Lexikon»Brillengläser»Plangläser

Plangläser

Wenn Sie einen Sehfehler haben, lassen Sie sich beim Optiker eine Brille anfertigen, deren Gläser entsprechende Korrektionswerte aufweisen. Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit lassen sich auf diese Weise ebenso ausgleichen wie die als Astigmatismus bezeichnete Hornhautverkrümmung oder ein leichtes Schielen. Für eine möglichst unauffällige Korrektur der Fehlsichtigkeit wählen Sie Kontaktlinsen, die für Ihr Gegenüber praktisch unsichtbar sind. Sicher finden Sie beim Optiker aber auch eine Brillenfassung, die Ihnen wirklich gut steht. Bei der Augenglasbestimmung ermittelt der Optiker dann eine Reihe von Werten, die ihm bei der Anpassung der Brillengläser helfen. Es kommt allerdings auch vor, dass dieser Schritt entfallen kann.

Wenn die Brillengläser keine Stärke haben

Normalerweise beginnt für den Optiker die eigentliche Arbeit, wenn der Kunde sich eine Brillenfassung ausgesucht hat. Anhand der Korrektionswerte, die auch im Brillenpass vermerkt sind, fertigt der Optiker perfekt passende Gläser an. Deren Schliff wird exakt auf die Anforderungen jedes einzelnen Kunden angepasst. Dabei spielen nicht nur der Grad der Fehlsichtigkeit und eine mögliche Hornhautverkrümmung eine Rolle. Auch der Abstand der Pupillen zur Mitte der Nase wird berücksichtigt – immer mit dem Ziel, dem Kunden möglichst scharfes und kontrastreiches Sehen zu ermöglichen. In manchen Fällen ist das aber gar nicht nötig: Wenn der Kunde beim Optiker Plangläser in Auftrag gibt, geht das Einschleifen der Gläser ganz ohne Messungen und aufwändige Anpassungen über die Bühne. Der Grund dafür ist simpel: Plangläser weisen keinerlei Korrektionswerte auf. Der Optiker spricht davon, dass sie keine dioptrische Wirkung haben. Das bedeutet: Die Gläser verändern die Richtung des einfallenden Lichtes praktisch nicht, ihre Brechung geht gegen Null.

Die Brille als modisches Accessoire

Warum bestellen Kunden beim Optiker eine Brille, obwohl sie gar keinen Sehfehler haben? Die Antwort ist simpel: Brillen gelten heute als modisches Accessoire und können ein Teil des persönlichen Stils sein. Sie bieten die Möglichkeit, der eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen. Manche Menschen tragen eine schöne Brillenfassung wie eine Kette, einen Ohrring oder ein anderes Schmuckstück. Sie setzen das Gestell nicht deshalb auf, weil sie eine Fehlsichtigkeit ausgleichen müssen – sondern einfach, weil sie sich beim Blick in den Spiegel mit einer Brille auf der Nase gut gefallen. Beim Optiker sind Hunderte verschiedene Fassungen zu haben, die sich in Größe, Stil, Form und Farbe unterscheiden. Die Auswahl ist also riesengroß. Und wer Plangläser in die Fassung einsetzen lässt, der muss sich keine Gedanken darüber machen, ob das gewählte Gestell für seine Glasstärke geeignet ist. Denn die eingesetzten Gläser sind in jedem Fall dünn und flach – „plan“ eben.

Eine Sehhilfe steht für Seriosität

Viele Brillen, die der Optiker mit Plangläsern versieht, sind modisch, bunt und auffällig. Zahlreiche Kunden entscheiden sich für Fassungen in Retro-Optik oder für die Nerd-Brillen, die seit einiger Zeit im Trend liegen. In diesen Fällen geht es zumeist um modische Statements und darum, ein bestimmtes Lebensgefühl auszudrücken. Manchmal verspricht eine Brille aber auch berufliche Vorteile. So steht eine Sehhilfe in vielen Bereichen für Seriosität und Erfahrung. Vor allem junge Berufstätige, die schnell Karriere machen und sich gegen erfahrenere Kollegen durchsetzen müssen, greifen gerne zur Brille mit Plangläsern: Das Gestell lässt sie älter wirken und bringt ihnen auf diese Weise psychologische Vorteile.