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Mythen über das Augenlasern

Endlich wieder unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen auf allen Distanzen gut sehen – das ist der Wunsch vieler Menschen mit Sehschwäche. Rund 100.000 Patienten lassen sich jedes Jahr ihre Augen durch eine Laserbehandlung korrigieren. Inzwischen erhält man im Internet relativ einfach und schnell Informationen über alle gängigen Augenlaserverfahren. Doch leider sind nicht immer alle Behauptungen korrekt. Wir möchten daher in diesen Beitrag mit einigen Mythen über das Augenlasern aufräumen.

Jeder kann sich die Augen lasern lassen

Leider stimmt diese Aussage nicht. Momentane Schätzungen gehen davon aus, dass nur etwas mehr als 50 % der interessierten Patienten für eine Augenlaserbehandlung geeignet sind. Es gibt unterschiedliche Voraussetzungen, die für einen Lasereingriff an den Augen erfüllt sein müssen. Dazu gehört unter anderem die abgeschlossene Wachstumsphase des Auges, eine über mindestens 12 Monate konstante Fehlsichtigkeit, festgelegte Grenzwerte für die Hornhautdicke und eine bestimmte Pupillengröße. Darüber hinaus dürfen keine anderen Augenerkrankungen wie Netzhautprobleme oder ein Grauer Star beim Patienten vorliegen.

Augenlasern ist schmerzhaft

Dieser Mythos ist nicht wahr. Ambulante Augenlaserbehandlungen sind sehr schnell und schmerzfrei. Durch den Einsatz von betäubenden Augentropfen und einem minimalinvasiven Laser wird der Eingriff weder als unangenehm noch schmerzhaft empfunden. In den Stunden nach der Operation kann es allerdings bei manchen Patienten zu geröteten Augen und einem leichten Fremdkörpergefühl kommen.

Eine Hornhautverkrümmung kann nicht korrigiert werden

Auch diese Aussage ist nicht korrekt. Außer der Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurz- und Weitsichtigkeit können moderne Laser zusätzlich eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen. Allerdings müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein. Für eine erfolgreiche Behandlung darf die Fehlsichtigkeit nur zwischen plus 2,5 Dioptrien bis minus 10 Dioptrien liegen. Gleichzeitig sollte der Wert der Hornhautverkrümmung nicht mehr als minus 5 Dioptrien betragen.

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Die Heilung und Nachsorge dauern lange

Falsch. Nach dem Eingriff verläuft der Heilungsprozess in den Augen außerordentlich schnell. Die Mehrheit der Patienten kann bereits nach 24 bis 48 Stunden wieder vollständig und perfekt sehen. Zur Nachsorge reicht es meistens, wenn verordnete Augentropfen verwendet und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Zudem sollten Patienten in den ersten Wochen nach dem Eingriff auf körperliche Anstrengungen, Sauna oder Sport verzichten.

Durch Augenlasern kann man erblinden

Auch dieser Mythos entbehrt jeder Tatsache. In Europa gibt es bislang keinen Fall, bei dem von einer Erblindung durch das Augenlasern berichtet wurde. Wie bei jedem anderen operativen Verfahren, können auch bei einer Laserbehandlung Beschwerden nie ganz ausgeschlossen werden. Das Risiko postoperativ eine Entzündung oder Infektion zu entwickeln ist allerdings sehr gering. Dafür ist es aber zwingend notwendig, dass sich die Patienten an die Anweisungen des Augenarztes nach der Operation halten und alle Nachsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Nach dem Augenlasern muss nie wieder eine Brille getragen werden

Das kann man so leider nicht sagen. Durch eine Augenlaserbehandlung korrigiert der Augenarzt den Sehfehler an der Hornhautoberfläche. Diese Korrektur besteht auch in den Jahren nach dem operativen Eingriff weitgehend unverändert, es sei denn, die Hornhautstruktur oder die Länge des Augapfels verändern sich. Eine später beginnende Alterssichtigkeit bleibt von einer Augenlaserbehandlung allerdings unberührt. Diese Sehschwäche ist die natürliche Folge eines mit den Jahren einsetzenden Elastizitätsverlustes der Augenlinse. Meist beginnt die Alterssichtigkeit ab dem 45. Lebensjahr und muss mit einer Brille für den Nahbereich ausgeglichen werden.

Eine Augenlaserbehandlung kostet viel Geld

Fest steht: Eine Augenlaserbehandlung ist keinesfalls billig. Je nach Verfahren liegen die Kosten zwischen ca. 900 € bis 2.500 € je Auge. Vergleicht man aber die Kosten einer Operation mit den Kosten für häufige Brillenwechsel oder kostspielige Kontaktlinsen, dann haben sich die einmaligen Investitionskosten bereits nach wenigen Jahren rentiert. Inzwischen bieten viele Ärzte und Kliniken auch flexible Finanzierungsmodelle an, sodass sich die meisten Personen einen Eingriff erlauben können.

Weitere Informationen über das Augen lasern erhalten Sie auf aumedo

Wenn Sie mehr über die unterschiedlichen Augenlaser-Verfahren, die Voraussetzungen und Vor- und Nachteile wissen möchten, nutzen Sie unseren umfangreichen Beitrag zum Thema Augen lasern.

Von |2019-02-25T09:45:48+02:0025. Februar 2019|
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