zur Wahl steht.

Eine Kostenübernahme ohne gerichtlichen Beschluss ist aber momentan mehr als unwahrscheinlich.

Femtosekundenlaser
© Syda Productions / stock.adobe.com

LASIK: Kostenübernahme private Krankenkassen

Bei den privaten Krankenkassen haben inzwischen viele Anbieter angefangen, die teilweise oder gänzliche Kostenübernahme einer Augenlaserbehandlung in ihren neuen Leistungskatalog zu übernehmen. Selbst wenn die Übernahme der Kosten nicht explizit im Versicherungsvertrag des Patienten erwähnt ist, können interessierte Versicherte immer häufiger auf die Kulanz der Versicherungsanbieter hoffen.

Generell muss dafür der Fall vorliegen, das die LASIK-Behandlung auf einer medizinischen Notwendigkeit (Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit) beruht oder die Verwendung einer Brille und Kontaktlinse anschließend überflüssig macht.

LASIK: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Etabliertes und erforschtes Augenlaserverfahren
  • Wenig oder keine Schmerzen während des Operationsvorgangs
  • Fast immer ein gutes Sehergebnis
  • Leichte Methode für den Augenchirurgen
  • Eingriff dauert nur wenige Minuten
  • Schneller Heilungsverlauf

Nachteile

  • Flapbedingte Risiken: Faltenbildung, Verrutschen, Abtrennung
  • Vorübergehend vermehrte Trockenheit der Augen nach der Operation
  • Mechanische Schnitt mit einem Mikrokeratom (schmerzhaft)
  • Licht- und Blendeffekte nach der Operation, vor allem bei Dämmerung und Nacht
  • Beim Schneiden der Hornhautlamelle kann es in seltenen Fällen zu Epithelablösungen und Schnittfehlern kommen.
  • Gefahr der Keratektasie (Hornhautschwächung)
  • Nicht bei Kontaktsportarten geeignet

Femto-LASIK: Behandlung, Kosten & Risiken

Die Femto-LASIK (auch iLASIK) ist eine Weiterentwicklung der klassischen LASIK-Behandlung und findet vor allem bei starker Kurzsichtigkeit Anwendung. Das neuartige Verfahren ermöglicht es, das Auge ohne mechanische Einwirkung auf die Hornhaut zu lasern.

Im Gegensatz zur klassischen LASIK wird die dünne Hornhautlamelle („Flap“) nicht auf mechanische Weise erzeugt, sondern mithilfe eines Femtosekunden-Lasers. Dies ist um einiges präziser und schonender für das Auge als bei der herkömmlichen LASIK.

Die Femto-LASIK stellt auch wie alle anderen LASIK-Verfahren eine echte Alternative zu Kontaktlinsen oder Brillen dar.

Femto-LASIK: Voraussetzungen

Die empfohlenen Grenzwerte bei einer Femto-LASIK sind identisch zu denen der normalen LASIK. Die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) empfiehlt folgende Grenzbereiche:

  • Bei Kurzsichtigkeit bis: -10 Dioptrien
  • Bei Weitsichtigkeit bis: +4 Dioptrien
  • Bei Hornhautverkrümmung bis: 6 Dioptrien

Die angegebenen Grenzwerte können in einigen Fällen je nach Lasersystem und Land ein wenig abweichen.

Femto-LASIK: Voruntersuchungen

Vor jeder Femto-LASIK-Behandlung erfolgt eine fachärztliche Untersuchung, die von einem Augenarzt vorgenommen wird. Kontaktlinsenträger sollten dafür ihre Linsen zwei bis drei Wochen vor der Voruntersuchung entnehmen und auf eine Brille wechseln.

Zuerst wird die aktuelle Fehlsichtigkeit des Patienten bestimmt. Zudem wird die Hornhaut des Auges mit einem Pachymeter vermessen und die Dicke bestimmt. Mit einer Hornhauttopografie wird die Hornhaut auf eventuelle Verkrümmungen überprüft.

Zudem werden der Augeninnendruck gemessen und die Pupillengröße erfasst. Abschließend erfolgen eine Tränenfilmbestimmung und eine allgemeine augenärztliche Untersuchung, um Krankheiten am Auge auszuschließen.

Zwischen Voruntersuchungen und Femto-LASIK-Behandlung sollte in jedem Fall ein angemessener Abstand liegen, um Patienten ausreichend Bedenkzeit für einen Eingriff zu gewähren.

Wichtig: Durch den Einsatz eines pupillenerweiternden Medikaments bei der augenärztlichen Untersuchung, werden Patienten kurzfristig etwas verschwommen sehen und die Augen können überempfindlich auf grelles Licht reagieren. Es ist deshalb ratsam, eine Sonnenbrille zu der Untersuchung mitzubringen.

