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Retinale Ischämie

Die retinale Ischämie der Netzhaut ist eine Durchblutungsstörung, die häufig durch einen Verschluss der Netzhautvene ausgelöst wird. Patienten bemerken eine Verschlechterung ihrer Sehleistung, in extremen Fällen kann es sogar zum kompletten Sehverlust kommen.
Die Ischämie der Netzhaut muss sofort von einem Augenarzt diagnostiziert und behandelt werden. Je schneller der Patient in die Praxis oder in eine Augenklinik kommt, desto besser. Die Durchblutungsstörungen können verschiedene Ursachen haben, die Folge ist jedoch immer gleich: Die Netzhaut wird nicht mehr mit den lebensnotwendigen Nährstoffen und mit frischem Sauerstoff versorgt. Deshalb kommt es zu den akuten Sehstörungen bei betroffenen Patienten.

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Die Durchblutung muss verbessert werden

Nach einer ersten Untersuchung des Auges muss der Augenarzt im Rahmen der akuten Behandlung vor allem den Blutfluss wieder in Gang bringen. Nur so können irreversible Schäden am Auge und insbesondere an der empfindlichen Netzhaut vermieden werden. Die Bandbreite der Möglichkeiten, die dem Augenarzt zur Verfügung stehen, reicht von der Medikamentengabe bis zu einer manuellen Massage des Auges. Häufig ist die Verdünnung des Blutes sinnvoll, gegebenenfalls durch entsprechende Infusionen. Auch eine rasche Absenkung des Drucks im Inneren des Auges gehört zur Behandlung.

Ödeme beeinträchtigen die Sehkraft dauerhaft

Eine retinale Ischämie der Netzhaut bereitet nicht nur akute Probleme, sondern hat auch langfristige Folgen. Je stärker die Durchblutungsstörung ausgeprägt ist, desto intensiver bemüht sich der Körper, Abhilfe zu schaffen. Da die vorhandenen Blutgefäße die Versorgung der Netzhaut nicht sicherstellen können, werden neue zusätzliche Blutgefäße gebildet. Diese sind jedoch oft instabil, weshalb es zu Blutungen kommt. Das Ödem beeinträchtigt die Netzhaut in ihrer Funktion weiter.

Behandlung und Vorbeugung

Bereits gebildete Makulaödeme bilden sich manchmal von selbst zurück. In den meisten Fällen sind jedoch eine unterstützende Behandlung mit Medikamenten oder eine Laseroperation erforderlich. Zudem muss der Patient unter Umständen seinen Lebensstil ändern, um einer weiteren Ischämie der Netzhaut vorzubeugen. Insbesondere die Verbesserung der Blutfettwerte und eine Reduzierung des Blutdrucks senken das Risiko eines erneuten Venenverschlusses erheblich.