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Rolle des Lasers bei der LASIK

Selbst sehr ausgeprägte Fehlsichtigkeiten kann Ihr Optiker durch geeignete Sehhilfen ausgleichen. Nachdem der Augenarzt das Auge untersucht und vermessen hat, übermittelt er dem Optiker die Korrekturwerte für die Brille oder die Kontaktlinsen. Der Optiker schleift die Brillengläser entsprechend oder passt die Kontaktlinsen an – und der Fehlsichtige kann wieder scharf sehen. Wenn es nur um schwach ausgeprägte Weitsichtigkeit oder Kurzsichtigkeit geht, ist die Korrektur mit Brille und Linsen kein Problem. Bei sehr hohen Dipotriewerten können allerdings durchaus verschiedene Schwierigkeiten auftauchen, insbesondere im Zusammenhang mit Brillen.

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Wann die Laser-OP besser als eine Brille ist

Selbst wenn der Optiker sehr gute Gläser verwendet und sich um einen perfekten Schliff bemüht, können Brillen mit hohen Dipotrienwerten häufig nicht überzeugen. Die Gläser sind dick und haben dadurch optische Nachteile. Zudem ist wegen ihres erhöhten Gewichts der Tragekomfort der Brille eingeschränkt. Als Alternative kann der Optiker Kontaktlinsen anbieten, mit denen aber nicht jeder Mensch zurechtkommt. Womöglich stellt der Augenarzt bei einer Untersuchung fest, dass beim Einsatz von Linsen schon nach kurzer Zeit Unverträglichkeit droht. Eine wachsende Zahl von Menschen wünscht sich zudem, von externen Sehhilfen unabhängig zu werden. Wer mit diesem Wunsch an seinen Optiker oder Augenarzt herantritt, der erhält einen Hinweis auf die Möglichkeiten der Lasertechnik. Für neun von zehn Fehlsichtigen gilt die LASIK als das am besten geeignete Verfahren.

Korrektur des Sehfehlers per Excimer-Laser

Mit Hilfe dieser sehr weit verbreiteten Technik kann der Augenarzt Kurzsichtigkeit bis etwa minus zehn Dioptrien, Weitsichtigkeiten bis plus drei Dioptrien sowie Hornhautverkrümmung bis maximal drei Dioptrien ausgleichen. Der Eingriff ist nach wenigen Minuten unter lokaler Betäubung beendet und bringt sehr schnelle Resultate. Die meisten Patienten berichten ihrem Augenarzt und ihrem Optiker von nur sehr geringen oder gar keinen Schmerzen nach der Anwendung. Schon nach wenigen Stunden ist eine gute Sehkraft erreicht, die Wunde heilt in den meisten Fällen ohne Komplikationen. Die zentrale Rolle bei der Korrektur des Sehfehlers spielt ein so genannter Excimer-Laser. Er trägt nach einem zuvor genau festgelegten Plan an den vorgesehen Stellen Teile der Hornhaut ab, um die Brechkraft des Auges zu optimieren. Jeder einzelne Laserpunkt lässt sich mit höchster Präzision steuern. Dem Risiko von Abtragungen an der falschen Stelle wir mit einem sehr leistungsfähigen System entgegengewirkt. Fehler könnten theoretisch durch Bewegungen des Auges während der OP zustande kommen. Moderne Laser verfügen deshalb über Systeme zur Kontrolle der Augenbewegungen. Diese werden im Bereich von Millisekunden erkannt und ausgeglichen. Der Laser trifft das Auge daher immer an der richtigen Stelle.

Schonende Verfahren für eine schnelle Wundheilung

Bei der LASIK hat der Laser also die wichtigste Aufgabe: Er muss das Auge in die Lage versetzen, nach dem Eingriff eigenständig und ohne Sehhilfen scharfe Bilder zu produzieren. Damit der Laserstrahl den richtigen Bereich der Hornhaut bearbeiten kann, muss normalerweise in die Oberfläche eine Lamelle geschnitten werden. Der dabei entstehende Flap wird für die Dauer der Laserbehandlung zurückgeklappt und anschließend wieder an seine Ausgangsposition gebracht. Bei der so genannten Femto-LASIK, einer Weiterentwicklung des klassischen LASIK-Verfahrens, ist dieser Schnitt jedoch nicht mehr erforderlich. Hier nutzt der Augenarzt anstelle eines Messers einen weiteren Laser, um die Hornhaut für die nachfolgende Korrektur zu präparieren. Die Schnitte, die mit dem Femtosekundenlaser ausgeführt werden, sind deutlich präziser und kleiner als solche, bei denen ein Messer zum Einsatz kommt. Die Wundheilung verläuft daher in der Regel noch schneller, das Verfahren insgesamt gilt unter Augenärzten und Optikern als noch schonender.