Außerdem ist es aufgrund der pupillenerweiterten Mittel untersagt, in den ersten Stunden nach der Untersuchung Auto zu fahren.

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Femto-LASIK: Behandlung

Die Femto-LASIK läuft fast genauso ab wie die normale LASIK. Im ersten Schritt der schmerzlosen Operation wird das Auge mit lokalen Tropfen betäubt und der Operateur platziert einen Lidsperrer am Auge. Dann wird mit Hilfe eines Femtosekundenlasers eine Lamelle („Flap“) erzeugt und anschließend zurückgeklappt.

Im Gegensatz zur LASIK wird bei einer Femto-LASIK der Flap nicht durch einen mechanischen Einsatz mit einem Mikrokeratom („Hobel“) erzeugt, sondern durch einen feinen Femtosekundenlaser, der ultrakurze Lichtpulse im Infrarotbereich nutzt. Diese dauern nur den Bruchteil einer Milliardstel-Sekunde an und erlauben präzise Schnitte bei sehr geringer Wärmebelastung des Gewebes.

Im Gegensatz zur herkömmlichen LASIK findet keinerlei Berührung eines Instrumentes mit dem Auge statt. Der Hornhautlamelle (Flap) wird gleichmäßiger und genauer erzeugt als bei einer normalen LASIK. Nachdem der Flap zur Seite geklappt wurde erfolgt im Anschluss die Korrektur der Hornhaut mit einem Excimer-Laser.

Nach der Behandlung wird die Fläche gereinigt und der Flap zurückgelegt. Dieser saugt sich von selbst wieder an und verschließt das Operationsgebiet wie ein Wundverband. Damit ist die Behandlung nach wenigen Minuten abgeschlossen.

Femto-LASIK: Nachsorge

Die Heilungsphase der Femto-LASIK dauert nur wenige Wochen. Die Verbesserung der Sehfähigkeit ist schon kurze Zeit nach der Behandlung deutlich spürbar. Leichte, vorübergehende Nebenwirkungen nach dem Eingriff können jedoch auftreten. So sind eine leicht verschwommene Sicht und trockene Augen durchaus gängig. Während sich die Sicht schnell von allein bessert, werden trockene Augen oft mit speziellen Augentropfen behandelt, die Patienten nach der Operation von der Klinik oder dem Augenarzt erhalten.

In der Regel ist das Alltagsleben nach ca. drei Tagen, Autofahren ab dem ersten Tag nach der Operation wieder problemlos möglich. Patienten sollten in den ersten Wochen nach der Operation aber auf Augenreiben, starke sportliche Aktivitäten, Sauna und besonders auf Schwimmen verzichten.

Die neue Sehfähigkeit ist endgültig nach vier bis sechs Wochen erreicht. Sollte es zu einer leichten Verschlechterung der Dioptrien (Über- oder Unterkorrektur der Augen) kommen, so gibt es die Möglichkeit einer Nachbesserung durch eine sogenannte Re-LASIK.

Femto-LASIK: Risiken

Die Risiken der Femto-LASIK gelten als sehr gering. Dennoch kann es, wie bei allen operativen Eingriffen, auch bei der Femto-LASIK zu Infektionen oder Komplikationen kommen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören trockene Augen oder ein kratziges Fremdkörpergefühl im Auge. Diese Umstände können mehrere Wochen anhalten, durch die Gabe von Augentropfen aber oft deutlich gebessert werden.

Ein weiteres Risiko ist ein kurzzeitig erhöhter Augeninnendruck. Im Unterschied zu anderen Augenlaserverfahren wird das Lasergerät bei der Femto-LASIK direkt auf das Auge gelegt und erhöht den Augeninnendruck kurzzeitig. Bei Patienten, die grundsätzliche Probleme mit dem Augeninnendruck haben, kann dies zu Problemen führen. Eine gründliche Untersuchung vor der Operation schließt dieses Risiko in der Regel aus.

Bei Patienten mit weiter Pupille kann es innerhalb der ersten Wochen zu einer Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und in der Nacht mit Wahrnehmung von Halos und Schattenbildern kommen. Ein äußerst seltenes Risiko kann das Auftreten einer sog. vorübergehenden Lichtempfindlichkeitsstörung (TLSS) darstellen. Diese Störung kann wenige Tage oder Wochen nach der Operation auftreten. Ursache sind kleine entzündete Gasbläschen, die bei der Behandlung der Hornhaut mit dem Femtosekundenlaser entstanden sind. Die Lichtempfindlichkeitsstörung muss medikamentös behandelt werden.

In seltenen Fällen kann es zu einer Entzündung unter dem Femto-LASIK-Flap kommen. Die als diffuse lamelläre Keratitis (DLK) bezeichnete Erkrankung kann normalerweise gut mit Antibiotika oder topischen Steroiden behandelt werden. Wird zu viel Gewebe der Hornhaut während der LASIK entfernt oder ist die Hornhaut schon vor der LASIK zu schwach, kann eine seltene Vorwölbung der Oberfläche des Auges (Keratektasie) entstehen.

