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Tränende Augen (Epiphora)

Tränende Augen (fachsprachlich: Epiphora) können viele Ursachen haben und sind meist eine normale Reaktion des Körpers. Normalerweise bilden sie ein unerlässliches Schutzschild für empfindliche Augen oder benetzen das Auge mit notwendiger Feuchtigkeit. Neben Traurigkeit, starken Schmerz und Freude können aber auch altersbedingte Störungen des Tränenapparats, unterschiedliche Allergien und paradoxerweise auch trockene Augen zu vermehrt tränenden Augen führen.

Welche Symptome können bei tränenden Augen auftreten?

Bei krankhaften, häufigen tränenden Augen kann es zu begleitenden Symptomen kommen. Dazu zählen:

Ursachen von tränenden Augen

Es gibt sehr viele Gründe für tränende Augen. Neben der Reizungen der Augenlider, Bindehaut oder Hornhaut des Auges können auch Infektionen, Lidfehlstellungen und äußere Faktoren wie starke Sonneneinstrahlung, Rauch, Fremdkörper oder Wind den Tränenfluss verstärken. Aber auch konzentrierte Bildschirmarbeit, trockene Luft und Klimaanlagen führen zu tränenden Augen.

Allgemein kann man drei Hauptursachen für vermehrten Tränenfluss benennen:

  • Überproduktion von Tränenflüssigkeit in Folge einer Infektion
  • anatomische Veränderungen der Tränenwege (Verstopfung, Entzündung)
  • funktionelle Störung des Tränenabflusses (Abweichung zwischen der Tränenproduktion aus den Tränendrüsen und dem Abfluss durch die Tränenwege)

Von funktionellen Störung sind ältere Menschen, zumeist Frauen betroffen. Dort führt die altersbedingte Umstellung der Hormone zu Störung des Tränenabflusses. Diese führt zu einer gestörten Lidfunktion, einer Veränderung der Tränendrüse, der Tränenpumpe oder zu verstopften Tränenwegen

Wie werden tränende Augen behandelt?

Sollten Betroffene an stark tränenden Augen leiden, ist ein Besuch bei einem Augenarzt grundsätzlich anzuraten. Es gilt herauszufinden ob hinter dem Symptom eine ernstzunehmende Grunderkrankung steckt und ob Betroffene, neben tränenden Augen, zu langfristigen Schäden am Auge und ihrer Sehkraft führen könnten. Sollten Allgemeinerkrankungen der Grund für tränenden Augen sein, so werden diese in Folge durch einen Facharzt therapiert. Reizungen und Infektionen durch Bakterien oder Viren können medikamentös und Lidfehlstellungen mit Hilfe eines operativen Eingriffs behandelt werden.

Sollten die Symptome auf keine ernsthafte Erkrankung der Augen hinweisen, gibt es diverse Mittel für den Hausgebrauch, die helfen den Tränenfilm wieder zu korrigieren. Für die schnelle Hilfe gibt zum Beispiel Augentropfen oder -gele, die den künstlichen Tränenfilm ersetzen und zu einem Gleichgewicht der Tränenproduktion führen. Weiter einfache Therapiemaßnahmen sind ausreichende Luftfeuchtigkeit in trockenen Räumen, die Verwendung von Sportbrillen oder Sonnenbrillen und das trinken ausreichender Flüssigkeitsmengen. Auf der Arbeit können schon kleine Erholungspausen für die Augen helfen die Symptome der tränenden Augen zu verringern. Es gibt unterschiedliche Tipps und Maßnahmen gegen gestresste Augen am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel gezielte Blicke in die Ferne, um einen Ausgleich zur Bildschirmarbeit zu schaffen.

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Von | 2018-05-25T09:46:11+00:00 14. Dezember 2017|
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