Hyposphagma: Wie kommt es zu blutunterlaufenen Augen?

Hyposphagma
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Unter Hyposphagma (ugs. „blutunterlaufenes Auge“) versteht man eine ungefährliche und scharf abgegrenzte Blutung unter der Bindehaut des Auges (subkonjunktivale Blutung). Die Ursache ist meist ein geplatztes Äderchen. In der Regel tritt ein Hyposphagma einseitig auf und ist harmlos. Erfahren Sie hier mehr zu den Ursachen, Symptomen und den Therapieoptionen.

Hyposphagma: Ursachen

Auch wenn ein blutunterlaufendes Auge dramatisch aussehen kann, in den allermeisten Fällen ist eine Einblutung unter die Bindehaut völlig harmlos. Zu einem Hyposphagma kann es insbesondere bei älteren Menschen spontan in einer alltäglichen Situation und ohne erkennbaren Grund kommen. Dabei kommt es durch eine Beschädigung der Blutgefäße innerhalb der Bindehaut zu einer Blutung. Allerdings kann ein blutunterlaufendes Auge auch Hinweis auf eine ernste Erkrankung oder Verletzungen sein. Weitere Ursachen sind:

Treten die Blutungen unter die Bindehaut in Verbindung mit einem oder mehreren der folgenden Symptome auf, ist eine sofortige augenfachärztliche Abklärung nötig.

  • Augenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Sehverlust
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Druckgefühl am Auge

Als Ursache können in diesem Fällen ein Schädeltrauma, ein akut erhöhter Augeninnendruck, Verletzungen am Auge oder Gefäßverletzungen infrage kommen.


Hyposphagma: Symptome

Die Blutung im Auge zeigt sich je nach Größe des geplatzten Blutgefäßes als unterschiedlich großer, schmerzloser und hellroter Fleck. Die Verfärbung beschränkt sich auf den Raum zwischen Leder- und Bindehaut, ohne dabei die angrenzende Hornhaut zu betreffen. Es kommt zu keinerlei Einschränkungen der Sehschärfe und das Blut wird vom Körper normalerweise, ähnlich wie bei einem blauen Fleck, innerhalb von 10-14 Tagen vollständig abgebaut. In dieser Zeit kann es zu einer blauen und dann gelblich-grünen Verfärbung an der Stelle der Blutung kommen.


Hyposphagma: Therapie

In der Regel bedarf ein Hyposphagma keinerlei Behandlung und bildet sich innerhalb von 2 Wochen zurück. Es gibt keine Therapieverfahren die diesen Prozess beschleunigen würden. Allerdings wird bei einem großen Hyposphagma mit Lidschluss- oder Benetzungestörungen das Auflegen warmer Kompressen, die Verwendung pflegender Salben oder die Verabreichung künstlicher Tränen (via Augentropfen) in Fachzeitschriften als hilfreich erwähnt.

Tritt ein Hyposphagma wiederholt auf, sollte eine Abklärung des Blutdruckes beim Hausarzt erfolgen. Bildet sich die Blutung nicht innerhalb der ersten beiden Wochen zurück, kann sie zudem Ausdruck einer anderen Ursache sein, die eine weitere ärztliche Abklärung nötig macht. Infrage kommen z. B. eine Gerinnungsstörungen, andere Grunderkrankungen oder falsch eingestellte Medikamente.


Quellen:
Lang, G.K.: Augenheilkunde, Georg Thieme Verlag, 6. Auflage, 2019
Sachsenweger, M.: Duale Reihe Augenheilkunde, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2002.
Walter, P. & Plange, N.: Basiswissen Augenheilkunde, Springer-Verlag, 1. Auflage, 2017.

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