Wichtig: Patienten sollten vor der Operation ihre Unverträglichkeiten und Allergien beim Arzt angeben, damit es bei der Behandlung des Auges mit Lösungen und Medikamenten nicht zu Problemen kommt.

Femto-LASIK
© romaset / Fotolia

Femto-LASIK: Kosten

Die Kosten einer Femto-LASIK sind im Vergleich zur herkömmlichen LASIK aufgrund der weiterentwickelten Technik etwas höher. In Deutschland liegt die Preisspanne zwischen 1250 € – 2.600 € je Auge und variiert bei Ärzten und Kliniken je nach Leistungsumfang, Operationsdauer, Anzahl der Operationen und Nachuntersuchungen.

Die Mehrkosten gegenüber der herkömmlichen LASIK sollten niemanden abschrecken, da die Femto-LASIK deutlich schonender und präziser ist. Aufgrund der großen Preisspanne ist ein Vergleich unterschiedlicher Anbieter durch den Patienten empfehlenswert.

Femto-LASIK: Kostenübernahme gesetzliche Krankenkassen

Eine Femto-LASIK wird von den gesetzlichen Krankenkassen als Schönheits- oder Lifestyle-Operation eingeordnet und gilt als medizinisch nicht notwendig. Die Augenlaseroperation ist daher grundsätzlich nicht in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und muss vom Patienten selbst getragen werden.

Vor Gericht gibt es inzwischen einige Fälle, in denen die gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet wurden, die Kosten einer Augenlaserbehandlung zum Teil oder im Ganzen zu übernehmen. So kann eine medizinische Notwendigkeit entstehen, wenn Patienten unter einer Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit leiden, für die nur eine Femto-LASIK-Operation zur Wahl steht. Ohne richterlichen Beschluss bleibt eine Kostenübernahme aber momentan mehr als unwahrscheinlich.

Femto-LASIK: Kostenübernahme private Krankenkassen

Viele Anbieter der privaten Krankenkassen haben inzwischen angefangen, die teilweise oder gänzliche Kostenübernahme einer Femto-LASIK in ihren Leistungskatalog zu übernehmen. Selbst wenn die Übernahme der Kosten nicht explizit im Versicherungsvertrag des Patienten erwähnt ist, können interessierte Versicherte immer häufiger auf die Kulanz der Versicherungsanbieter hoffen.

Generell muss dafür der Fall vorliegen, dass die Femto-LASIK eine Brille oder Kontaktlinse überflüssig macht oder auf einer medizinischen Notwendigkeit (Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit) beruht.

Femto-LASIK: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Etabliertes Verfahren
  • Klingenfreies, lasergestütztes Verfahren
  • Weniger schmerzhaft als LASIK
  • Häufig ein gutes Sehergebnis
  • Kurze Heilungsphase
  • Leichte Operationsmethode für den Augenchirurgen

Nachteile

  • Vorübergehende Trockenheit der Augen (bis zu 6 Monaten)
  • Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht mit Wahrnehmung von Halos und Schattenbildern
  • Unterblutung der Bindehaut
  • In seltenen Fällen kann es zu Schnittfehlern oder Epithelablösungen bei der Erzeugung des Flaps kommen
  • Sehr selten Gefahr der Vorwölbung der Hornhaut (Keratektasie)
  • Bei Kontaktsportarten nicht geeignet

ReLEx-SMILE: Behandlung, Kosten & Risiken

Das spezielle ReLEx-SMILE Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) ist das neuste und schonendste Verfahren in der Augenlaserchirurgie. Anders als die LASIK– oder Femto-LASIK-Methoden kommt es ohne den sonst üblichen sogenannten „Flap“ aus und gilt als besonders schonend für die Hornhaut des Auges.

Bisher eignet sich die ReLEx SMILE nur für die Korrektur bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Das Verfahren ist häufig für Patienten verwendbar, die aufgrund von trockenen Augen oder einer sehr hohen Kurzsichtigkeit für eine herkömmliche LASIK-Operation nicht infrage kommen.

ReLEx-SMILE: Voraussetzungen

Wie auch bei allen anderen Augenlaser-Verfahren gilt auch bei der ReLEx-SMILE, dass sich die Fehlsichtigkeit des Patienten in den letzten 12 Monaten nicht verändert haben darf und, dass die Augen grundsätzlich gesund sein müssen. Die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) hat folgende Grenzbereiche für die ReLEx-SMILE festgelegt:

  • Bei Kurzsichtigkeit bis: -10 Dioptrien
  • Bei Weitsichtigkeit: kann derzeit noch nicht behandelt werden
  • Bei Hornhautverkrümmung bis: 6 Dioptrien

Je nach Land und Lasersystem können die angegeben Grenzwerte in einigen Fällen abweichen. Wenn die Hornhaut des Patienten geeignet ist, kann in Einzelfällen auch außerhalb der Grenzbereiche operiert werden.

