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Phototrope Gläser

Die Augen brauchen Schutz vor UV-Strahlung. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel eine Sonnenbrille. Deren Gläser sind getönt, so dass nur ein sehr geringer Teil der Strahlung zum Auge vordringen kann. In vielen Fällen wird sogar ein hundertprozentiger Schutz erreicht. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, sollten Sie Ihre Sonnenbrille immer beim Optiker kaufen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Sie tatsächlich hochwertige Gläser mit einem effektiven UV-Schutz erhalten. Zudem können Sie sich vom Optiker fachkundig beraten lassen und so für jeden Einsatzbereich die richtige Brille finden. Es liegt auf der Hand, dass Sie für einen Städtetrip nach London eine andere Sonnenbrille brauchen als für eine Wanderung im Hochgebirge oder einen Skiurlaub in den Alpen.

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Selbsttönende Gläser für maximalen Komfort

Entscheidenden Einfluss darauf, wie gut oder schlecht eine Sonnenbrille Ihre Augen vor UV-Strahlung schützt, hat der Grad der Tönung. Leichte Tönungen von zum Beispiel 20 oder 30 Prozent erlauben Ihnen zwar gutes Sehen fast ohne Abweichungen bei der Farbwahrnehmung. Allerdings wird auch nur ein Teil der ultravioletten Strahlung abgehalten. Sie erreichen mit entsprechenden Gläsern also lediglich einen teilweisen Schutz Ihrer Augen. Wollen Sie sonnenbedingte Schänden an den Augen vollständig vermeiden, sollten Sie Ihren Optiker nach Gläsern mit etwa 85 Prozent Tönung fragen. Neben den dauerhaft eingefärbten Gläsern gibt es mit den phototropen Gläsern noch eine besonders elegante Alternative. Sie reagieren auf die Intensität der Sonnenstrahlung und verdunkeln sich automatisch. Wenn Sie an einem sonnigen Tag das Haus verlassen, registrieren die Gläser Ihrer Brille die Helligkeit und passen die Tönung entsprechend an. Bis der optimale Tönungsgrad erreicht ist, vergehen allerdings ein paar Minuten. Umgekehrt benötigen die Gläser ebenfalls eine gewissen Zeitspanne für die Anpassung: Wenn Sie also nach Ihrem Aufenthalt im Freien wieder in geschlossene Räume zurückkehren, reduziert sich die Tönung der Gläser nur schrittweise.

Kunststoff oder mineralisches Glas?

Phototrope Gläser können Sie bei Ihrem Optiker in verschiedenen Ausführungen erhalten. Sowohl mineralisches Glas als auch Kunststoffgläser können so veredelt werden, dass sie sich bei UV-Strahlung von selbst tönen. Die Vor- und Nachteile beider Varianten besprechen Sie am besten im Detail mit dem Optiker. Grundsätzlich gilt: Die Tönung fällt bei Kunststoffgläsern in der Regel gleichmäßiger aus. Insbesondere wenn Sie relativ stark fehlsichtig sind und deshalb Brillengläser mit hohen Dioptrienwerten tragen, ergeben sich bei phototropem Mineralglas mitunter leichte Abweichungen.

Nie mehr die Sonnenbrille vergessen

Die Vorteile von phototropen Gläsern liegen auf der Hand: Egal wo Sie sind, Sie haben Ihre Sonnenbrille praktisch immer dabei. Sie müssen nicht Ihre normale Brille gegen ein Modell mit Sonnenschutz austauschen, denn die Gläser passen sich der Umgebung ja automatisch an. Sie laufen also nicht mehr Gefahr, Ihre Sonnenbrille zu vergessen – und Sie müssen kein Brillenetui mitnehmen, um die gerade nicht benutzte Brille sicher zu verwahren. Wenn Sie mit Ihrem Optiker über selbsttönende Gläser sprechen, kommen allerdings auch die Nachteile zur Sprache. So kann die zeitliche Verzögerung störend wirken, wenn Sie nach einem Aufenthalt in der Sonne ins Haus gehen. Dort ist Ihre Sicht durch die zunächst noch getönten Gläser eingeschränkt. Umgekehrt gilt, dass die Schutzwirkung der getönten Gläser in der Sonne erst nach einigen Minuten vollständig greift. Und wenn sehr hohe Temperaturen herrschen, erreichen phototrope Gläser im Vergleich zu dauerhaft getönten Gläsern nur einen geringeren Tönungsgrad.