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Warme Kompresse zur Augenlid-Hygiene

An den Rändern der Augenlider kann es relativ leicht zu Entzündungen kommen. Werden sie nicht behandelt, drohen Folgeschäden. Um die Ansammlung von Bakterien zu vermeiden, ist eine gute Augenlid-Hygiene von großer Bedeutung. Schon eine heiße Kompresse am Tag bietet den Augen hervorragenden Schutz. Die Anwendung dauert lediglich zehn Minuten und kann leicht zu Hause durchgeführt werden.

Vorbeugung Augenlidentzündung

Der Augenarzt kennt verschiedene Lidrandentzündungen, die häufiger Grund für den Besuch in seiner Praxis sind. Auch mancher Optiker hat seine Kunden bereits auf mögliche Entzündungen am Rand des Augenlids hingewiesen und ihnen dann einen Besuch beim Augenarzt empfohlen. Zumeist lassen sich die Probleme leicht in den Griff bekommen. Wer jedoch nicht zum Augenarzt geht und sich nur unzureichend um die Augenlid-Hygiene kümmert, der riskiert eine chronische Entzündung. Sie ist unangenehm und kann negative Auswirkungen auf die Qualität des Sehens haben. Die Entzündungen und Verkrustungen gelten als eine der häufigsten Ursachen für trockene Augen. Durch die Entzündung verstopfen nämlich die Meibomdrüsen, die eigentlich den Fettanteil im Tränenfilm produzieren sollen. Können sie das nicht in ausreichendem Maß, wird das Auge nicht feucht genug gehalten. Viele Betroffene gehen dann wegen Problemen mit ihren Kontaktlinsen zum Augenarzt. Für schmerzfreies und komfortables Tragen der Linsen ist ein intakter Tränenfilm erforderlich. Hat der Augenarzt die Entzündung erfolgreich behandelt, kann der Patient selbst einiges zur Vorbeugung tun, damit sich die Bakterien nicht erneut festsetzen können. Sowohl der Augenarzt als auch der Optiker können hilfreiche Tipps geben. Das Mittel der Wahl ist in vielen Fällen eine warme Kompresse, die mit sehr geringem Aufwand hervorragende Ergebnisse liefert.

Anwendung – Fünf bis zehn Minuten pro Tag

Zur Herstellung der Kompresse erhitzen Sie ein wenig Wasser auf 39 bis 45 Grad Celsius. Füllen Sie es in eine Warmhaltekanne und tauchen Sie ein Tuch oder nicht-fuselnde Wattepads ins Wasser. Diese legen Sie nun auf Ihre geschlossenen Augen und drücken sie sanft auf die Lider. Sinnvoll ist eine jeweils fünfminütige Anwendung am Morgen und am Abend. Alternativ können Sie sich aber auch auf eine Sitzung pro Tag mit zehn Minuten Dauer beschränken. Je heißer das Wasser ist, desto besser kann sich das Fett in den Drüsen lösen. Es hat sich dort verhärtet und wird nun durch die Wärmeeinwirkung in flüssigen Zustand gebracht. Heißer als 45 Grad Celsius sollten die Kompressen jedoch nicht sein.

Wattepads nur einmal benutzen

Aus hygienischen Gründen raten der Augenarzt und der Optiker oftmals zum Einsatz von Wattepads, die nach der Anwendung weggeworfen werden. Feuchte Tücher oder Handtücher sind zwar auch geeignet, in ihnen können sich allerdings Bakterien ansammeln. Besonders wichtig: Tücher, Pads und Co. dürfen niemals gemeinsam mit anderen benutzt werden. Andernfalls droht eine Übertragung der Bakterien von einem Anwender zum anderen. Der umgehende Besuch beim Augenarzt würde dann unausweichlich. Wer sich bei der täglichen Augenlid-Hygiene mehr Komfort wünscht, der kann auch spezielle Gelmasken oder Wärmebrillen beim Optiker erwerben. Diese Lösungen sind besonders leicht in der Anwendung. Ähnlich wie eine Schlafmaske bieten sie guten Halt. Sie können jedoch – wie auch alle mehrfach verwendeten Tücher – zu einem hygienischen Problem werden. Wer sich für eine Maske vom Optiker entscheidet, muss diese also unbedingt regelmäßig reinigen. Und auch hier gilt: Niemals mit mehreren Personen eine Gelmaske oder Wärmebrille teilen.