ReLEx-SMILE: Voruntersuchungen

Genauso wie LASIK- und Femto-LASIK-Operationen beginnt auch eine ReLEx-SMILE-Behandlung mit umfangreichen Voruntersuchungen beim Facharzt. Neben einer Bestimmung der aktuellen Fehlsichtigkeit gehört auch eine Bestimmung der Hornhautdicke dazu.

Dies ist wichtig, da bei der Operation ein Teil der Hornhaut abgetragen wird. Außerdem wird die Hornhaut mit einer Hornhauttopografie auf eine Hornhautverkrümmung überprüft.

Weitere Untersuchungen sind die Messung der Pupillengröße und des Augeninnendrucks. Zudem erfolgen noch eine Tränenfilmbestimmung und der Ausschluss andere Augenerkrankungen, die eine Kontraindikation für die ReLEx-SMILE-Behandlung darstellen könnten.

Wichtig: Kontaktlinsenträger sollten zwei bis drei Wochen vor den Voruntersuchungen keine Kontaktlinsen tragen. Durch den Einsatz eines pupillenerweiternden Medikaments bei der augenärztlichen Untersuchung werden Patienten kurzfristig etwas verschwommen sehen und die Augen können überempfindlich auf grelles Licht reagieren. Es ist deshalb ratsam, eine Sonnenbrille zu der Untersuchung mitzubringen.

Außerdem ist es aufgrund der pupillenerweiterten Mittel untersagt, in den ersten Stunden nach der Untersuchung Auto zu fahren.

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ReLEx-SMILE: Behandlung

Die ReLEx-SMILE findet, wie alle Augenlaseroperationen, ambulant und unter örtlicher Betäubung statt. Anders als bei einer LASIK oder Femto-LASIK entsteht kein dünnes Scheibchen (Flap) um die oberste Hornhautschicht abzulösen. Stattdessen nimmt ein Femtosekundenlaser einen 2-3 mm Schnitt in die Hornhautschicht vor, wodurch das Auge deutlich weniger belastet wird.

Im nächsten Schritt wird durch den Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut (Stroma) ein 3D-Scheibchen (Lentikel) präpariert und über den vorher erzeugten Schnitt entnommen. Die Entnahme des Lentinkels verändert die Hornhaut so, dass gewünschte Korrektur der Fehlsichtigkeit erzielt wird.

Der Lentikel entspricht in Form und Volumen exakt der Menge an Gewebe die zur Anpassung und Korrektur der Hornhaut nötig ist. In der Regel dauert der Eingriff pro Auge insgesamt nur wenige Minuten.

ReLEx-SMILE: Nachsorge

Der Heilungsverlauf der ReLEx-SMILE unterscheidet sich deutlich von denen anderer Augenlaser-Verfahren. Da bei der neuartigen ReLEx-SMILE-Methode die großflächige Öffnung der Hornhaut unnötig ist („Flaploses Verfahren“), führt dies direkt nach der Operation kaum zu Einschränkungen für den Patienten. Wie bei allen anderen Augenlaserverfahren kann das Sehvermögen in den ersten Stunden nach der Operation noch beeinträchtigt sein.

Zudem kann das Auge in den ersten Stunden nach dem Eingriff etwas tränen und jucken. Theoretisch kann aber eine halbe Stunde nach der Operation schon wieder geduscht oder Sport getrieben werden. Innerhalb der ersten Tage ist das nahezu endgültige Sehvermögen vorhanden. Bis alle Feinheiten stimmen und die endgültige Stabilität des Sehvermögens erreicht sind, vergehen bis zu sechs Wochen.

ReLEx-SMILE: Risiken

Nach dem derzeitigen Stand ist ReLEx-SMILE eines der sichersten Verfahren zum Augen lasern. Grund dafür ist unter anderem das schonende Verfahren ohne Erzeugung einer Hornhautlamelle (Flap). Dies führt im Gegensatz zu anderen LASIK-Methoden auch dazu, dass der Tränenfluss der Patienten intakt bleibt.

Dennoch besteht auch bei der ReLEx-SMILE die Gefahr einer Infektion des Operationsgebietes oder einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Wie bei allen Augenlaser-Behandlungen kann es auch bei diesem Verfahren zu Über- oder Unterkorrekturen kommen. Diese Risiken treten allerdings sehr selten auf und statistisch gesehen muss nur einer von 100 Patienten nachbehandelt werden.

