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Tränensäcke

Die Bezeichnung „Tränensäcke“ bezeichnet umgangssprachlich eine kurzfristige oder dauerhafte Flüssigkeitsansammlung (Lidödem) unterhalb der Augenlider. Diese hat meistens jedoch nichts mit den eigentlichen Tränensäcken des menschlichen Auges zu tun. Zumeist handelt es sich dabei um eine natürliche Alterserscheinung, die durch die sehr dünne Haut und den Elastizitätsverlust des Bindegewebes unterhalb des Auges entstehen kann. Normalerweise sind diese Schwellung völlig harmlos und nur eine kosmetische Auffälligkeit. Dennoch sollte immer eine Konsultation mit einem Facharzt stattfinden, um organische Erkrankungen auszuschließen.

Ursachen für Tränensäcke

Als Ursachen von Tränensäcken gelten der dauerhafte Elastizitätsverlust des Bindegewebes, die Erschlaffung der Haut und darunterliegender Strukturen, wie Muskeln oder Fettgewebe. Es handelt sich also meist um einen natürlichen degenerativen Prozess des menschlichen Körpers. Oft treten die verschiedenen Ursachen auch in Kombination auf und können ja nach Tageszeit schwanken. So können sich morgendliche Tränensäcke über den Tag zurückbilden. Genetisch bedingt (Vererbung) kann eine Liderschlaffung und die Entstehung von Tränensäcken schon sehr früh bei Betroffenen auftreten. Oft vererbt sich die Anlage zur Ausbildung solcher Tränensäcke über Generationen und hat schon Eltern oder Großeltern betroffen. Außerdem gelten Prozesse, die die Bindehaut schädigen (vermehrte Sonneneinstrahlung, wiederkehrende Lidschwellungen), als negative Faktoren für die Entwicklung von Tränensäcken.

Sollten die Tränensäcke immer wieder auftreten und auf keinerlei kosmetische Behandlung ansprechen, können diese gegebenenfalls auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. In Rahmen von Allergien, Herz-, Leber- oder Nierenleiden kann es zu der krankhaften Ausbildung von Tränensäcken kommen.

Behandlung

Für die Therapie gegen Tränensäcke stehen sowohl vorbeugende Maßnahmen, Hausmittel, kosmetische Produkte als auch operative Verfahren zur Verfügung.

Vorbeugende Maßnahmen

Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil. Lidschwellende Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, dauerhaft zu wenig Schlaf oder zu salzhaltige Lebensmittel sollten daher gemieden werden. Als Hausmittel zeigen kühlende Gurkenscheiben, Quarkmasken oder abkühlte Grün- bzw. Schwarzteebeutel eine gute Wirkung. Im Rahmen von kosmetischen Behandlung können harnstoffhaltige Salben oder Massagen (Lymphdrainage) der Augenlider Abhilfe gegen Tränensäcke schaffen.

Chirugischer Eingriff

Sollten alle Maßnahmen nicht den erwünschten Erfolg bringen und wirkungslos bleiben, bleibt als letzte Möglichkeit nur ein chirurgischer Eingriff. Dabei wird in einer operativen Lidkorrektur unterhalb der Wimpern ein Schnitt durchgeführt, überschüssiges Fettgewebe und Muskelgewebe entfernt und die Haut gestrafft. Durch die Operation wird fast immer eine deutliche Minderung bzw. das beständige Verschwinden der Tränensäcke erreicht.

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Von |2018-08-16T10:49:47+00:0022. Dezember 2017|
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