Über Brillen-No-Gos und all-time favorites: Bloggerin Jennifer Bitsche im Interview mit aumedo

In ihren Texten stellt sie interessante Trends, Tipps und Neuheiten vor. Bei der Bloggerin Jennifer Bitsche spielen jedoch bei allen Themen immer Brillen die Hauptrolle. Im Interview mit aumedo erzählt die 31-Jährige, die erst seit diesem Jahr ihren Blog betreibt, von ihrer Leidenschaft für das Bloggen über Brillen.

Wie bist du darauf gekommen, einen Brillen-Blog zu schreiben?

„Einen Blog, der das Thema eyewear in den Fokus rückt und dabei die Fashion-Komponente nicht aus dem Auge verliert, habe ich selbst lange Zeit vergeblich gesucht. Das Thema Brille ist in der Blogwelt, die viele spannende Berichte über Outfits und Accessoires bereithält, eher wenig repräsentiert. Da die Brille mitten im Gesicht sitzt und somit ein wirklich aussagekräftiger Teil des Gesamtbildes sein kann, sollte der Brille bzw. der Sonnenbrille meiner Meinung nach mehr Beachtung geschenkt werden. Deswegen habe ich meinen Blog faceprint.at ins Leben gerufen.“

Was bedeutet dir das Bloggen und wie denkst du, profitieren deine Leser/-innen von deinen Beiträgen?

„Das Bloggen ist für mich eine Reise, deren Ziel ich noch nicht kenne. Am Anfang startete ich mit einem Beitrag, den ich jetzt in der Form nicht mehr schreiben würde. Man lernt seine Leser auch von Beitrag zu Beitrag besser kennen, weiß in welche Richtung die Inhalte gehen können. Dass mein Blog mal zum zweiten Beruf wird, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich denke, meine Leserinnen und Leser profitieren vor allem von meinem Insider-Wissen. Ich stehe in direktem Kontakt mit vielen Herstellern und kenne auch die Trends, die abseits des Mainstreams liegen.“

Was muss eine Brille haben bzw. wie muss sie aussehen, damit sie in deinem Blog Erwähnung findet?

„Es geht zunächst weniger um das Material oder die Farbe. Es ist immer zuerst die Form, die meine Aufmerksamkeit bekommt. Ich trage gern lässige, unaufgeregte, minimalistische Outfits, in diese Richtung geht auch mein Brillengeschmack, deswegen findet man auf meinem Blog selten bunte, geblümte oder verrückte Brillen.“

Hast du zeitlose Lieblingsmodelle?

Brille Rolf Diplomat„Ja, mein all-time favorite ist der „Diplomat“ von Rolf Spectacles. Jedes Outfit wird mit dieser Brille locker und lässig aufgepeppt und der Tragekomfort ist wirklich unschlagbar! Ansonsten finden sich natürlich mehrere schwarze Acetatfassungen in meiner Sammlung.“

Wie viel Geld gibst du durchschnittlich für eine Brille aus?

„Das hängt natürlich sehr davon ab, ob ich eine optische Brille oder eine Sonnenbrille kaufe. Da meine Sehschwäche relativ ausgeprägt ist, sind Brillen in meiner Sehstärke etwas teurer. Meine Sonnenbrillen trage ich dann mit Kontaktlinsen.“

Was ist bei einer Brille ein No Go?

„Ein richtiges No Go bei Brillen gibt es für mich eigentlich nicht. Grundvoraussetzung ist natürlich immer, dass die Qualität stimmt. Aber generell bevorzuge ich in Hinblick auf das Design klare Strukturen. Aus diesem Grund würde ich (wahrscheinlich) nie eine Brille tragen, die z.B. rechts eckig und links rund ist.“

Was war das einprägsamste Erlebnis, das du ohne deine Brille nie gehabt hättest?

„Mit Brille gibt es immer wieder interessante Begegnungen und Erlebnisse. Ich werde häufig auf meine Brillen angesprochen und bei einer Design Messe habe ich gleich drei Kaufangebote für meine Brille bekommen – das ist mir besonders in Erinnerung geblieben!“

Wie ist eigentlich deine Outfitreihenfolge? Suchst du dir zuerst eine Brille aus und stimmst den Rest darauf ab, oder umgekehrt?

„Meistens suche ich erst die Brille aus, dann schminke ich mich und zum Schluss überlege ich mir ein passendes Outfit dazu – das ist der Regelfall. Natürlich läuft es ab und zu auch mal andersherum.“

Jennifer Bitsche mit runder BrilleWie viele Brillen besitzt du und wie oft wechselst du die Brille?

„Ich besitze tatsächlich sehr sehr viele Brillen, aber ich halte es da wie mit meinen Klamotten: Zieht eine neue Brille in meine Schublade ein, wird eine andere in den Hintergrund gerückt bzw. auch leider gar nicht mehr getragen. Das passiert dann eher unbewusst und irgendwann fällt mir auf, dass ich einige Brillen schon lange Zeit nicht mehr getragen habe. Im Moment habe ich ca. 10 „aktive“ optische Brillen und zur Anzahl der Sonnenbrillen sollte ich lieber schweigen [lacht]. Dennoch freue ich mich immer wieder über jede neue Brille.“

Was möchtest du den Menschen sagen, die unglücklich damit sind, eine Brille tragen zu müssen?

„Für jedes Gesicht gibt es eine passende Brille. Daran glaube ich wirklich ganz fest! Manchmal muss oder darf man sich auch ein bisschen mehr trauen und nicht unbedingt immer nur dem Trend folgen, denn: Jede Brille ist ein individueller Ausdruck der Persönlichkeit!“