Wichtig: Sollte es zu einer leichten Verschlechterung der Dioptrien (Über- oder Unterkorrektur der Augen) kommen, so gibt es bei der ReLEx-SMILE keine Möglichkeit einer Nachbesserung durch eine sogenannte Re-LASIK.

ReLEx-SMILE

ReLEx-SMILE: Kosten

Die Kosten einer ReLEx-SMILE Behandlung liegen mit 2.000 € – 3.000 € je Auge deutlich über denen der anderen Methoden. Ursache für den hohen Preis sind in erster Linie die teuren Anschaffungskosten der kostenintensiven Technik.

Je nach Leistungsumfang, Operationsdauer, Anzahl der Operationen und Nachuntersuchungen der behandelnden Ärzte oder Klinik können sich starke Schwankungen bei den Preisen ergeben.

ReLEx-SMILE: Kostenübernahme gesetzliche Krankenkassen

Die Kosten für eine ReLEx-SMILE-Augenlaseroperation sind grundsätzlich nicht in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Eine Augenlaserbehandlung gilt bisher immer als Schönheits- oder Lifestyle-Operation und wird als medizinisch nicht notwendig eingeordnet. Aufgrund der hohen Kosten scheidet das Verfahren an diesem Punkt somit oftmals für zahlungsschwache Patienten aus.

ReLEx-SMILE: Kostenübernahme private Krankenkassen

Bei den privaten Krankenkassen übernehmen viele Anbieter inzwischen die Kosten einer ReLEx-SMILE anteilig oder gänzlich. Selbst wenn die Übernahme der Kosten nicht explizit im Versicherungsvertrag des Patienten erwähnt ist, können Interessierte immer häufiger auf die Kulanz der Versicherungsanbieter hoffen. Dabei muss immer der Fall vorliegen, dass das Verfahren auf einer medizinischen Notwendigkeit (Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit) beruht oder die Verwendung einer Brille oder Kontaktlinse überflüssig macht.

ReLEx-SMILE: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Schmerzfreies Verfahren
  • Obere Hornhautschicht wird nahezu nicht beschädigt
  • Kein Flap
  • Gesamte Operation per Laser
  • Nur in seltenen Fällen trockene Augen nach der Behandlung
  • Sicherer als LASIK oder Femto-LASIK
  • Sehr kurze Heilungsphase
  • Ideal für Menschen mit Kontaktlinsenunverträglichkeit
  • Ergebnis vergleichbar gut wie mit LASIK oder Femto-LASIK

Nachteile

  • Verfahren eignet sich nicht für Weitsichtigkeit
  • Schwieriges Verfahren für den Operateur
  • Laser muss regelmäßig normiert und eingestellt werden
  • Gefahr von Über- oder Unterkorrekturen der Sehschwäche

SUPRACOR-LASIK: Behandlung, Kosten & Risiken

Die SUPRACOR-LASIK ist ein ergänzendes Augenlaserverfahren bei einer altersbedingten Fehlsichtigkeit bis + 4 Dioptrien. Das Verfahren verbindet die Verwendung eines Excimerlasers mit einer klassischen LASIK und ermöglicht so die kombinierte Behandlung einer Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit. Durch eine Änderung der Brechkraft der zentralen Hornhaut ermöglicht die SUPRACOR-LASIK im Anschluss ein plastisches und räumliches Sehen.

SUPRACOR-LASIK: Voraussetzungen

Grundsätzlich eignet sich die SUPRACOAR-LASIK für alle Patienten, die das 40. Lebensjahr begonnen haben und die alle allgemeinen Voraussetzungen für ein Augenlaserverfahren erfüllen. Dazu gehören:

  • Eine bestätigte Alterssichtigkeit im Bereich zwischen +1 bis +4 Dioptrien
  • keine Augenerkrankungen
  • guter allgemeiner Gesundheitszustand
  • keine Schwangerschaft

SUPRACOR-LASIK: Voruntersuchungen

Bevor die SUPRACOR-LASIK bei Patienten durchgeführt wird, werden diese sehr sorgfältig untersucht. Zuerst bestimmt der Augenoptiker oder Augenarzt welche Fehlsichtigkeit vorliegt, ob die Augen gesund sind und ob sie für den Eingriff geeignet sind. Dafür wird die Dicke der Hornhaut des Auges mit einem Pachymeter vermessen und bestimmt.

Um eine eventuell vorliegende Hornhautverkrümmung zu erkennen, wird zusätzlich eine Hornhauttopografie durchgeführt. Zudem wird die Pupillengröße erfasst und der Augeninnendruck des Patienten gemessen. Anschließend erfolgen eine allgemeine augenärztliche Untersuchung des vorderen Augenabschnittes und eine Tränenfilmbestimmung.

Generell gilt, dass zwischen den Voruntersuchungen und der SUPRACOR-LASIK-Behandlung ein gewisser zeitlicher Abstand liegen sollte, um Patienten ausreichend Bedenkzeit vor dem operativen Eingriff zu gewähren.

