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Wer ist für Lasik geeignet?

Immer mehr Menschen lassen ihre Fehlsichtigkeit mit einem Lasereingriff korrigieren. Die verschiedenen, teilweise bereits seit über 20 Jahren eingesetzten Methoden gelten heute als erprobt und sicher. Für entsprechend spezialisierte Kliniken ist die LASIK längst ein Routineeingriff.

Grundvoraussetzungen bei LASIK-Eingriffen

Wenngleich LASIK, Femtolasik, LASEK & Co. vielen Menschen zu einem brillenfreien Leben verhelfen können, kommen nicht alle Fehlsichtigen als Patienten in Frage. Zunächst einmal ist wesentlich, dass die zu korrigierende Fehlsichtigkeit stabil ist, d.h. sich nicht fortwährend verschlechtert. Der Patient muss zudem volljährig und idealerweise jünger als 50 Jahre sein. Ab dem 45. Lebensjahr könnte mit zunehmender Altersweitsichtigkeit womöglich eine anderweitige Behandlung notwendig werden.

 Voraussetzungen bei Kurzsichtigkeit

Ob Sie für eine Lasik geeignet sind, entscheidet im nächsten Schritt die individuelle Indikation: Im Falle einer Kurzsichtigkeit ist der Eingriff bis zu einer Stärke von maximal – 8 Dpt. erfolgsversprechend. Auch darüber hinaus können Eingriffe theoretisch durchgeführt werden. Da in solchen Fällen jedoch die Gefahr einer (geringfügigen) Verschlechterung der Sicht bei Nacht und Dämmerung besteht, nehmen viele Ärzte davon Abstand.

Voraussetzungen bei Weit- oder Stabsichtigkeit

Liegt dagegen eine Weit- bzw. Stabsichtigkeit vor, operieren LASIK-Experten bis zu einer Stärke von + 4 Dpt. bei weitsichtigen und 5 Dpt. bei stabsichtigen Menschen. Patienten, die an Erkrankungen der Horn- und/oder Netzhaut leiden, sind für eine LASIK nicht geeignet. Auch im Falle bestimmter chronischer Krankheiten (z.B. Rheumatismus) sowie regelmäßiger Einnahme bestimmter Medikamente könnte eine Kontraindikation vorliegen. Im Hinblick darauf sollten LASIK-Patienten beim initialen Beratungsgesprächen transparent Auskunft über ihre vollständige Krankheitsgeschichte geben.

Ausschlusskriterien für eine LASIK-Operation

Für eine LASIK-Operation muss der Patient über eine ausreichend dicke Hornhaut des Auges verfügen. Stellt der Augenarzt eine zu dünne Hornhaut fest, gilt dies als Kontraindikation und der Eingriff kann nicht vorgenommen werden. Als Grenzwert gilt eine verbleibende Restdicke von mindestens 250 µm nach der Behandlung.

Des Weiteren kann eine LASIK nicht durchgeführt werden, wenn chronisch progressive Hornhauterkrankungen wie z.B. ein Keratokonus festgestellt werden. Eine Behandlung würden in diesem Fall die Hornhaut bei einem Eingriff weiter schwächen wird und das Krankheitsbild verschlechtern. Weist die Refraktion des Patienten Fluktuationen in relativ kurzen Zeitabständen auf, wird ebenfalls keine LASIK-Behandlung durchgeführt. Weitere Kontraindikationen sind symptomatische Krankheiten wie die Katarakt oder ein Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen. Allgemeine Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten, Kollagenosen und Wundheilungsstörungen sind ebenfalls Ausschlusskriterien.

Sollten Sie nicht für eine LASIK in Frage kommen, könnten je nach Indikation andere Methoden weiterhelfen: So kann bei der Behandlung besonders hoher Fehlsichtigkeiten beispielsweise eine implantierbare Kontaktlinse Abhilfe schaffen. Nähere Auskünfte erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt.

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Von |2018-08-13T14:55:25+00:0023. August 2017|
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