Virtual Reality: Faceboooks Datenbrille wird Realität

Mit der Oculus-Rift-Brille will das soziale Netzwerk Facebook das Thema Virtual Reality massentauglich machen – nicht mehr und nicht weniger. Dafür schluckte der Sillicon-Valley-Gigant das gleichnamige Startup vor geraumer Zeit für einen Milliarden-Betrag (wir berichteten). Nach einer langen Tüftelphase mit wenig Informationen folgte kürzlich die erste große Ankündigung zur Kommerzialisierung des Produkts: Anfang 2016 soll die Brille in den Handel kommen. Bislang konnten lediglich ausgewählte Software-Entwickler einen Prototyp erstehen.

Zum Preis äußerten sich die Macher nicht. Der genannte Prototyp kostet aktuell rund 450 US-Dollar –um echte Massenmarktgefilde zu erreichen, dürfte das Endkundenprodukt ein gutes Stück preiswerter sein. Strategisch deutlich relevanter ist die Frage nach den Inhalten: Nur wenn unabhängige Entwickler Software und Spiele für die virtuelle Realität à la Facebook herausbringen, hat dieser technologische Umbruch eine Chance. Oculus Rift fördert Spieleentwickler mit kreativen VR-Ideen in diesem Jahr mit insgesamt zehn Millionen US-Dollar. Bereits 2013 zeichnete sich ab, dass die Macher Unterhaltung als das massentauglichste Einfallstor für die neuartige Technik sehen. Erst im nächsten Schritt dürfte die Oculus Rift auch für andere Themen kommerzialisiert werden, so beispielsweise Virtual-Reality-Telekonferenzen im Geschäftskontext.

Die Bedienung erfolgt über eine Oberfläche namens „Oculus Home“. Hier kann der Nutzer gekaufte Anwendungen starten oder Demos ausprobieren. „Oculus Home“ kann alternativ auch über den PC aufgerufen werden. Zudem bestätigte der Hersteller, dass Microsoft Xbox-Spiele über eine Erweiterung direkt in die Datenbrille gestreamt werden können. Mit Microsoft eint Oculus eine strategische Partnerschaft, die unter anderem eine nahtlose Integration in das Betriebssystem „Windows 10“ umfasst – ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Massenmarkt.

Die „Oculus Rift“ gilt aktuell als der vielversprechendste Virtual-Reality-Vorstoß. Neben Facebook arbeiten auch diverse weitere Großunternehmen wie beispielsweise Smartphone-Hersteller Samsung an Virtual-Reality-Lösungen für den Heimgebrauch.