Wichtig: Durch den Einsatz eines pupillenerweiternden Medikaments sehen Patienten nach den Untersuchungen kurzfristig verschwommen. Dazu neigen viele zu einer Überempfindlichkeit der Augen bei grellem Licht. Aus diesem Grund sollte eine Sonnenbrille zur Untersuchung mitgenommen werden.

In den ersten Stunden nach den Untersuchungen ist es zudem untersagt Auto zu fahren. Bei Kontaktlinsenträgern ist es wichtig, dass diese ihre Linsen zwei bis drei Wochen vor den Voruntersuchungen nicht tragen.

SUPRACOR-LASIK: Behandlung

Genau wie bei einer LASIK oder Femto-LASIK wird auch die SUPRACOR-LASIK direkt auf der Hornhautoberfläche durchgeführt. Ambulant und unter örtlicher Betäubung wird zunächst, wie bei einer (Femto-) LASIK üblich, die oberste Hornhautepithelschicht („Flap“) eingeschnitten und zur Seite geklappt, um dem Operateur den Zugang zur inneren Hornhaut zu ermöglichen.

Im nächsten Schritt wird mithilfe eines Excimer-Lasers und der SUPRACOR-Software der freigelegte Hornhautbereich individuell und computergesteuert neu geformt. Es kommt zu einer Brechkraftänderung der Hornhaut des Auges. Das neu erzeugte Hornhaut-Profil gleicht dem einer multifokalen Kontaktlinse oder Gleitsichtbrille und ermöglicht den Ausgleich einer Fehlsichtigkeit und einer vorliegenden Alterssichtigkeit.

Nach der erfolgreichen Behandlung wird das Operationsgebiet gereinigt und die Flap zurückgelegt. Der anfänglich erzeugte Schnitt verschließt sich in der Regel von selbst. Nach etwa 10 Minuten pro Auge ist die Operation abgeschlossen.

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SUPRACOR-LASIK: Nachsorge

Die relativ lange Heilungsdauer einer SUPRACOR-LASIK dauert normalerweise bis zu vier Monaten. Schon kurze Zeit nach der Behandlung ist eine Verbesserung der Sehfähigkeit deutlich spürbar und das Alltagsleben möglich. Um eine Infektion zu verhindern, sollte in der Heilungsphase eine desinfizierende Augenlösung oder Augensalbe verwendet werden.

Zudem ist es ratsam die regelmäßigen postoperativen Kontrollen beim Augenarzt wahrzunehmen. Tritt das Symptom der trockenen Augen nach der Operation auf, werden diese mit Augentropfen zur künstlichen Befeuchtung der Hornhaut behandelt. In den ersten Wochen nach der Operation sollten Patienten außerdem auf Augenreiben, Sauna, schwimmen und starke sportliche Aktivitäten verzichten.

Die endgültige Stabilität des Sehvermögens ist nach drei bis vier Monaten erreicht. Sollte es zu einer leichten Verschlechterung der Dioptrien (Über- oder Unterkorrektur der Augen) kommen, so gibt es die Möglichkeit einer Nachbesserung durch eine sogenannte Re-LASIK.

SUPRACOR-LASIK: Risiken

Die Risiken bei einer SUPRACOR-LASIK sind relativ gering, da diese auf der gut erforschten und etablierten LASIK-Methode beruht. Dennoch kann es auch bei diesem Verfahren in Einzelfällen zu Nebenwirkungen kommen. Wie bei allen operativen Eingriffen besteht eine Infektionsgefahr des Operationsgebietes. Zudem kann es über längere Zeit (ca. 12 Monate) zu einer schlechten Fernsicht kommen.

Wie lange ein Patient zur Anpassung braucht, um in der Ferne wieder scharf zu sehen, hängt unter anderem von Faktoren wie Alter oder Dioptrienwerten ab. Bei einigen Patienten bleibt eine Einschränkung der Fernsicht auch nach der Heilungsphase vorhanden oder es kommt durch den natürlichen Alterungsvorgang der Augenlinse zu Problemen in der Akkommodation.

Ein weiteres Risiko ist eine verstärkte Lichthypersensibilität, vor allem in den ersten Wochen nach der Operation.

SUPRACOR-LASIK

SUPRACOR-LASIK: Kosten

In Deutschland liegen die Kosten einer SUPRACOR-LASIK bei etwa 1.500 € bis 2.000 € je Auge. Je nach Arzt oder Klinik können diese Preise aufgrund von Leistungsumfang, Operationsdauer, Anzahl der Operationen und Nachuntersuchungen variieren. Aufgrund der Preisspanne ist ein Vergleich der verschiedenen Anbieter durch den Patienten immer sinnvoll.

