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Test der Osmolarität des Tränenfilms

Wenn Sie häufiger unter roten und gereizten Augen leiden, wenn Sie oftmals ein Fremdkörpergefühl verspüren und mitunter auch Schmerzen im Auge, dann sollten Sie einen Optiker oder Augenarzt aufsuchen. In vielen Fällen lautet die Diagnose dann „trockenes Auge“. Die Ursachen können sehr vielfältig sein und sollten aus diesem Grund unbedingt vom Augenarzt abgeklärt werden.

Trockene Augen können viele Ursachen haben

Die Bandbreite der möglichen Auslöser reicht von trockener Raumluft über zu langes Arbeiten am Computer bis hin zur verschiedenen Erkrankungen des Auges. Der Augenarzt muss deshalb, nachdem er selbst oder der Optiker Hinweise auf trockene Augen entdeckt haben, zunächst mögliche Krankheiten ausschließen. Sind weder Entzündungen etwa an der Bindehaut, der Hornhaut oder der Lederhaut zu erkennen und deutet auch nichts auf einen grünen Star hin, kann der Mediziner in der Regel den Tränenfilm in Augenschein nehmen. Eine ausreichende Benetzung des Auges mit Tränenflüssigkeit schützt seine Oberfläche und hilft bei der Abwehr von Keimen. Wenn die Menge oder die Zusammensetzung der vom Körper gebildeten Flüssigkeit nicht ausreicht, kann es zu Schädigungen des Auges kommen. Gerötete und trockene Augen sind hier eindeutige Hinweise.

Analyse des Tränenfilms

Ihr Optiker und Ihr Augenarzt können Sie über viele verschiedene Diagnose- und Therapiemöglichkeiten informieren. Vielen Betroffenen kann zum Beispiel mit künstlichen Tränen geholfen werden, die in Form von Tropfen ins Auge gegeben werden. Manchmal hilft es auch, winzige Stöpsel in den Tränenkanal zu setzen, so dass die vorhandene Flüssigkeit nicht abfließen kann. Die Behandlung muss allerdings immer in jedem Einzelfall auf den Patienten abgestimmt werden. Und damit das gelingt, sollten der Augenarzt und der Optiker möglichst genau die Ursachen des trockenen Auges kennen. Ein wichtiges Verfahren, das bei der Suche nach den Gründen hilft, ist der Tränenosmolaritätstest. Die Osmolarität der Tränen kann vom Augenarzt mit einem kleinen Gerät gemessen werden. Der Mediziner entnimmt an der Kante des Augenlids eine winzige Menge des Tränenfilms. Hier genügen bereits einige Nanoliter. Bereits nach sehr kurzer Zeit hat das Gerät die Osmolarität ermittelt. Der Augenarzt kann die ermittelten Daten bewerten und Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen ziehen. Oftmals liefert der Test sehr konkrete Ansatzpunkte für eine erfolgversprechende Therapie.

Wiederholte Tests sind sinnvoll

Ein trockenes Auge entwickelt sich häufig über einen längeren Zeitraum, und die Beschwerden sind nicht an jedem Tag gleich ausgeprägt. Wer mit seinem Optiker und dem behandelnden Arzt über seinen Beschwerden spricht, der erfährt, dass der Tränenosmolaritätstest aus diesem Grund mehrfach durchgeführt werden sollte. Wird die Tränenflüssigkeit lediglich ein einziges Mal analysiert, ergibt sich eine Momentaufnahme mit möglicherweise nur begrenzter Aussagekraft. Wenn Sie hingegen an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten zum Augenarzt gehen, um winzige Mengen der Tränenflüssigkeit entnehmen zu lassen, ergibt sich ein sehr viel deutlicheres Bild. Entsprechend besser kann dann die Therapie geplant werden, die Sie dauerhaft von der Trockenheit Ihrer Augen befreit.

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