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Pupille

Durch die Pupille fällt das Licht ins Augeninnere. Sie ist von der auch als Regenbogenhaut bekannten Iris umgeben und wird mitunter auch als Sehloch bezeichnet. Die Pupille kann sich verkleinern und vergrößern, je nachdem wie hell die Umgebung ist. Für diese Anpassung sind die beiden Muskeln der Iris von entscheidender Bedeutung. Es gibt einen Schließmuskel und einen Muskel, der für die Erweiterung zuständig ist. Die Veränderungen der Pupille sind keine bewusst herbeigeführten Prozesse, sondern sie laufen unwillkürlich ab und werden allein durch die Intensität des Lichts gesteuert. Die erforderlichen Impulse für die beteiligten Muskeln kommen aus dem Mittelhirn.

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Die Funktion der Pupille

Die Pupille dient der Regulierung des Lichteinfalls in das Auge. Ähnlich der Blende einer Kamera wird mit Hilfe der Pupille die Intensität des Lichtes, dass ins Auge fällt, kontrolliert um ein optimales Bild zu erzeugen. Die Aufgabe der Pupille bezieht sich hierbei auf die Informationsweitergabe an das zentrale Nervensystem, an die Netzhaut und die Muskulatur. So sorgt der Pupillenreflex bei Lichteinfall in das Auge auch für das Zusammenziehen oder Entspannen der Augenmuskulatur. Zudem reagiert die Pupille auch auf den menschlichen Gemütszustand. So weiten sich beispielsweise die Pupillen bei Angst oder verengen sich bei Ermüdung. Dieses Phänomen liegt an der Verbundenheit zwischen bestimmten Hirnregionen, die für Emotionen zuständig sind und der Augenmuskulatur.

Die Größe der Pupille verändert sich

Wenn Sie sich vom Augenarzt oder Optiker die Funktion der Pupille erläutern lassen, sehen Sie schnell, warum eine feste Angabe der Größe nicht möglich ist. Diese variiert schließlich ständig und schwankt zwischen etwa 1,5 Millimeter am helllichten Tag bis rund 8 Millimeter in dunkler Nacht. Zudem verkleinert sich die Größe der Pupille mit zunehmendem Alter. Statt bis zu 8 Millimeter beträgt die Öffnung dann auch bei größter Dunkelheit nur noch 4 bis 5 Millimeter – ein Grund dafür, warum die Fähigkeit zum scharfen Sehen in der Dämmerung und bei Nacht im Alter gewöhnlich nachlässt. Es handelt sich hier um eine ganz normale altersbedingte Entwicklung und nicht um eine Erkrankung. Im Gegensatz zur Iris, die dank der in ihr enthaltenen Pigmente braun, grau, grün oder blau wirken kann, weist die Pupille keine Farbe auf. Sie ist durchsichtig, wirkt aber dennoch wie eine geschlossene schwarze Fläche. Der Grund liegt darin, dass die am Augenhintergrund befindliche Netzhaut das einfallende Licht komplett absorbiert und keine Lichtstrahlen reflektiert.

Verschiedene Tests beim Augenarzt

Wenn der Augenarzt Ihre Augen kontrolliert, gehört oft ein Test der Pupillenreflexe zur Untersuchung. Auch der Optiker kann überprüfen, in welcher Geschwindigkeit Ihre Pupillen auf bestimmte Lichtreize reagieren und ob diese Reaktion in beiden Augen parallel verläuft. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen können unter Umständen Anlass für weitere Tests sein, so beispielsweise eine Überprüfung der Akkommodationsbreite. Mit ihr lässt sich herausfinden, zu welcher maximalen Änderung der Brechkraft Ihr Auge in der Lage ist.

Ursachen für krankhafte Pupillen

Wenn sich bei der Untersuchung der Pupillen unterschiedliche Größen und Reaktionen ergeben, müssen der Augenarzt und der Optiker zunächst einmal ermitteln, welche der beiden Pupillen sich normal verhält, also gesund ist. Ausgehend von dieser Festlegung lässt sich dann prüfen, ob die möglicherweise krankhafte Pupille sich zu weit schließt oder öffnet. Es kommen zahlreiche mögliche Ursachen für Einschränkungen der Funktionsfähigkeit infrage. Die Bandbreite reicht von Aneurysmen und Hämatomen bis hin zu Lähmungen des Augenmuskels. Der individuelle Auslöser lässt sich nur durch eine eingehende Untersuchung beim Augenarzt identifizieren.

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Von |2018-07-16T12:58:01+00:002. Juli 2018|
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