Ray Ban – Die Geschichte einer Pilotenbrille

Sehr viele Menschen tragen sie, fast jeder kennt sie: Die klassische Pilotenbrille, die vor allem mit dem kleinen Logo der US-italienischen Firma Ray-Ban über die Ladentheke geht. Darüber hinaus lancieren mittlerweile die meisten anderen großen Brillenhersteller entsprechende Gegenstücke, die in Form und Optik mal mehr, mal weniger eng am Original liegen.

Doch wie entstand eigentlich jenes Original? Die Geschichte des Brillenklassikers geht bis in die 1920er Jahre zurück, als die Piloten der US-Armee mit ihren Flugzeugen in immer höhere Gefilde vorstoßen konnten. Viele berichteten infolgedessen, dass ihnen das Blenden der Sonne zunehmend Kopfschmerzen und Übelkeit bereite. Mediziner vermuteten damals, dass die Symptome durch das Wechselspiel des blauen Himmels und des grellen Sonnenlichts entstand. Daraufhin beauftragte die Armee anno 1929 den Optikspezialisten Bausch & Lomb, aus dem später Ray-Ban hervorgehen sollte, mit der Entwicklung einer Spezialsonnenbrille für Piloten.

Der erste Prototyp feierte unter dem Namen „Anti-Glare“ erst 1936 Premiere. Bausch & Lomb setzte dabei auf ein Gesell aus Plastik und grüne Gläser. Nachdem das Modell 1937 um ein Metallgestell erweitert wurde, war die bis heute millionenfach verkaufte Ray-Ban Aviator geboren. Das entsprechende Patent  bekam der Hersteller am 7. Mai 1937 zugesprochen.

Für Bausch & Lomb begann mit der Aviator eine große Erfolgsgeschichte. Keine zwei Jahre später wurde auf Basis des Fliegermodells die Ausführung Ray-Ban Outdoorsman entwickelt, die Zielgruppen fernab der Fliegerei – so beispielsweise Jäger – erreichen sollte.

Später sollte die Ray-Ban Aviator nicht zuletzt durch zahlreiche Kinoauftritte berühmt werden. Bis heute ist das Modell neben der Wayfarer die am häufigsten verkaufte Brillenausführung aus dem Hause Ray-Ban. Bausch & Lomb verkaufte die Marke 1999 an die italienische Luxottica-Gruppe, die heute unter anderem Sonnenbrillen für Armani, D&G, DKNY, Burberry und Bulgari fertigt.