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Symptome der Makuladegeneration

Bei einer Makuladegeneration ist eine möglichst frühzeitige Entdeckung der Erkrankung wichtig. Sie sollten daher die Symptome kennen, um mögliche Beeinträchtigungen Ihrer Sehfähigkeit richtig einschätzen zu können. Generell ist es immer sinnvoll, das Gespräch mit dem Augenarzt oder Optiker zu suchen, wenn Sie plötzlich Probleme haben, in bestimmten Bereichen scharf zu sehen oder wenn Ihnen andere Besonderheiten auftauchen. Zudem empfiehlt es sich, etwa ab dem 40. Lebensjahr alle ein bis zwei Jahre zum Optiker oder Augenarzt zu gehen, um die Sehschärfe messen und einige Kontrolluntersuchungen durchführen zu lassen. Bei diesen Gelegenheiten können Sie Ihre Beobachtungen zur Sprache bringen. Es gibt allerdings auch eindeutige Symptome, die als klare Hinweise auf eine mögliche Makuladegeneration gelten und die deshalb einen umgehenden Besuch beim Optiker oder am besten gleich beim Augenarzt erforderlich machen. Typisch für die Makuladegeneration ist der fortschreitende Verlust der Fähigkeit, in der Mitte des Blickfeldes scharf zu sehen. Wenn Sie zum Beispiel eine Zeitung oder ein Buch lesen, dann haben Sie Schwierigkeiten, die Buchstaben zu erkennen. Sie erscheinen unscharf, die Kontraste verschwimmen. Häufig bemühen sich die Betroffenen, am Arbeitsplatz oder zu Hause für mehr Licht zu sorgen. Die gesteigerte Helligkeit kann das Sehen für eine gewisse Zeit erleichtern.

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Wenn die Gesichtserkennung schwierig wird

Ein weiteres eindeutiges Symptom für eine Makuladegeneration ist die Schwierigkeit, beim Gang über die Straße andere Gesichter zu erkennen. Wenn Sie von Freunden und Bekannten wiederholt darauf hingewiesen werden, dass Sie einen Gruß nicht erwidert haben, dann sollten Sie diese Hinweise ernst nehmen. Suchen Sie Ihren Augenarzt oder Optiker auf, um Ihr Sehvermögen testen zu lassen. Im fortgeschrittenen Stadium führt die Makuladegeneration zu einem dunklen Fleck in der Mitte des Blickfelds, und die Fähigkeit zum Sehen beschränkt sich auf die äußeren Randbereiche. Zu diesem Zeitpunkt haben die grundsätzlich nicht reparablen Schäden an den Sehzellen der Netzhaut schon einen beträchtlichen Umfang erreicht.

Hoher Blutdruck und UV-Licht als Risikofaktoren

Die genannten Symptome sind typisch für die trockene Form der Makuladegeneration, die der Augenarzt bei etwa 85 bis 90 Prozent der Betroffenen feststellt. Eine nachhaltig wirksame Therapie ist nicht bekannt. Dennoch kann der weitere Verlauf der Erkrankung durch die Ausschaltung bestimmter Risikofaktoren deutlich verlangsamt werden. Der Augenarzt und der Optiker können Ihnen viele wertvolle Hinweise geben, damit Sie Ihren Lebenswandel entsprechend ändern können. Mehr Bewegung, die Reduzierung des Gewichts und eine gesündere Ernährung sind von großer Bedeutung. Zu hoher Blutdruck, Rauchen und intensive UV-Strahlung sind ebenfalls Faktoren, die eine Makuladegeneration begünstigen. Auch hier können Sie gegensteuern, um das Ausmaß der Schäden an Ihrer Netzhaut in Grenzen zu halten.

Schwellungen deuten auf feuchte Makuladegeneration

Neben der trockenen Makuladegeneration gibt es die noch deutlich gefährlichere feuchte Form dieser Erkrankung. Stellt der Augenarzt diese Diagnose, sind im Bereich der Netzhaut Schwellungen zu erkennen, die oft durch ausgetretenes Blut verursacht werden. Die Schwellungen sind verantwortlich dafür, dass der Patient gerade Linien, sowohl horizontale als auch vertikale, nur noch verzerrt wahrnehmen kann. Stellen Sie dieses Symptom bei sich fest, sollten Sie schnellstmöglich den Augenarzt aufsuchen. In vielen Fällen lässt sich die Schwellung mit Hilfe von Medikamenten reduzieren, mitunter helfen nur eine Lasertherapie oder eine Operation. Die Eingriffe gelten jedoch als relativ risikoreich und kompliziert.