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Zurückklappen des Flaps bei der Lasik

Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die zuvor lange auf Brillen oder Kontaktlinsen angewiesen waren, sind dank moderner Lasertechnik unabhängig von Sehhilfen aller Art geworden. Die seit mehreren Jahrzehnten erprobte und stetig weiterentwickelte Technik, mit der ein Augenarzt die Fehler des Auges korrigieren kann, trägt den Namen Lasik. Jeder Optiker und jeder Augenarzt kann von vielfältigen Erfahrungen mit der Technik berichten. Da die Erfolgsquoten außerordentlich hoch sind, handelt es sich in den meisten Fällen um Erfolgsgeschichten.

Die Laser-OP birgt Risiken

Natürlich gehört es für den Augenarzt und den Optiker aber auch zum vertrauensvollen Umgang mit seinen Kunden und Patienten, dass mögliche Risiken nicht verschwiegen werden. Die Gefahr von Komplikationen besteht grundsätzlich bei jeder Art von operativem Eingriff. Zur Wahrheit gehört außerdem, dass eine Lasik-Operation nicht für jeden Fehlsichtigen in Betracht kommt. Der Augenarzt muss das Auge zunächst gründlich untersuchen, um das Risiko korrekt einschätzen zu können. Auch der Optiker kann einen Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten, insbesondere wenn er regelmäßige Sehschärfenmessungen vorgenommen hat. Eine der Voraussetzungen, die für eine Durchführung der Lasik-Operation erfüllt sein müssen, ist nämlich eine im Wesentlichen unveränderte Sehschärfe zumindest in den vergangenen zwölf Monaten.

Ein feiner Schnitt in die Hornhaut

Wenn der Augenarzt und der Optiker keine Argumente gegen den Eingriff vorbringen, dann kann der Laser zum Einsatz kommen. Die Operation erfolgt ambulant und nimmt nur wenige Minuten pro Auge in Anspruch. Zur Vorbereitung muss die Hornhaut betäubt werden. Dies geschieht in der Regel durch spezielle Augentropfen. Anschließend wird eine dünne Lamelle in die Hornhaut geschnitten, die der Augenarzt und der Optiker als Flap bezeichnen. Der Schnitt wird entweder vom Chirurgen oder computergesteuert ausgeführt. Betroffen ist stets nur die oberste Hornhautschicht. Das Gewebe darunter ist das eigentliche Ziel der Laserbehandlung. Auf Basis der Voruntersuchungen beim Augenarzt hat der Chirurg exakt berechnet, in welchem Umfang das Hornhautgewebe per Laser abgetragen werden muss, um eine korrekte Brechung des einfallenden Lichts zu erreichen. Genau diesen Abtrag nimmt der Kaltlichtlaser nun vor. Das ist dank der Betäubung für den Patienten vollkommen schmerzfrei. Moderne Laser verfügen übrigens ein System zur Blickverfolgung. Wenn sich das Auge während des Eingriffs bewegt, korrigiert dieses System automatisch den Laserstrahl. So ist sichergestellt, dass tatsächlich nur an der richtigen Stelle und in der korrekten Stärke Hornhaut abgetragen wird.

Deutlich besseres Sehvermögen schon nach wenigen Stunden

Nachdem der Laserstrahl seine Arbeit getan hat, kann der operierende Augenarzt den Flap wieder zurückklappen. Der Chirurg streicht die Lamelle behutsam glatt, so dass sie sich von neu anschmiegen und die Öffnung sofort verschließen kann. Damit ist die Operation beendet. Das Auge muss nicht verbunden werden, auch ein Pflaster ist nicht erforderlich. Das Sehvermögen verbessert sich bereits wenige Stunden nach dem Ende des Eingriffs. Zunächst wird die Umgebung noch etwas verschwommen wahrgenommen, das ändert sich jedoch schnell. Der behandelnde Augenarzt und ein gut informierter Optiker wissen, dass es in den ersten ein bis zwei Tagen zu einem leichten Brennen und zu vermehrtem Tränen des Auges kommen kann. Das sind jedoch ganz normale Begleiterscheinungen der Laser-OP, die in der Regel von selbst verschwinden. Nach dem Eingriff sollten Sie sich ein bis zwei Tage Ruhe gönnen. Schon am dritten Tag spricht aber nichts mehr dagegen, wieder zur Arbeit zu gehen und vor dem Computer Platz zu nehmen. Wenn Sie Fragen haben oder in einzelnen Punkten noch unsicher sind, fragen Sie am besten Ihren Augenarzt oder Optiker.