SUPRACOR-LASIK: Kostenübernahme gesetzliche Krankenkassen

Die Kosten einer SUPRACOR-LASIK werden äußerst selten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das Verfahren gilt als Schönheits- oder Lifestyle-Operation und wird daher nicht als medizinisch notwendig erachtet.

Vor Gericht gibt es inzwischen einige Einzelfallentscheidungen, bei denen die gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet wurden, die Kosten einer SUPRACOR-Augenlaserbehandlung zum Teil oder gänzlich zu übernehmen. Dies war aber nur dann der Fall, wenn Patienten unter einer Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit leiden, durch die eine medizinische Notwendigkeit entsteht. Ohne richterlichen Beschluss bleibt eine Kostenübernahme aber mehr als unwahrscheinlich.

SUPRACOR-LASIK: Kostenübernahme private Krankenkassen

Viele private Krankenkassen haben in Deutschland inzwischen angefangen, die Kosten einer SUPRACOR-LASIK unter Umständen teilweise oder komplett zu übernehmen. Selbst wenn die Übernahme der Kosten nicht explizit im Versicherungsvertrag erwähnt ist, können Privatversicherte immer häufiger auf die Kulanz ihres Versicherungsanbieter hoffen.

Genauso wie bei den gesetzlichen Krankenkassen muss dafür aber generell der Fall vorliegen, dass die SUPRACOR-LASIK auf einer medizinischen Notwendigkeit (Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit) beruht oder eine Brille oder Kontaktlinse überflüssig macht.

SUPRACOR-LASIK: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Ermöglicht die kombinierte Behandlung einer Weit- und Alterssichtigkeit bis + 4 Dioptrien
  • Beruht auf dem erprobten LASIK-Verfahren
  • Verfahren findet nur auf der Hornhautoberfläche statt
  • Ermöglicht scharfes Sehen in der Nähe und Ferne

Nachteile

  • Nicht jeder Patient bzw. jede Fehlsichtigkeit ist für dieses Verfahren geeignet
  • Verstärkte Lichthypersensibilität nach der Operation
  • Einschränkung bei der Fernsicht für bis zu 12 Monaten
  • Stabilität des Sehvermögens ist erst nach 3 bis 4 Monaten erreicht
  • Flapbedingte Risiken wie Faltenbildung, Ablösung oder Verrutschen
  • Erhöhter Augendruck beim Lasern
  • Unterblutung der Bindehaut

Häufig gestellte Fragen zu Augen lasern

Was bedeutet Augen lasern?

Unter Augen lasern versteht man unterschiedliche Augenoperationen, bei denen durch eine Abtragung oder Modellierung der Hornhaut eine refraktive (brechungsbasierte) Sehschwäche korrigiert wird. Oft ermöglichen moderne Augenlaserverfahren wie LASIK, Femto-LASIK und ReLEx-SMILE ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen.

Kann man sich die Augen lasern lassen, wenn man jünger als 18 Jahre alt ist?

Menschen unter 18 Jahren werden in Deutschland nur in absoluten Ausnahmefällen operiert, da sich ihre Sehkraft noch in der Entwicklung befindet. Ein solcher Ausnahmefall könnte beispielsweise dann vorliegen, wenn die Fehlsichtigkeit von einer beruflichen Aufnahmeprüfung (z.B. Polizei) abhält. Umgekehrt werden Menschen jenseits des 50. Lebensjahrs nur dann operiert, wenn alle Rahmenbedingungen uneingeschränkt gegeben sind.

Welche Augenlaser-Verfahren gibt es?

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Augenlaser-Verfahren, die zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit dienen. Dazu gehören:

  • LASEK: Dieses Verfahren wurde erstmals 1987 durchgeführt und gilt daher als 1. Generation des Augenlaserns. Eignet sich sehr gut bei dünner Hornhaut.
  • LASIK: Die weitverbreitetste Methode wurde 1989 eingeführt und stellt die 2. Generation des Augenlaserns dar. Ist für starke Kurz- und Weitsichtigkeiten geeignet.
  • Femto-LASIK: Die Femto-LASIK ist die Weiterentwicklung der klassischen LASIK und zeichnet sich durch eine geringere Komplikationsrate aus.
  • ReLEx-SMILE: Sanftes Augenlaser-Verfahren ohne Flap. Weniger Nebenwirkung nach der Operation. Eignet sich für hohe Kurzsichtigkeiten oder starke Hornhautverkrümmung.
  • Epi-LASEK: Kombiniert die klassische LASIK mit der LASEK. Eignet sich bei sehr dünner Hornhaut, aber nur für Fehlsichtigkeiten im geringen Bereich.
Welche Voruntersuchungen werden gemacht?

