RetinaLyze

Unternehmensbeitrag

RetinaLyze: Vorsorge durch algorithmisch unterstütztes Augenscreening  bei Augenärzten und Optikern

RetinaLyze - Bild-Analyse-ProgrammDiabetes ist eine weit verbreitete Geißel der Neuzeit: Die Verbreitung der gefährlichen Zuckerkrankheit nimmt mit dem steigenden Durchschnittsalter der Gesellschaft weiter zu. Alleine in Deutschland gibt es je nach Schätzung sechs bis sieben Millionen Diabetes-Kranke. Etwa fünf Millionen davon sind eindeutig diagnostiziert und registriert, beim Rest handelt es sich um eine schwankende Dunkelziffer. Bis zum Jahr 2020 gehen Experten von mindestens 300 Millionen Betroffenen weltweit aus. Hinzu kommen noch 200 bis 250 Millionen
nicht-registrierte Erkrankte.

Kurzum: Es handelt sich um eine wesentliche medizinische Herausforderung, die nach immer besseren Früherkennungs- und Behandlungsmethoden verlangt. RetinaLyze stellt sich zusammen mit kooperierenden Augenärzten und Augenoptikern dieser Herausforderung.

Je nach individueller Ausprägung kann Diabetes eine Vielzahl von Begleit- und Folgeerkrankungen hervorrufen, so unter anderen im Bereichen von Nieren, Herz und Nerven. Eine besonders gefürchtete Randerscheinung der Diabetes-Erkrankung ist die so genannte diabetische Retinopathie der Netzhaut, die unbehandelt zur Erblindung des betroffenen Patienten führen kann. In den westlichen Nationen sorgt sie für etwa 15% der Neuerblindnugen bei Erwachsenen und ist damit genauso gefährlich wie Glaukom. Lediglich die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist mit rund 32% noch tückischer. In den USA sowie Europa ist die diabetischen Retinopathie unter dem Strich die häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr.

Auch bei der diabetischen Retinopathie handelt es sich um eine Form der Makuladegeneration. Allgemein gesprochen kommt es dabei zu einer fortwährenden Schädigung der Netzhaut durch kleine Blutgefäße (Mikroangiopathie). Wie so oft gilt: Je früher das Krankheitsbild eindeutig festgemacht werden kann, desto effektiver greift die darauffolgende Therapie. Diese zielt insbesondere auf eine ganzheitliche Therapie der übergeordneten Diabetes melitius-Erkrankung. Erschwert wird sie durch die Tatsache, dass die diabetische Retinopathie einen schleichenden Verlauf nimmt und dementsprechend schwer zu diagnostizieren ist.

Herkömmliche Screenings der Blutgefäßsituation im Auge sind weit verbreitet und eingespielt. Moderne Technologien wie RetinaLyze setzen auf diesen über Jahrzehnte geschärften Erkenntnissen auf, verbessern die Erkennungsgenauigkeit und sorgen in letzter Konsequenz für eine schnellere, genauere und für den Patienten oftmals komfortablere Diagnosesituation. Hinter RetinaLyze steckt ein patentierter Algorithmus, der digitale Aufnahmen der Gefäßverflechtungen im Auge nach bestimmten Mustern durchsucht. Dazu werden die Augen des behandelten Patienten mit einer herkömmlichen Fundus-Kamera untersucht, die das Ergebnis über ein angeschlossenes Digitalsystem als Bilddatei abspeichern kann. Letztere wird über das Internet für eine Analyse an den zentralen RetinaLyze-Server übertragen.

Bei etwa 95 Prozent der Patienten werden keine Beanstandungen festgestellt. In diesem Fall wird das Bild abgespeichert, um bei der nächsten RetinaLyze-Kontrolluntersuchung mit frischen Aufnahmen abgeglichen zu werden. Kommen Unregelmäßigkeiten auf, werden die Bilder zur weiteren Untersuchung an einen Spezialisten weitergeleitet.

Ein solches Screening kann von Augenärzten, dank RetinaLyze aber auch von Optikern durchgeführt werden. Da keine zusätzliche, kostspielige Apparatur benötigt wird,  steht einer weiten Verbreitung der Technologie nichts im Wege. Durch die zentrale Vernetzung eröffnet RetinaLyze weiterhin einen Netzwerkeffekt, von dem alle behandelten Patienten nachhaltig profitieren können: Je mehr Netzhautkonstellation das System „sieht“, desto genauer kann es langfristig Anomalitäten feststellen.

Die in Dänemark entwickelte Lösung fokussiert sich insbesondere auf die Identifikation der diabetischen Retinopathie, kann aber auch zur Früherkennung der altersbedingten Makuladegeneration verwendet werden. Sprechen Sie Ihren Augenarzt oder Augenoptiker an und betreiben Sie eine sinnvolle Vorsorge!