Iris-Heterochromie: Verschiedene Augenfarben

Verschiedene Augenfarben
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Der Begriff Iris-Heterochromie bezeichnet zwei unterschiedliche Augenfarben oder unregelmäßig gefärbte Augen. Eine Iris-Heterochromie hat an sich keinerlei Krankheitswert, kommt beim Menschen sehr selten vor und gilt als harmlose Laune der Natur.

Welche Formen können auftreten?

Es können drei Formen unterschieden werden:

  • Partielle (teilweise) Iris-Heterochromie: Bei dieser Form ist ein Teil der Regenbogenhaut (Iris) anders gefärbt als der Rest
  • Zentrale Iris-Heterochromie: Diese Form kennzeichnet, dass die Iris hier zweifarbig ist. Um die Pupille befindet sich ein andersfarbiger Ring der fließend in die Farbe des restlichen Auges übergeht. Diese Form der Iris-Heterochromie ist sehr häufig.
  • Vollständige (totale) Iris-Heterochromie: Bei dieser Erscheinungsform ist die Iris der Augen komplett unterschiedlich gefärbt.

Bei allen drei Formen erscheinen Areale ohne Pigmentierung als blaue Augenfarbe.

Ursachen

In den meisten Fällen haben zwei unterschiedliche Augenfarben harmlose Ursachen. Verantwortlich für die unterschiedlichen Augenfarben sind ungleiche Mengen des Pigmentes Melanin in der Regenbogenhaut (Iris), das für den Farbton der Augen verantwortlich ist. Eine geringe Konzentration von Melanin lässt die Iris in Grün-, Grau- und Blautönen erscheinen. Ein hoher Anteil ergibt braune Augen. Kommt es in beiden Augen zu unterschiedlich hohen Ablagerungen des Melanins, zeigt sich dies in unterschiedlichen Augenfarben.

In einigen wenigen Fällen sind unterschiedliche Augenfarben aber auch ein Hinweis auf erblich bedingte oder erworbene Erkrankung. So geht eine erworbene Uveitis (Entzündung der Gefäßhaut) häufig mit einer Störung der Pigmentierung der Iris einher. Bei erblich bedingten Formen wie z.B. dem Waardenburg-Syndrom, kann die Iris-Heterochromie häufig mit Gehörverlust oder bei der Hirschsprung-Krankheit mit einer Verengung des Dickdarms auftreten.

Hat die Iris-Heterochromie Einfluss auf die Sehkraft?

Da eine unterschiedliche Pigmentierung der Iris keinen Einfluss auf die Sehkraft (Visus) hat, kann davon ausgegangen werden, dass es keinen negativen Zusammenhang zwischen unterschiedliche Augenfarben und Differenzen in den Dioptrienwerten gibt. Menschen mit unterschiedlichen Augenfarben sehen also genauso gut oder schlecht wie der Rest der Bevölkerung. Kommt es im Rahmen einer Uveitis zu einer Iris-Heterochromie, kann es sein, dass die Uveitis als Grunderkrankung zu einer Linsentrübung oder einem Glaukom führt und einer Behandlung bedarf.

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