Sonnenlicht - gleichzeitig Lebensquell und Gefahr in einem durch UV-Licht

Wer kennt das nicht, die Sonne scheint nach einer längeren trüben Wetterperiode und wir fühlen uns plötzlich merklich wohler mit einer gehörigen Portion Tatendrang. Das liegt vor allem an der Serotoninproduktion, die das helle Sonnenlicht auslöst. Zum Tag der Sonne erklären wir Ihnen, warum Sonnenstrahlen wichtig für uns sind, wir uns vor ihnen aber auch schützen müssen.

Das Glückshormon Serotonin

Gesteuert wird die Serotoninproduktion durch die Zirbeldrüse, die über den Tag-Nacht-Rhythmus wacht. Der Botenstoff Serotonin ist das Taghormon, während Melatonin der nächtliche Gegenspieler ist, der für gesunden Schlaf sorgt. Das Serotonin wird für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im Körper benötigt. Aber auch im Gehirn, wo es unter anderem für psychisches Wohlbefinden sorgt. Es wird deshalb auch als Glückshormon bezeichnet. Es muss im Gehirn selbst synthetisiert werden, weil es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Als Grundstoff dient dabei die essentielle Aminosäure Tryptophan, die in ausreichender Menge vorhanden sein muss.

Die Produktion und Wichtigkeit von Vitamin D3

Junge Frau liegt auf der WieseEine direkte Auswirkung des UVB-Anteils im Sonnenlicht auf die ungeschützte Haut ruft die Produktion von Vitamin D3 hervor. Es entsteht aus dem Grundstoff 7-Dehydrocholesterol, das gleichzeitig auch Ausgangssubstanz für die Synthese des Cholesterins ist. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern unterbindet auch die wichtige Vitamin D3-Produktion.

Wir sind es gewohnt, einen Vitamin D Mangel mit Osteoporose, also mit einer verringerten Festigkeit der Knochen zu verbinden. Das trifft zu, weil das Vitamin D3 (Cholecalciferol) wesentlichen Einfluss auf den Calcium- und Phosphathaushalt hat. Das allein ist bereits Grund genug, für eine ausreichende Menge des Vitamins in unserem Körper zu sorgen. Das Vitamin D ist aber auch an einer Vielzahl weiterer Stoffwechselprozesse beteiligt. Besonders wichtig ist beispielsweise auch die vorbeugende Wirkung gegen verschiedene Krebsarten, und Vitamin D vermindert die Sterblichkeitsrate nach einem Herzinfarkt.

Während in unseren Breitengraden die Intensität der Sonneneinstrahlung während der Wintermonate nicht für die Vitamin D3 Produktion ausreicht, genügt es im Sommer, das unbedeckte Gesicht und die nackten Arme für etwa 10 bis 15 Minuten ohne Sunblocker der Mittagssonne auszusetzen, um den Tagesbedarf an Vitamin D3 abzudecken. Ein längeres Sonnenbad hilft nicht, weil durch ein Selbstregulierungsprozess verhindert wird, dass die Sonne eine Überdosis des wichtigen Vitamins produziert.

Warum darf man nicht mit ungeschützten Augen direkt in die Sonne schauen?

SonnenuntergangDie Crux der UV-Strahlung im Sonnenlicht liegt in seiner Gefährlichkeit für die empfindlichen Sehzellen in der Netzhaut der Augen, besonders im Bereich der Makula, dem Bereich schärfsten Sehens. Hier erreichen die Zapfen für Farbsehen ihre größte Dichte. Die Fotorezeptoren können durch den UV-B Anteil im Sonnenlicht mit einer Wellenlänge 280 bis 315 Nanometer irreversibel geschädigt werden.

Direktes Hineinschauen in die Sonne mit ungeschützten Augen führt außerdem zu Verbrennungen auf der Horn- und der Bindehaut sowie zu Schädigungen der Linse durch Eintrübung. An der See, im Gebirge und generell in südlichen Breiten empfiehlt sich daher zum Schutz der Augen eine Sonnenbrille mit einem ausgewiesenen Lichtschutzfaktor 400.

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