Pfizer

Unternehmensbeitrag

Logo_PfizerPfizer: US-Pharmagigant mit deutschen Wurzeln

Pfizer mit Sitz in New York City, USA ist einer präsentesten Pharmakonzerne der Welt. Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis ins Jahr 1849 zurück. Damals errichteten die Gründer Charles Pfizer und Charles Erhart die Firma Charles Pfizer & Company, die als erstes Produkt ein Mittel gegen Parasiten lancierte. Der Erfolg ließ damals nicht lange auf sich warten, so dass Pfizer schnell expandieren konnte und 1906 einen Umsatz von 3,4 Millionen US-Dollar verzeichnete. Der Zweite Weltkrieg war ein Wendepunkt in der Entwicklung: Die riesige Nachfrage nach dem Antibiotikum Penicillin seitens der US-Armee stellte die Produktion der Amerikaner auf eine harte Belastungsprobe. Am Ende war man der Herausforderung gewachsen: Das meiste, auf der US-amerikanischen Seite während des Zweiten Weltkriegs verabreichte Penicillin kaum aus der Produktion des in Brooklyn ansässigen Konzerns.

Als der Preis für Penicillin nach dem Zweiten Weltkrieg rapide fiel musste Pfizer alternative Wachstumsfelder finden. Im Zuge dessen fand ein strategischer Umschwenk statt, der Pfizer in das forschungsorientierte, pharmazeutische Entwicklungslabor wandelte das die Welt heute kennt. In den darauffolgenden Jahren beschleunigte sich das Wachstum spürbar – Pfizer wuchs durch zahlreiche Produkterfolge organisch, aber auch zunehmend durch Übernahmen von Wettbewerbern. Ab den 1950er Jahren erweiterte die Firma ihre Betätigungsfelder, so unter anderem in Richtung Agrarprodukte, Veterinärmedizin und Nahrungsergänzungsmittel.

Heute erscheinen rund um den Globus zahlreiche bekannte Präparate mit dem einrpägsamen, blauen Pfizer-Logo, die von Antibiotika bis hin zu spezialisierten Medikamenten für die Augenheilkunde reichen. In der letzteren ist Pfizer insbesondere durch Macugen bekannt. Unter dem Handelsnamen stellten die Amerikaner bereits 2004 ein Medikament mit dem Wirkstoff Pegaptanib vor, das fortan zur Anti-VEGF-Therapie der feuchten altersbedingten Makuladegeneration verwendet wurde. Pfizer legte damit einen wichtigen Grundstein für das rapide Wachstum der AMD-Therapie mit VEGF-Hemmern. Mittlerweile sind verschiedene andere Präparate mit einer ähnlichen Funktionsweise auf dem Markt.

Ihre Deutschland-Repräsentanz unterhalten die US-Amerikaner seit 2008 in der Hauptstadt Berlin. Zuvor war das Unternehmen in Karlsruhe verwurzelt, wo bis heute ein wichtiger Logistikknotenpunkt besteht. Strenggenommen hat der erfolgsverwöhnte US-Konzern übrigens seit dem ersten Tag deutsche Wurzeln: Gründer Charles Pfizer hieß eigentlich Karl und wanderte ursprünglich aus Ludwigsburg in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.