Sommer, Sonne, Bindehautreizung: Kann Schwimmbad-Chlor meinen Augen schaden?

Sommerzeit ist Schwimmbadzeit! Egal ob jung oder alt, auf das kühle Nass möchten wir gerade in den warmen Monaten des Jahres kaum verzichten. In den meisten Fällen geht das Badevergnügen natürlich absolut reibungslos über die Bühne. Vereinzelt können jedoch Rötungen und Juckreiz im Augenbereich auftreten. Betroffene verspüren dabei häufig den Drang, das Auge intensiv zu reiben. Gerade junge Eltern stellen sich im Hinblick darauf verstärkt die Frage, ob Chlor und andere Bestandteile des Schwimmbadwassers dem empfindlichen Sehorgan schaden können.

Um die Antwort vorwegzunehmen: Nein! Die üblichen Augenprobleme, die nach dem Besuch des Schwimmbads auftreten können, haben in der Regel nichts mit Chlor zu tun. Der Stoff wird dem Badewasser bekanntlich zu Desinfektionszwecken beigemischt. Geht Chlor eine organische Verbindung – so beispielsweise mit Hautpartikeln – ein, entstehen so genannte Chloramine. Erst diese Chloramine können zu einer Reizung der Bindehaut und damit zu den beschriebenen Symptomen führen.

Betroffene sind gut beraten, die gereizte Augenpartie ganz einfach in Ruhe zu lassen und nicht zu reiben. Für gewöhnlich legen sich die Symptome bereits am Folgetag eigenständig. Selbst Menschen mit überaus empfindlichen Augen (z.B. Allergiker) müssen nicht befürchten, dass eine solche temporäre Reizung bleibende Schäden hinterlässt.

Übrigens: Streng genommen wäre das Bad in chlorfreiem Wasser bzw. Wasser mit einem zu geringen Chloranteil viel gefährlicher. In einer solchen Umgebung können bestimmte Bakterien einfacher und länger überleben, was deutlich heftigere Beschwerden als eine chlorbedingte Augenreizung hervorrufen könnte. Aus diesem Grund wird die Chlorkonzentration in öffentlichen Badeanstalten gesetzlich reglementiert und penibel überwacht.