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Private Krankenversicherung

Gutes Sehen ist unbezahlbar. Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen und vollbringt Tag für Tag wahre Höchstleistungen. In vielen Fällen brauchen die Augen allerdings Unterstützung. Wenn die vorhandene Sehkraft nicht ausreicht, ist ein Besuch beim Augenarzt und beim Optiker sinnvoll. Der Mediziner misst Ihre Sehschärfe, der Optiker fertigt eine Brille mit den entsprechenden Korrektionswerten an oder sucht die passenden Kontaktlinsen für Sie.

Eine gute Brille kann teuer werden

Eine gute Brille kostet schnell eine höhere dreistellige Summe. Zwar können Sie Geld sparen, wenn Sie statt eines teuren Designermodells eine preiswerte Fassung wählen. Doch insbesondere bei höheren Dioptrienwerten sind die Gläser ein Kostenfaktor, den Sie kaum beeinflussen können. In den meisten Fällen sind Kunststoffgläser die richtige Wahl. Sie sind im Vergleich zu Mineralglas zumeist leichter und auch günstiger in der Anschaffung. Bis zu einem Korrektionswert von etwa 2,0 Dioptrien sind Sie mit der Standardlösung gut bedient. Bei stärkerer Fehlsichtigkeit sieht das hingegen anders aus: Um die Dicke der Gläser zu reduzieren, kann beispielsweise die Wahl von höherbrechenden Gläsern sinnvoll sein. Für mehr Tragekomfort und ein attraktiveres Aussehen empfiehlt sich außerdem eine möglichst gute Entspiegelung. Und mit einem Clean Coat erhält Ihre Brille schließlich eine Schutzschicht gegen Schmutz, die einen Lotuseffekt aufweist. Kontaktlinsen sind in der Anschaffung günstiger als eine Brille. Allerdings dürfen Sie die Linsen immer nur über einen gewissen Zeitraum hinweg nutzen und müssen dann Ersatz kaufen. Auch diese Kosten können sich mit der Zeit zu ansehnlichen Summen addieren.

Keine Kostenerstattung durch die gesetzlichen Kassen

Dass der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen heute bei Weitem nicht mehr so umfangreich ist wie früher, ist kein Geheimnis. Im Bereich der Sehhilfen zeigen sich die Folgen besonders deutlich. Die Kassen übernehmen die Kosten für Brillen oder Kontaktlinsen ausschließlich für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Erwachsene erhalten entsprechende Leistungen nur, wenn der Augenarzt eine schwere Sehbehinderung festgestellt hat. Andernfalls müssen Fehlsichtige die Rechnung beim Optiker vollständig aus eigenen Mitteln begleichen. Etwas besser sieht die Situation bei den Privaten Krankenversicherungen aus. Je nach Tarif übernimmt die PKV zumindest einen Teil der Kosten für Brillen und Kontaktlinsen. Tarife mit sehr umfangreichen Leistungen decken sogar bis zu 100 Prozent der Kosten ab.

Private Zusatzversicherungen sind oft sinnvoll

Auch wenn Sie nicht privat versichert sind, muss der Kauf einer neuen Brille für Sie nicht zum finanziellen Abenteuer werden. Sie haben auch als gesetzlich Versicherter die Möglichkeit, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Schon mit relativ geringen monatlichen Beiträgen können Sie sich Zuschüsse bis zu 100 Prozent der Kosten sichern. Es kommt hier allerdings auf das Kleingedruckte an. Zumeist ist die Höhe der Leistungen pro Kalenderjahr gedeckelt. Oder Sie können höchstens alle zwei Jahre Leistungen in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass die Anschaffung einer neuen Brille in der Regel aus augenärztlicher Sicht sinnvoll sein muss. Es genügt also nicht, wenn Sie sich eine neue Fassung wünschen. Geld von der Versicherung gibt es oft nur dann, wenn sich die Korrektionswerte verändert haben, wenn Sie also stärkere Brillengläser brauchen als zuvor.