Folgende Untersuchungen sollten vor einer Augenlaseroperation durch einen Augenoptiker oder Augenarzt durchgeführt werden:

  • Bestimmung der Hornhautdicke mittels Pachymeter
  • Messung der Pupillengröße
  • Augeninnendruckmessung
  • Tränenfilmbestimmung
  • augenärztliche Untersuchung
  • Hornhauttopografie zur Bestimmung der Hornhautkrümmung
Wie viel kostet es, sich die Augen lasern zu lassen?

Die Kosten einer Augenlaser-Operation können je nach der Stärke der Fehlsichtigkeit, Verfahren, Arzt oder Klinik und technischer Ausstattung variieren. Hier einmal alle Verfahren im Überblick:

  • LASIK: ab ca. 750 € pro Auge
  • Femto-LASIK: ab ca. 900 € pro Auge
  • ReLEx-SMILE: ab ca. 2000 € pro Auge
  • SUPRACOR-LASIK: ab ca. 1500 € pro Auge
  • LASEK/PDK: ab ca. 750 € pro Auge
Was kostet Augen lasern bei Kurzsichtigkeit?

Die Kosten für die Augenlaserkorrektur einer Kurzsichtigkeit beginnen bei ca. 750 € pro Auge, wenn man sich für eine LASIK entscheidet. Bei einer Femto-LASIK liegen die Kosten ab ca. 900 € je Auge. Das modernste ReLEx-SMILE-Verfahren kostet ab 2.000 € pro Auge, dafür handelt es sich um das schonendste Operationsverfahren.

Kann man Weitsichtigkeit lasern lassen?

Ja, man kann eine Weitsichtigkeit lasern lassen. Abhängig von der Dicke der Hornhaut, lässt sich mit den Verfahren LASEK, LASIK und Femto-LASIK eine Weitsichtigkeit korrigieren. Dies ist bis zu einer Sehschwäche von + 4 Dioptrien möglich.

Kann man Kurzsichtigkeit lasern?

In vielen Fällen ist es möglich, eine Kurzsichtigkeit durch Lasern zu korrigieren. Dafür werden unterschiedliche Augenlaserverfahren genutzt, bei denen Laserlicht eingesetzt wird, um die Hornhaut des Auges so zu verändern, dass die Fehlsichtigkeit behoben wird. Die Verfahren LASIK, Femto-LASIK und ReLEx-SMILE ermöglichen den Ausgleich einer Kurzsichtigkeit bis – 10 Dioptrien.

Gibt es Vorerkrankungen, die das Augen lasern unmöglich machen?

Eine gute Nachricht vorweg: Bei den meisten Patienten im normalen Fehlsichtigkeitsbereich kann eine Eignung festgestellt werden. Lediglich in Ausnahmefällen können Ausschlusskriterien für eine Augenlaser-Korrektur greifen, die einen Eingriff temporär oder gar dauerhaft verhindern. Dazu gehören beispielsweise Patienten mit fortgeschrittenem grünen Star oder mit einer stark zunehmenden Fehlsichtigkeit (progressive Myopie). Bei zunehmenden Fehlsichtigkeiten muss zunächst der Stillstand der Entwicklung abgewartet werden, da die gewünschte Augenlaser-Korrektur sonst nur temporär Abhilfe schafft.

Auch bestimmte Hornhauterkrankungen wie beispielsweise Keratokonus und Dystrophien gehören zu den grundsätzlichen Ausschlusskriterien für Augen-Laser-Behandlungen. Wer an grauen Star leidet, sollte diesen zunächst gezielt operativ behandeln lassen. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung kann die Korrektur mittels LASIK in Betracht gezogen werden.


Quellen:
Burk, A. & Burk, R.: Checkliste Augenheilkunde. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 6. Auflage, 2018.
Uthoff, D.: Praxis der refraktiven Chirurgie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1. Auflage, 2017.

Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) des BVA und der DOG – Bewertung und Qualitätssicherung refraktiv-chirurgischer Eingriffe, abgerufen am 02.10.2019 von: http://www.aad.to/krc/qualit.pdf

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2 KOMMENTARE

  1. Liebes aumedo Team,
    Ich habe mich im Grunde schon dafür entschieden mir die Augen lasern zu lassen, aber ich bin mir nicht sicher wie?! Könnt Ihr mir sagen welches das beste Verfahren ist um sich die Augen lasern zu lassen? Gibt es eine Laserklinik die Ihr in Hamburg empfehlen könnt?

    Besten Dank und mit freundlichen Grüßen
    Martin K.

    • Sehr geehrter Martin K.,
      Danke für Ihre Anfrage. Leider dürfen wir Ihnen keine Empfehlungen bezüglich eines geeigneten Verfahrens oder eines Augenarztes machen. Nutzen Sie für Ihre Suche aber gern unser Branchenverzeichnis Hamburg: https://www.aumedo.de/augen-lasern-in-hamburg/ um einen geeigneten Facharzt zu finden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Das aumedo-Team

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