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Trockene Makuladegeneration

Diagnostiziert der Augenarzt eine Trockene Makuladegeneration (trockene AMD) dann handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Macula lutea (gelber Fleck) der Netzhaut. Dabei bildet sich ein Teil der Netzhaut des betroffenen Auges zurück und kann absterben. Das führt zu einem schrittweisen Verlust der Fähigkeit zum scharfen Sehen in der Mitte des Gesichtsfelds. Das Problem: Zellen, die einmal verloren gegangen sind, lassen sich weder reparieren noch ersetzen. Es ist also von großer Bedeutung, dass die Erkrankung möglichst frühzeitig entdeckt wird. Dazu ist es hilfreich, das Sehvermögen regelmäßig beim Augenarzt oder Optiker überprüfen zu lassen, besonders wichtig sind diese Kontrollen für Menschen ab 60, weil mit dem Alter das Risiko für eine Makuladegeneration deutlich steigt. Daher ist vielfach auch von der altersabhängigen Makuladegeneration die Rede.

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Trockene Makuladegeneration – Weit verbreitete Form Erkrankung

In mehr als 80 Prozent der Fälle handelt es sich um die so genannte trockene Makuladegeneration. Gegen diese gibt es, anders als dies bei der feuchten Variante der Fall ist, bislang noch keine wirkungsvolle Therapie. In jüngster Zeit berichten Forscher aber über wesentliche Fortschritte, die Möglichkeiten zur effektiven Behandlung wahrscheinlicher werden lassen. Im Gespräch mit Ihrem Augenarzt oder Optiker können Sie sich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Die beste Therapie ist ein gesunder Lebenswandel

Das Ziel der Forscher, die sich mit möglichen Therapien gegen die Makuladegeneration beschäftigen, besteht darin, ein weiteres Absterben der Sehzellen zu verhindern. Wirkungsvoller als jedes mögliche Arzneimittel ist aber eine Reduzierung der Risikofaktoren, damit es gar nicht erst zu einer Erkrankung kommt. Optiker und Augenärzte arbeiten deshalb intensiv an der Aufklärung und geben konkrete Tipps, mit denen sich das Risiko einer Makuladegeneration deutlich reduzieren lässt. Der Schlüssel ist ein gesunder Lebenswandel mit ausreichend Bewegung, gesunder Ernährung und ohne Zigaretten. Ein ausgewogener Speiseplan und sportliche Aktivität führen fast zwangsläufig dazu, dass mögliches Übergewicht sich reduziert, der Cholesterinspiegel gesenkt wird und auch der Blutdruck sinkt. Auf diese Weise lassen sich die wichtigsten Faktoren, die eine Makuladegeneration begünstigen können, ausschalten. Zur Vorbeugung ist außerdem die Gabe von verschiedenen Vitaminen und Spurenelementen in relativ hoher Konzentration möglich. Ob das sinnvoll ist, sollten Sie im Einzelfall mit Ihrem Optiker und insbesondere Ihrem Augenarzt besprechen.

Rechtzeitig zum Augenarzt gehen

Wichtig ist außerdem, dass Sie die Symptome einer Makuladegeneration kennen. Stellen Sie die entsprechenden Veränderungen bei sich fest, können Sie schnell reagieren und umgehend einen Termin beim Augenarzt vereinbaren. Auch wenn dieser die trockene Degeneration der Netzhaut noch nicht wirksam behandeln kann, so ist eine intensive Untersuchung Ihres Auges doch sehr wichtig. Denn in etwa jedem fünften Fall entwickelt sich die trockene zur feuchten Makuladegeneration weiter. Diese kann noch deutlich schwerere Schäden hervorrufen. Wenn Sie wiederholt Schwierigkeiten haben, im Zentrum des Blickfeldes scharf zu sehen, sollten Sie das Ihrem Augenarzt oder Optiker mitteilen. Vielen Patienten mit Makuladegeneration fällt insbesondere das Lesen schwer. Die Buchstaben verschwimmen vor ihren Augen, außerdem werden die Kontraste scheinbar schwächer. Die Probleme treten typischerweise in der Mitte des Gesichtsfeldes auf, während das Sehvermögen in den Randbereichen nicht eingeschränkt ist. Ein weiteres eindeutiges Alarmsignal sind Probleme beim Erkennen von Bekannten auf der Straße. Sie können die Gesichter nicht mehr identifizieren. Das führt bei Freunden und Verwandten oftmals zu Unverständnis und Befremden, weil die Folgen der Augenerkrankung mit Unhöflichkeit verwechselt werden.