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Makulaloch

Für scharfes Sehen ist der zentrale Bereich der Netzhaut, die Makula, von entscheidender Bedeutung. In seltenen Fällen kann hier ein Loch entstehen, das sogenannte Makulaloch. Dieses entwickelt sich über mehrere Wochen. Sehstörungen und dunkle Flecken in der Mitte des Blickfeldes sind die möglichen Folgen. Abhilfe kann nur eine Operation schaffen, in deren Verlauf der Augenarzt das Loch wieder schließt. Je früher die Therapie beginnt, desto besser stehen die Chancen auf eine weitgehende Wiederherstellung des Sehvermögens. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, bei ersten Anzeichen für eine Verschlechterung der Sehleistung möglichst rasch den Augenarzt oder Optiker aufzusuchen.

Auf diese Symptome sollten Sie achten

Mögliche Symptome, die Ihr Optiker und Ihr Augenarzt als Hinweis auf ein mögliches Makulaloch verstehen, sind sich langsam verstärkende Sehstörungen mit Unschärfe und Verzerrungen im zentralen Bereich. Insbesondere fällt es Ihnen immer schwerer, Buchstaben zu entziffern und andere Details zu erkennen. Die Randbereiche des Blickfelds hingegen sind typischerweise nicht betroffen. Wenn sich die beschriebenen Probleme zeigen, dann ist das Loch in der Makula in der Regel bereits relativ ausgeprägt, so dass nur noch ein operativer Verschluss sinnvoll ist.

Umgehende Behandlung beim Augenarzt

Wer in einem frühen Stadium zum Optiker oder Augenarzt kommt, der erhält durch die Untersuchung der Netzhaut einen Hinweis auf das sich bildende Loch. Der Augenarzt kann dann sofort geeignete Maßnahmen einleiten. Ist das Makulaloch hingegen schon ausgeprägt, muss operiert werden. Augenarzt und Optiker wissen, dass sich die Hoffnung auf Selbstheilungen praktisch nie erfüllt. Auch eine konservative Therapie mit Medikamenten zeigt keine Erfolge. Für den Betroffenen führt also an einem operativen Eingriff in der Regel kein Weg vorbei. Der Augenarzt muss dabei zunächst den Glaskörper vorübergehend entfernen, weil er nur so an die Netzhaut gelangt. Von deren Oberfläche werden im nächsten Schritt mögliche Auflagerungen entfernt, ebenso die begrenzende Membran aus Bindegewebe. Das Ziel dieser Maßnahmen besteht darin, die Zugwirkung zu reduzieren, die auf die Ränder des Makulalochs wirken. Sie müssen in der Lage sein, wieder zusammenzuwachsen und dadurch das entstandene Loch zu schließen. Um diesen Verschluss zu unterstützen, füllt der Augenarzt das Auge zum Abschluss der Operation mit Gas. Dessen Druck hält die Ränder des Lochs zusammen und befördert das Zusammenwachsen. Um diesen Prozess nicht zu stören, muss der Patient in den ersten Tagen nach dem Eingriff seinen Kopf tief lagern.

Operation kann das Sehvermögen bei einem Makulaloch retten

Der operative Verschluss des Makulalochs ist ein komplexer und anspruchsvoller Eingriff, der nur von erfahrenen Chirurgen ausführt werden sollte. Betroffene können ihren Augenarzt und ihren Optiker nach entsprechenden Adressen fragen. Wichtig ist auch eine gründliche Aufklärung über den Verlauf des Eingriffs und über mögliche Risiken. So muss der Patient bereits im Vorfeld darauf hingewiesen werden, dass sein Sehvermögen unmittelbar nach der Operation sehr schlecht sein wird. Die ist kein Hinweis auf einen missglückten Eingriff, sondern hängt mit dem ins Auge gefüllten Gasgemisch zusammen. Die Sehkraft kehrt erst langsam wieder zurück, und sie wird nicht mehr ganz das Niveau erreichen, das sie vor dem Makulaloch hatte. Die Heilung erfordert unbedingt ausreichend Zeit, so dass die Patienten in der Regel über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben werden müssen. Oftmals dauert es drei Wochen oder länger, bis das Sehvermögens ich wieder vollständig entwickelt hat. Wichtig sind regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt beziehungsweise beim Optiker.