Lexikon»Erkrankungen»Bindehautentzündung

Bindehautentzündung

Wenn die Bindehaut entzündet ist, kann das unangenehme Folgen haben. Zu den typischen Begleiterscheinungen einer Konjunktivitis gehören Jucken und Brennen sowie ein Verkleben der Augenlider. Dieses Phänomen tritt insbesondere am Morgen auf, nachdem die Augen über Nacht einige Stunden lang geschlossen waren.

Ein „Sandkorn“ im Auge

Das erste Anzeichen bildet oft das Gefühl, einen Fremdkörper, zum Beispiel ein Sandkorn, im Auge zu haben. Wer diesen Eindruck hat, sollte zum Optiker oder um Augenarzt gehen. Die Experten können in der Regel recht schnell feststellen, ob die Bindehaut tatsächlich entzündet ist. Sie ist dann zumeist deutlich sichtbar gerötet. Eine Konjunktivitis ist in den meisten Fällen ungefährlich, und vielfach verläuft die Heilung ohne Komplikationen. Sie kann jedoch auch Folge einer anderen Grunderkrankung sein. Auch deshalb ist ein Besuch beim Augenarzt so wichtig. Der Mediziner findet heraus, ob es sich lediglich um eine gewöhnliche Konjunktivitis handelt oder ob möglicherweise noch andere behandlungsbedürftige Erkrankungen dahinter stecken.

Meistens sind Bakterien die Auslöser

Optiker und Augenärzte wissen, dass in den meisten Fällen Bakterien schuld an der Konjunktivitis sind. Es gibt eine Reihe von Erregern und Keimen, die die Entzündung hervorrufen. Oftmals treten die Symptome zusammen mit einer Erkältung auf, dann häufig begleitet von geschwollenen Lymphknoten. In diesem Fall sind oft Adenoviren als Verursacher zu identifizieren. Ansonsten lassen sich oft Pneumokokken, Stahylokokken oder Chlamydien nachweisen. Unabhängig von der Bakterienart gilt generell eine hohe Ansteckungsgefahr. Deshalb ist ein hohes Hygieneniveau beim Optiker und Augenarzt von entscheidender Bedeutung, um eine Verbreitung der Erreger zu verhindern. Wird die Entzündung nicht von Erregern hervorgerufen, sondern zum Beispiel von Pollen, ist die Konjunktivitis nicht ansteckend. Ob Allergene Schuld haben, können der Optiker und der Augenarzt oft mit einfachen Tests herausfinden. Werden sie nicht fündig, können sie gemeinsam mit dem Patienten nach weiteren Ursachen suchen. Es kann sich dabei um einen Besuch im Schwimmbad mit chlorhaltigem Wasser handeln, um Zugluft oder um zu viele Stunden vor dem Computer. Optiker und Augenärzte verfügen über viel Erfahrung im Umgang mit der Konjunktivitis und kennen daher auch alle denkbaren Auslöser.

Behandlung mit Tropfen und Salbe

Abhängig von der Diagnose, also insbesondere der Frage nach den Ursachen für die Konjunktivitis, kann der Augenarzt die Therapie einleiten. Handelt es sich um eine bakterielle Entzündung, lässt sich diese mit Tropfen oder Salben behandeln. Die Mittel enthalten Wirkstoffe, die den Erregern keine Chance lassen. Der Patient muss sich allerdings genau an die Vorgaben des Augenarztes halten und die Medikamente in der empfohlenen Form anwenden. Wichtig ist außerdem, dass Tropfen, Salben und Co. lange genug angewendet werden. Hier gilt: Sie sollten die Mittel nicht absetzen, wenn die Entzündung scheinbar beseitigt ist, sondern sie so lange anwenden wie vom Arzt empfohlen. Waren keine Bakterien der Auslöser für die Konjunktivitis, sondern hat sich die Bindehaut wegen zu großer Trockenheit im Auge entzündet, können feuchtigkeitsspende Tropfen die richtige Wahl sein. Sie legen sich wie ein künstlicher Tränenfilm auf das Auge und verhindern neuerliche Reizungen der Bindehaut.