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Polycarbonatgläser

Die Wahl der richtigen Verglasung trägt wesentlich dazu, dass Sie mit Ihrer Brille dauerhaft zufrieden sind. Wenn Sie eine neue Sehhilfe brauchen, sollten Sie sich ausführlich vom Optiker beraten lassen. Der Fachmann kann Ihnen nicht nur viele verschiedene Fassungen zeigen, sondern Sie auch über die Möglichkeiten der Verglasung ausführlich informieren. Dabei steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, ob Sie sich für mineralisches Glas oder für Kunststoff entscheiden möchten. In den meisten Fällen wählen die Kunden beim Optiker heutzutage Kunststoffgläser. Diese bieten eine Reihe von Vorteilen. Zu den wichtigsten Argumenten zählen die vergleichsweise geringen Kosten und das relativ niedrige Gewicht. Zudem gilt das Verletzungsrisiko von Kunststoffbrillen als geringer.

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Besonders bruchfeste Brillen

Dünne und leichte Gläser erhöhen den Tragekomfort Ihrer Brille. Viele Fehlsichtige haben allerdings Angst, dass Kunststoffgläser leicht brechen könnten. Wenn Sie sich darüber ebenfalls Gedanken machen und das Thema mit Ihrem Optiker besprechen, fragen Sie einmal gezielt nach Polycarbonatgläsern. Diese zeichnen sich durch extreme Härte und deshalb eine sehr hohe Bruchfestigkeit aus. Polycarbonat ist in diesem Punkt sowohl mineralischem Glas als auch anderen Kunststoffen sehr deutlich überlegen. Es ist stoßfest und unempfindlich gegenüber Kratzern. Es ist deshalb kein Zufall, dass Optiker die meisten Sportbrillen mit Gläsern aus Polycarbonat herstellen.

Echtes Hightech-Material

Polycarbonat ist ein echtes Multitalent, das keineswegs nur beim Optiker zum Einsatz kommt. Es hat sich auch in anderen Bereichen bewährt und wird überall dort eingesetzt, wo eine extrem bruchfeste Verglasung erforderlich ist. Beim Hausbau verwendet man das Material beispielsweise für große Fenster und für Wintergärten. CDs, DVDs und viele neue Entwicklungen auf dem Handymarkt wären ohne Polycarbonat ebenfalls nicht denkbar. Ihr Optiker kann Ihnen einige Vorteile des Werkstoffs im Bereich der Brillenherstellung erläutern. Polycarbonatgläser sind nicht nur besonders sicher, da sie praktisch nie brechen. Sie bringen auch einen sehr effektiven Schutz vor UV-Strahlen mit, sind sehr gut verträglich und lassen sich durch spezielle Beschichtungen veredeln. So können sie zum Beispiel hervorragend entspiegelt werden. Durch diese Behandlung lassen sich die unerwünschten Reflexionen stark reduzieren. Es ist deshalb auch kein Zufall, dass sich viele Radsportler, Skifahrer oder Snowboarder beim Optiker Sportbrillen mit Polycarbonatgläsern anfertigen lassen.

Dünne Gläser selbst bei hohen Dioptrienwerten

Zu den zahlreichen praktischen Vorteilen von Brillengläsern aus Polycarbonat kommt ein wesentliches ästhetisches Argument hinzu: Selbst bei hohen Dioptrienwerten kann der Optiker die Gläser aus dem leistungsfähigen Kunststoff sehr dünn schleifen. Dicke Brillengläser wirken wenig attraktiv und vermindern zudem den Tragekomfort. Da Gläser aus Polycarbonat zu sehr hohen Brechungsleistungen in der Lage sind, erfordern sie nur eine geringe Dicke. Gerade für Fehlsichtige, die eine möglichst unauffällige Brille tragen möchten, sind Polycarbonatgläser daher eine sehr gute Wahl. Die geringe Glasdicke erlaubt die Auswahl von Brillengestellen mit einem dünnen Rahmen. Sogar randlose Fassungen sind möglich. Mit einer optimalen Entspiegelung wirken solche Brillen sehr elegant, und zudem überzeugen sie durch ein sehr angenehmes Tragegefühl.