Sehtest

Können Sie Gegenstände und Personen in der Ferne gut erkennen? Bleiben Ihre Augen beim Lesen der Zeitung entspannt? Oder bemerken Sie im einen oder anderen Fall Unschärfen, die Sie früher nicht kannten? Falls Ihnen eine Veränderung Ihrer Sehleistung auffällt, sollten Sie möglichst kurzfristig einen Sehtest machen.

Ermittlung der Sehschärfe beim Optiker oder Augenarzt

Ansprechpartner für die Messung Ihrer Sehschärfe sind Optiker oder Augenärzte. Generell gilt: Beim Optiker stehen in der Regel genauso leistungsfähige Messgeräte zur Verfügung wie beim Arzt. Die Qualität des Sehtests ist daher in beiden Fällen praktisch gleich. Wenn Sie jedoch schon längere Zeit keine augenärztliche Untersuchung mehr hatten oder wenn Ihre Sehleistung sehr schnell nachlässt, dann sollten Sie sich an einen Mediziner wenden. Grundsätzlich ist ein Check der Augen im Jahresrhythmus sinnvoll. Auch Ihrem Optiker fallen gravierende Veränderungen im und am Auge sicherlich auf. Doch es ist bekannt, dass sich eine Reihe von Augenerkrankungen schleichend entwickelt und über einen längeren Zeitraum hinweg praktisch keine Symptome zeigt. Bei der genauen Untersuchung des Augenhintergrundes oder bei der Messung des Augeninnendrucks kann der Arzt aber frühzeitig erste Hinweise entdecken. Je eher eine Therapie beginnt, desto größer sind bei vielen Augenkrankheiten die Heilungschancen. Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt sollte deshalb spätestens ab dem 40. Lebensjahr zum Pflichtprogramm gehören.

Einmal im Jahr zum Sehtest

Ergänzend zur prophylaktischen Untersuchung beim Augenarzt sollten Sie alle zwölf Monate einen Sehtest absolvieren. Wenn Sie bereits eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, dann nutzen Sie diese Sehhilfen auch während des Sehtests. Wenn der Optiker die Messungen vornimmt, kann er überprüfen, wie gut Ihre Brille oder Ihre Kontaktlinsen die Brechungsfehler Ihres Auges korrigieren. Eine Fehlsichtigkeit ist nicht immer statisch, sondern sie kann sich mit den Jahren verändern. Deshalb ist eine einmal angepasste Brille nach einiger Zeit möglicherweise nicht mehr die optimale Lösung. Dasselbe gilt für Kontaktlinsen. Wenn sich der Korrekturbedarf vergrößert, während die Korrektionswerte Ihrer Sehhilfe logischerweise unverändert bleiben, verschlechtert sich unter dem Strich Ihre Sehleistung. Ein Sehtest bringt entsprechende Schwächen ans Licht und liefert dem Optiker die notwendigen Daten für die Anfertigung einer neuen Lesebrille oder für die Anpassung von stärkeren Kontaktlinsen.

Voraussetzung für den Führerschein

Ein Sehtest gehört auch zu den zwingenden Voraussetzungen für den Erwerb eines Führerscheins. Selbst wenn Sie die theoretische und die praktische Prüfung bereits erfolgreich absolviert haben, erhalten Sie Ihren Führerschein erst nach der Vorlage eines aktuellen Sehtests bei der zuständigen Behörde. Dieser Test, dessen Bestandteile gesetzlich geregelt sind, kann beim Augenarzt oder beim Optiker durchgeführt werden. Das Ziel besteht darin, Ihre körperliche Tauglichkeit für die Teilnahme am Straßenverkehr zu bestätigen. Wenn Sie bislang keine Brille getragen haben, beim Sehtest aber „durchfallen“, müssen Sie sich zunächst eine Sehhilfe vom Optiker anfertigen lassen, ehe Sie hinterm Steuer Platz nehmen dürfen. Ihre Verpflichtung, ein Auto nur mit Brille oder Kontaktlinsen zu führen, wird im Führerschein vermerkt.