Tränensäcke und Augenringe: Wenn die Augenpartie ganze Bände spricht

„Die Augen sind der Spiegel der Seele“ heißt es vielfach im Volksmund. Tatsächlich kann die Erscheinung der Augenpartie sehr viel über uns verraten – ob wir glücklich oder traurig, vital oder müde, kämpferisch oder eher zurückhaltend sind. Leider vermitteln Tränensäcke und dunkle Ringe unter den Augen nicht immer den gesündesten Eindruck. Kosmetikindustrie und Augenärzte bieten eine Vielzahl an Lotions, Seren, Salben oder Operationsverfahren gegen Tränensäcke und Augenringe an. Was aber sind die Ursachen für Tränensäcke und Augenringe und was hilft wirklich?

Ursachen für Tränensäcke und Augenringe

Die Ursache für Augenringe liegt entweder an dem unter dem Augen liegenden Muskel und Unterhautfettgewebe oder an einer Hyperpigmentierung der Haut um die Augen herum. Das Unterhautfettgewebe an den Augen ist sehr dünn und so scheinen Blutgefäße, die den Muskel versorgen, in manchen Fällen durch die Haut. Dies erzeugt einen schattigen und sichtbaren Augenring.

Als Ursache für Tränensäcke gilt die Fettansammlungen unter dem Auge. Diese entsteht immer immer dann, wenn der körpereigene Lymphfluss unrhythmisch wird und die Augenpartien dadurch anschwellen. Mit steigendem Alter dehnen sich Muskeln und Haut unter dem Auge immer mehr und genau an diesen Stellen kommt es zur einer Ansammlung von Körperfett.

Weitere Faktoren die Augenringe fördern sind Eisenmangel, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel, Alkohol- oder Drogenmissbrauch und Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen. Bei der Entstehung von Tränensäcken spielen mitunter zu wenig Bewegung, zu wenig Schlaf, sowie Rauchen und Stress eine Rolle.

Therapie

Bei Augenringen können mit Hausmitteln, wie aufgelegte Teelöffel oder das Waschen mit kaltem Wasser kurzfristige Effekte erzielt werden. Sollte dennoch eine Therapie in Betracht gezogen werden, richtet sich diese nach der Form der Augenringe. Ist eine Hyperpigmentierung der Grund Ihrer Augenringe, gibt es diverse Medikamente die für eine Behandlung zur Auswahl stehen. Meist handelt es sich dabei um sog. Melanin-reduzierende Medikamente, die das Melanin in Ihrer Haut reduzieren und diese quasi „bleichen“. Eine solche Therapie sollte aber nur unter Anleitung eines Arztes durchgeführt werden, da bisweilen starke Nebenwirkungen auftreten können. In Kombination oder als Alternative gibt es spezielle Laserverfahren mit denen Melaninpigmente in der Haut gezielt zerstört werden können. Bei durchscheinenden Gefäßen bieten sich Cremes mit Hyaluronsäure oder eine Fettunterspritzung der Augen mit Eigenfett an.

Im Rahmen der therapeutischen Behandlung von Tränensäcken kommt meist nur eine kosmetische Korrektur der Augenpartie im Rahmen eines operativen Eingriffs in Frage. Ihr Arzt entfernt mittels eines Lasers das eingelagerte Fett und strafft die Haut unter den Augenlid. Kurzfristige Erfolge für den Hausgebrauch bieten kühlende Mittel, wie gekühlte Teebeutel mit Schwarz- oder Grüntee oder eine Quarkmaske. Oft angepriesene teure Cremes oder Bindegewebsmasssagen haben bisher keinen messbaren Nachweis einer positiven Beeinflussung erbracht.

Vorbeugung

Augenringe und Tränensäcke lassen sich mit ausreichend Schlaf, gesunder Ernährung, gesunden Lebensstil (wenig Alkohol und Nikotin) und in Teilen mit Cremes und Salben vorbeugen bzw. hinauszögern. Sollte eine Grunderkrankung Auslöser für Ihre Augenringe oder Tränensäcke sein, ist es immer sinnvoll, diese erst von einem Facharzt therapieren zu lassen.