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Risikofaktoren des trockenen Auges

Für trockene Augen kennen Ihr Augenarzt und Ihr Optiker eine Reihe von möglichen Auslösern. Wer sich über die denkbaren Ursachen frühzeitig informiert, kann die Risikofaktoren gezielt ausschalten. Denn das beste Mittel gegen trockene Augen ist die Vorbeugung. Wenn Sie rote und trockene Augen haben, dann stellen Augenarzt und Optiker in vielen Fällen Probleme im Zusammenhang mit der Tränenflüssigkeit fest. Sie sprechen von Benetzungsstörungen. Sie verhindern, dass die Oberfläche des Auges in ausreichendem Maße feucht gehalten wird. Ein intakter Tränenfilm ist aber für gutes Sehen und für die Gesunderhaltung des Auges von großer Bedeutung. Betroffenen sollten sich daher gemeinsam mit ihrem Optiker und ihrem Augenarzt die Risikofaktoren anschauen und überprüfen, welche dieser Faktoren jeweils zutreffend sind. Im zweiten Schritt geht es dann darum, die oft einseitigen Belastungen des Auges zu reduzieren.

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Lange Bildschirmarbeit belastet das Auge

In sehr vielen Fällen lässt sich lange und häufige Arbeit am Computer als eine Ursache für trockene Augen ausmachen. Wer tägliche stundenlang am Bildschirm sitzt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko. Zum einen neigt man bei der Arbeit am Rechner dazu, auf den Monitor zu starren und nur noch sehr wenig zu blinzeln. Zum anderen ist die Luft in geschlossenen Räumen oftmals zu trocken, insbesondere wenn im Herbst und im Winter die geheizt wird. Es kommen also gleich mehrere Risikofaktoren zusammen. Ein Problem kann außerdem das Tragen von Kontaktlinsen sein. Die unauffälligen kleinen Sehhilfen, die es beim Optiker zu kaufen gibt, sind für viele Menschen eine gute Alternative zur Brille. Schließlich korrigieren sie auch eine starke Fehlsichtigkeit auf eine dezente und elegante Weise. Für vergleichbare Sehleistungen müsste der Optiker bei hohen Dioptrienwerten relativ dicke Gläser anfertigen. Das kommt für viele Betroffene aus ästhetischen Gründen nicht infrage. Sie entscheiden sich deshalb für Kontaktlinsen. Der Entschluss, fortan Linsen zu tragen, sollte jedoch niemals eigenmächtig getroffen werden. Der Schritt sollte immer mit dem Optiker und dem Augenarzt besprochen werden. Der Arzt untersucht das Auge und überprüft, ob es Argumente gegen den Einsatz der Linsen gibt. Wer zum Beispiel ohnehin zu trockenen Augen neigt, der erhöht das Risiko durch Kontaktlinsen weiter.

Praktische Tipps zur Entlastung

Mit den genannten Risikofaktoren lässt sich gut umgehen. Praktische Tipps dazu bekommen Sie von Ihrem Augenarzt oder Optiker. So ist es zum Beispiel sinnvoll, bei der Bildschirmarbeit häufigere Pausen einzulegen und sich regelmäßiges Blinzeln anzugewöhnen. Zudem kann durch häufigeres Lüften der Trockenheit der Raumluft vorgebeugt werden. Auch den Umfang des Einsatzes von Kontaktlinsen kann jeder selbst bestimmen.

Mögliche Erkrankungen ausschließen lassen

Darüber hinaus gibt es aber weitere Aspekte des trockenen Auges, die mit möglichen Erkrankungen des Auges zu tun haben. Trockenheit und Rötung sind dann nicht das eigentliche Problem, sondern nur Symptome eines tieferliegenden Problems. Deshalb sollten Sie niemals versuchen, trockene Augen auf eigene Faust in den Griff zu bekommen, indem Sie etwa Augentropfen einsetzen. Eine künstliche Tränenflüssigkeit kann zwar sinnvoll sein, darf aber immer erst nach einer Untersuchung beim Augenarzt eingesetzt werden. Wer seinen Optiker nach Möglichkeiten zur Behandlung von trockenen Augen fragt, der wird ebenfalls zunächst an den Augenarzt verwiesen. Nachdem die Augen dort gründlich durchgecheckt wurden, hilft der Optiker dann gerne mit einer großen Auswahl an Produkten, die trockenen Augen entgegenwirken können.