Diplopie (Doppelbilder): Ursachen, Symptome & Therapie

Diplopie (Doppelbilder)
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Als Diplopie (Synonym: Doppelsehen, Doppelbilder) bezeichnet man eine Störung des beidäugigen Sehens (Binokularsehens), bei der es zum Auftreten von Doppelbildern kommen kann. Beim normalen Sehen wird aus den optischen Informationen des Gehirns ein klares Bild erzeugt. Wenn das Zusammenspiel der beiden Augen gestört ist, die Sehachsen der Augen nicht im richtigen Verhältnis zu einander stehen, dann kann das Gehirn die unterschiedlichen Bilder nicht richtig zusammenfügen. In der Folge werden identische Objekte an verschiedenen Orten im Raum dargestellt und es kommt zur Wahrnehmung von Doppelbildern.

Welche Formen einer Diplopie können auftreten?

Je nachdem, ob ein oder beide Augen betroffen sind, unterscheidet man zwischen monokularer und binokularer Diplopie.

Monokulare Diplopie

Bei dieser Form der Diplopie wird das Doppelbild nur mit einem Auge wahrgenommen. Dabei bleibt das Doppelbild auch bestehen, selbst wenn ein Auge zugehalten wird.

Binokularer Diplopie

In diesem Fall wird das Doppelbild von beiden Augen erzeugt. Es geht jedoch weg, sobald eines der Augen zugehalten wird.

Welche Ursachen können Doppelbilder haben?

Die Entstehung von Doppelbildern hat unterschiedliche Ursachen, die von harmlose bis hin zu schweren Erkrankungen reichen. Oft führt schon ein vermehrter Konsum von Alkohol oder ein Schlafmangel zur Entstehung einer Diplopie. Die daraus entstehenden Symptome verschwinden wieder, sobald der Alkohol abgebaut oder der Betroffene ausgeruht ist. Dennoch sollten Sie bei einem erstmaligen Auftreten von Doppelbildern einen Augenarzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Bei einem bei längerem Bestehen die Doppelbilder bedarf es in jedem Fall einer weiteren Abklärung durch einen Augenarzt oder Neurologen.

Folgende Erkrankungen führen zu Doppelbildern:

  • Keratokonus
  • Grauer Star
  • Schielen

Wir das Doppelbild von beiden Augen erzeugt, liegen oft ernstzunehmende Erkrankungen als Ursache vor:

  • Thrombosen in den Netzhautgefäßen
  • Tumore
  • Trauma im Bereich des Kopfes oder der Augen
  • Entzündungen
  • Durchblutungsstörungen (z.B. diabetische Retinopathie)

Zu welchen Symptomen kann es kommen?

Oft kann es bei der Wahrnehmung von Doppelbildern zu weitern Symptomen kommen. Zu den häufigsten Begleitsymptomen gehören:

  • Orientierungsbeeinträchtigung im Raum
  • Schwindel
  • Verschwommenes Sehen
  • Schielen
  • Bewegungsschmerz der Augen
  • Unsicherheit bei Tätigkeiten wie Gehen, Laufen oder Treppensteigen
  • Schwierigkeiten beim Greifen von Gegenständen

Doppelbilder: Therapie

Die Behandlung einer Diplopie ist so vielseitig wie ihre Ursachen. Bei bakteriellen Entzündungen oder Infektionen im Kopf- oder Augenbereich ist eine Antibiotikatherapie erstes Mittel der Wahl. Thrombosen oder Durchblutungsstörungen erfordern hingegen eine sofortige medizinische Intervention. Sind eine Kopfverletzung oder ein Tumor für die Doppelbilder verantwortlich, erfordert dies oftmals einen operativen Eingriff. Auch bei einem diagnostizierten Grauen Star kann ein operativer Eingriff gegebenenfalls helfen.

Doppelbilder in Folge einer Schielerkrankung kann der Augenarzt mithilfe sog. Prismenbrillen oder -folien ausgleichen. Durch den speziellen Schliff der wird das einfallende Licht besonders intensiv gebrochen und in Richtung des abweichenden Auges geleitet. Diese besondere Art der Lichtbrechung bewirkt, dass keine Doppelbilder mehr wahrgenommen werden. Eine weitere Möglichkeit bei Doppelbildern durch Schielen ist, dass man eine Operation an den Augenmuskeln durchführt oder dort eventuell vorliegende Lähmungen medikamentös behandelt.

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