Glaskörpertrübung („Mouches volantes“): Eine typische Alterserscheinung

Glaskörpertrübung
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Der Begriff Glaskörpertrübung („Mouches volantes, Floaters“) bezeichnet eine zunehmende, altersbedingte Trübung des ursprünglich klaren Glaskörper des Auges. In der Regel handelt es sich um eine harmlose Erscheinung deren Behandlung weder nötig noch möglich ist. Fast jeder Mensch ist irgendwann vom Phänomen eines getrübten Glaskörpers betroffen, denn es handelt sich hierbei um eine typische Alterserscheinung. Sollten neben die Glaskörpertrübung plötzlich zunehmen oder Lichtblitze diese begleiten, dann können dies Hinweis auf eine beginnende Netzhautablösung sein.

Glaskörpertrübung: Ursache

Wie an vielen anderen Stellen im Körper bleibt der Alterungsprozess auch im Auge nicht ohne Folgen. Der Glaskörper des Auges kann mit zunehmendem Alter flüssiger werden und dadurch einen Teil seiner Größe einbüßen. An anderen Stellen schrumpft sich das Gewebe zusammen oder wird nach und nach von Fasern durchsetzt. Diese Punkte werden dann in Form der „fliegenden Mücken“ sichtbar. Etwa 6% der Menschen zwischen 54 und 65 Jahren und 65% der 65- bis 85-Jährigen sind von einer Glaskörpertrübung betroffen. Auch wenn die Glaskörpertrübungen keine Gefahr darstellen und lediglich ein bisschen lästig sind, sollte das Auge vom Optiker oder Augenarzt genauer untersucht werden. Es besteht die Gefahr, dass es im weiteren Verlauf zu einer Glaskörperabhebung kommen kann. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Alterserscheinung, die jedoch Auswirkungen auf das Sehvermögen haben kann.

Glaskörpertrübung: Symptome

Das typische Symptom einer Glaskörpertrübung sind die „fliegenden Mücken“ (Mouches volantes, Floaters). Betroffene nehmen schwarze Punkte, Flecken oder fadenartige Strukturen wahr, die im Blickfeld auftauchen und sich je nach Blickrichtung verschieben. Oft beschreiben Betroffene dazu die Wahrnehmung eines Schatten im Blickfeld. Folgende weitere Symptome sind möglich:

  • Sehen von Flecken
  • Lichtblitze
  • weitere Trübungen
  • Rußregen im Blickfeld
© Alila Medical Media / Fotolia

Therapie

Aufgrund der Harmlosigkeit einer Glaskörpertrübung kommt meist keine invasive Therapie zum Einsatz. Es besteht zwar die Möglichkeit einer operativen Entfernung des Glaskörpers, doch dabei handelt es sich um einen riskanten und großen Eingriff, bei dem die Risiken den Nutzen meist übersteigt. Um die „Mouches volantes“ in Ihrer täglichen Wahrnehmung zu unterdrücken, können ein paar Maßnahmen ergriffen werden. So kann das Tragen einer Sonnenbrille an hellen Tagen, die Einstellung eines geeigneten Kontrastes am Computer oder getönte Brillengläser zur erfolgreichen Unterdrückung der Symptome einer Glaskörpertrübung beitragen.

Vorsichtig bei Rußregen

Insbesondere bei schlagartige Verschlechterungen der Sehleistung, plötzlich auftretende Lichtblitze, Rußregen oder dichten Schwärmen von „fliegenden Mücken“, könnte dies die Ankündigung einer Netzhautablösung oder Glaskörperabhebung sein. In diesem Fall ist ein rascher Besuch beim Augenarzt nötig, um durch eine rechtzeitige Behandlung eine eventuell beginnende Netzhautablösung oder Glaskörperabhebung schnell und schmerzlos zu therapieren.

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