Reinigung

Kontaktlinsen sind eine beliebte Alternative zur Brille und auch über viele Jahre hinweg für das Auge gut verträglich. Das A und O ist allerdings die richtige Pflege der Linsen. Die einzige Kontaktlinsenart, die keinerlei Reinigungsaufwand mit sich bringt, ist die Tageslinse. Der Grund ist einfach: Es handelt sich um Linsen, die nur ein einziges Mal benutzt werden. Am Ende des Tages nimmt man die Einweglinsen aus dem Auge und wirft sie weg. Zum Start in den nächsten Tag kommen dann frische Linsen aus der Verpackung zum Einsatz. Alle anderen Linsen, die Sie beim Optiker erhalten, sind auf den mehrfachen Gebrauch ausgelegt. Monatslinsen zum Beispiel können Sie vier Wochen lang nutzen, Jahreslinsen zwölf Monate. Wenn Sie sich beim Optiker für formstabile Linsen entscheiden, kommen Sie sogar bis zu zwei Jahre mit einem Linsenpaar aus. Ohne eine gründliche und gewissenhafte Reinigung geht es allerdings nicht.

Die Pflege der Linsen als tägliche Pflichtaufgabe

Da sie eine Reihe von Vorteilen bieten und besonders gut verträglich sind, erfreuen sich weiche Kontaktlinsen großer Beliebtheit. Sie sind allerdings im Vergleich zu harten Linsen anfälliger für Verschmutzungen aller Art. Es kommt relativ schnell zur Ansiedlung von Keimen und zu verschiedenen Ablagerungen. Vor allem Fette und Eiweiße bleiben an den Linsen haften, die wiederum einen idealen Nährboden für Mikroorganismen abgeben. Es drohen schmerzhafte Entzündungen des Auges. Um sie zu vermeiden, müssen Bakterien und Ablagerungen täglich so vollständig wie möglich beseitigt werden. Damit Sie an Ihren Kontaktlinsen dauerhaft Freude haben, sollten Sie die Reinigung und Pflege als absolute Pflichtaufgabe verstehen. In Sachen Hygiene darf es keine Kompromisse geben. Wie Sie Ihre Linsen am besten pflegen und welche Produkte Sie dabei verwenden sollten, das können Sie mit Ihrem Optiker besprechen. So ist sichergestellt, dass die gewählten Reinigungsmittel Ihre Linsen nicht angreifen. Es ist nämlich keineswegs jede Pflegelösung für jede Kontaktlinse geeignet. Bevor Sie hier ein unnötiges Risiko eingehen, sollten Sie besser auf den Sachverstand Ihres Optikers vertrauen.

So reinigen Sie Ihre Linsen richtig

Der erste Schritt nach der Entnahme der Linsen ist die vorsichtige Reinigung mit Hilfe der Hände. Zunächst müssen Sie sich die Finger sehr gründlich waschen und mit einem nicht fusselnden Tuch abtrocknen. Dann legen Sie die Linsen behutsam in die geöffnete Hand und geben mit dem kleinen Finger der anderen Hand ein wenig Reinigungslösung auf die Oberfläche. Wenn Sie mit Ihrem Optiker über das Thema sprechen, werden Sie erfahren, dass Sie niemals Leitungswasser verwenden sollten, sondern immer nur die speziell auf Kontaktlinsen abgestimmten Lösungen aus dem Handel. Nach dem Abreiben der Linse spülen Sie diese mit etwas Reinigungslösung ab und geben Sie in den Kontaktlinsenbehälter. Dort füllen Sie ein Desinfektionsmittel ein, das über Nacht alle noch vorhandenen Keime und Bakterien abtötet. Wichtig: Bevor Sie die Linsen am nächsten Tag ins Auge setzen, müssen Sie sie vom Desinfektionsmittel befreien. Auch hierzu dürfen Sie kein Leitungswasser benutzen, sondern ausschließlich sterile Kochsalzlösungen. Die desinfizierende Flüssigkeit sollten Sie entsorgen und nicht ein zweites Mal für die Reinigung der Linsen verwenden.

Einmal pro Woche einen Enzymreiniger verwenden

Für eine optimale Pflege Ihrer Kontaktlinsen können Sie beim Optiker zusätzlich einen sogenannten Enzymreiniger erwerben. Es handelt sich um eine spezielle Lösung, die Eiweiße von den Linsen entfernt. Die Proteine, die sich dort während des Tragens ablagern, können recht hartnäckig sein. Während der normalen Reinigung bleiben oft noch Eiweiß-Rückstände erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, einmal pro Woche den Enzymreiniger zu nutzen.