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Pterygium

Wenn Sie dauerhaft das Gefühl haben, in Ihrem Auge befände sind eine Art Fremdkörper, dann sollten Sie Ihren Optiker oder Augenarzt aufsuchen. Mitunter weist das unangenehme Gefühl auf eine Erkrankung hin, die behandelt werden müssen. Die möglichen Ursachen können sehr vielfältig sein. So kann es sich beispielsweise um ein beginnendes Pterygium handeln. Bei dieser Erkrankung vergrößert sich die Bindehaut des Auges und wuchert über die Hornhaut. Da das Gewebe im Gegensatz zur Hornhaut nicht transparent ist, ergeben sich im Verlauf der Erkrankung starke Einschränkungen des Sehvermögens. Wir das Pterygium nicht vom Optiker oder Augenarzt entdeckt und wächst das Gewebe ungebremst weiter, bildet es zumeist eine Falte in der Form eines Dreiecks. Die Entwicklung verläuft langsam in Richtung Augenmitte. Je weiter sich die Wucherung ausbreitet, desto stärker beeinträchtigt sie die Fähigkeit zum scharfen Sehen. Abhilfe schafft in der Regel nur ein operativer Eingriff, bei dem der Augenarzt die Wucherung mit chirurgischen Mitteln entfernt.

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Zumeist sind beide Augen betroffen

Von einem Pterygium sind häufig beide Augen betroffen. Das Wachstum der Bindehaut beginnt an den Seiten der Hornhaut, die der Nase am nächsten Sinn. Im weiteren Verlauf, der sich manchmal über mehrere Jahre hinziehen kann, breitet sich das Gewebe dann immer weiter bis ins Zentrum der Hornhaut aus. Abgesehen vom Fremdkörpergefühl und der zunehmenden Beeinträchtigung der Sehschärfe können auch Stabsichtigkeit, Astigmatismus und weitere Probleme auftreten. Manchmal stellen Augenarzt und Optiker auch fest, dass der Augapfel in seiner Beweglichkeit eingeschränkt wird. Der Patient bemerkt das zumeist dadurch, dass von Zeit zu Zeit Doppelbilder entstehen. Bei der Untersuchung in der Augenarzt-Praxis kommt eine Spaltlampe zum Einsatz. Unter dem Mikroskop kann sich der Augenarzt das Auge in starker Vergrößerung anschauen und das Pterygium im Detail untersuchen. Er muss dabei das echte Pterygium von ähnlichen Erkrankungen unterscheiden, die manchmal nach Entzündungen oder Verletzungen der Hornhaut auftreten. Ist die Diagnose eindeutig, entwickelt der Augenarzt für seinen Patienten die optimale Therapie.

Hormone als Entzündungshemmer

Zu Beginn der Behandlung ist die Gabe von bestimmen Hormonen sinnvoll, die eine Entzündung des Gewebes verhindern soll. Weiterhin entscheidet sich der Augenarzt häufig für so genannte Zytostatika, die das Wachstum weiterer unerwünschter Zellen hemmen. Anschließend erfolgt dann noch eine zielgerichtete Bestrahlung. Alternativ kann auch eine Operation sinnvoll sein, bei der das überschüssige Gewebe vom Augenarzt vorsichtig entfernt wird. Weder die eine noch die andere Therapieform bietet aber einen dauerhaften Schutz gegen die erneute Bildung von Pterygien zu einem späteren Zeitpunkt. Allerdings erhalten Betroffene von ihrem Augenarzt und Optiker wichtige Tipps, wie sie das Risiko einer neuerlichen Erkrankung deutlich senken können.

Die Augen vor UV-Licht schützen

Besondere Bedeutung hat in diesen Zusammenhang der Schutz der Augen vor zu viel UV-Licht. Die Strahlung kann die Pterygium-Bildung begünstigen. Für einen wirksamen Schutz sollte es zwingend eine hochwertige und professionell angefertigte Brille vom Optiker sein. Nur sie bietet den erforderlichen hundertprozentigen Schutz gegen UV-A- und UV-B-Strahlung, der für Pterygium-Patienten zwingend erforderlich ist. Billie Sonnenbrillen vom Discounter oder vom Kiosk können niemals dieselbe Qualität haben wie ein hochwertiges Modell vom Optiker, dessen Sitz dem noch optimal angepasst wird.