Was hilft gegen Lipödem?

Wenn die Beine und die Arme sehr voluminös sind, während die Hände, die Füße und die Körpermitte hingegen ausgesprochen sind, handelt es sich in den allermeisten Fällen um das sogenannte Lipödem, von dem tatsächlich in der Regel ausschließlich Frauen betroffen sind. Nicht selten werden Betroffene dadurch in ihrem Alltag erheblich beeinträchtigt: Sei es durch eine eingeschränkte Auswahl an Kleidung oder auch durch körperliche Beschwerden. Aber was kann man gegen ein Lipödem tun? Was hilft?

Wie äußert sich ein Lipödem überhaupt?

Zunächst sollte man klären, wie man ein Lipödem überhaupt erkennt, denn vor allem im Anfangsstadium die Abgrenzung zur Adipositas, der Fettleibigkeit, ist gar nicht so einfach. Im späteren Verlauf kann man Lipödem allerdings recht gut erkennen, da das Fett ausgesprochen symmetrisch verteilt ist: Wie bereits erwähnt sind vor allem die Arme und die Beine auffällig voluminös, während die Hände und Füße schlank sind. Dass das Lipödem so gut wie nur bei Frauen auftrifft, ist wohl auf genetische und hormonelle Gegebenheiten zurückzuführen.

Tückisch beim Lipödem ist die Tatsache, dass das Einhalten eines Kaloriendefizits im Rahmen einer Diät in Kombination mit Sport das Fett nicht verschwinden lässt, was einen der größten Unterschiede zur Fettleibigkeit darstellt. Darüber hinaus verursacht das Fettgewebe auch Schmerzen, was bei einer einfachen Adipositas nicht der Fall ist.

Was kann man gegen ein Lipödem tun?

Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, mit denen man das Lipödem bekämpfen kann. Dabei ist es mit Sicherheit die effektivste Methode, einen Spezialisten aufzusuchen, der dann eine spezielle Lipödem Behandlung durchführt. So empfehlen auch Ärzte eine sogenannte konservative Behandlung, in deren Rahmen beispielsweise mit Lymphdrainagen oder angepassten Kompressionsstrümpfen gearbeitet wird. Bei der Lymphdrainage werden die Beine und Arme sanft gelockert, was dazu führt, dass die Schwellungen unter der Haut nicht mehr so stark ausgeprägt sind. Obwohl diese Maßnahme ansonsten hauptsächlich beim sogenannten Lymphödem Anwendung findet, ist sie auch beim Lipödem wirksam.

Darüber hinaus sollten Patienten, die unter einem Lipödem leiden, versuchen, Übergewicht abzubauen und regelmäßig in Bewegung zu bleiben. Experten raten hierbei vor allem, auf Wassersportarten zu setzen. Diesen ist eine Wirkung zuzusprechen, die der der Lymphdrainagen sehr ähnlich ist. Außerdem schonen Wassersportarten die Gelenke. Wichtig ist es, die Behandlung konstant durchzuführen, da die Beschweren ansonsten wieder schlimmer werden.

Fettabsaugung beim Lipödem?

Wenn man sich langfristig von den Beschwerden verabschieden möchte, stellt eine Fettabsaugung oft den einzigen Ausweg dar. Das Problem hierbei ist allerdings, dass diese nur unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Hier sollte man vor allem auf Ärzte setzen, da diese die Krankheit im Ganzen betrachten können und spezifisch auf die Symptome eingehen können – nicht nur auf den kosmetischen Aspekt. Die Operation an sich ist recht aufwändig und in den meisten Fällen sind auch mehrere Operationen vonnöten. Bei der Operation ist es wichtig, dass keine Nerven oder Gefäße beschädigt werden.

Was die Kosten einer solchen Operation betrifft, so schlägt diese mit bis zu 5000 Euro zu Buche. Hier kommt es auf die individuelle Diagnose an. Dafür bietet sie gute und vor allem auch langfristige Ergebnisse: Die Proportionen bleiben wie gewünscht und immerhin ein Viertel der Betroffenen muss nach der Operation keine Maßnahmen wie die Lymphdrainagen in Anspruch nehmen.

Header-Bild: © vanillya, stock.adobe.com

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