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Makuladegeneration – Symptome

Die Symptome einer Makuladegeneration können sehr unterschiedlich sein und bleiben zu Anfang oft unbemerkt. Bei einer spürbaren Abnahme der Sehschärfe oder einer verzerrten Wahrnehmung der Umgebung sollte umgehend ein Augenarzt hinzugezogen werden.

Inhaltsverzeichnis: Makuladegeneration

Symptome im Frühstadium

Im Frühstadium einer Makuladegeneration zeigen sich meistens keine spürbaren Symptome. Zu Anfang tritt die Erkrankung häufig nur an einem Auge auf, bevor sie im weiteren Verlauf fast immer beide Augen betrifft. Erste Sehausfälle des erkrankten Auges können zunächst mit dem gesunden Auge ausgeglichen werden und Betroffene bemerken die Krankheit nicht. Die ersten, wahrnehmbaren Symptome zeigen sich oft beim Lesen. Betroffene benötigen durch eine verminderte zentrale Sehschärfe mehr Licht. Die Mitte der Texte wird leicht verschwommen wahrgenommen und Buchstaben scheinen zu hüpfen. Zudem kann der Text verzerrt erscheinen oder wie von einem grauen Schatten überlagert.

Aufgrund der kaum spürbaren und schmerzfreien Symptome ist eine Makuladegeneration im Frühstadium oft ein Zufallsbefund beim Augenarzt.

Symptome im weiteren Verlauf

Je weiter die Erkrankung in der Folgezeit fortschreitet, desto ausgeprägter werden die Symptome. Insbesondere dann, wenn das gesunde Auge die Ausfälle des betroffenen Auges nicht mehr ausreichend kompensieren kann oder beide Augen betroffen sind. Durch die zunehmende Zerstörung der Netzhautmitte (Makula) kommt es zu Einschränkungen im zentralen Blickfeld. Es zeigen sich folgende Symptome:

  • Sukzessive Abnahme der Sehschärfe
  • Abnahme des Kontrastempfindens und des Farbensehens
  • Verringerte Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse
  • Zunahme der Blend- und Lichtempfindlichkeit
  • Probleme bei der Fixierung von Gegenständen mit den Augen
  • Verzerrte Wahrnehmung der Umwelt (Metamorphopsie)
  • Probleme beim Lesen, Handarbeiten und Autofahren
  • Schwierigkeiten beim Gang über die Straße andere Gesichter zu erkennen

Die verzerrte Wahrnehmung der Umwelt (Metamorphopsie) zeigt sich am deutlichsten bei der Betrachtung von geraden Linien. So sehen Betroffene zum Beispiel Fugen im Badezimmer oder einem Fensterrahmen verbogen und wellig (Ansatzpunkt des Amsler-Gitter-Test).

Aufgrund der sukzessiven Abnahme der Sehschärfe des zentralen Blickfeldes können Helligkeitsunterschiede durch die Makula nicht mehr richtig wahrgenommen werden. Dies hat auch zur Folge, dass Kontraste nur noch unscharf wirken. Durch die verringerte Anpassung an veränderte Lichtverhältnisse, klagen Betroffene bei hellem Licht über eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Durch das Absterben der farbsensitiven Fotorezeptoren (Zapfen) in der Netzhautmitte leidet das Farbensehen und die Umwelt erscheint zunehmend in schwarz-weiß.

Zu einem späten Stadium der Makuladegeneration kann das Sehvermögen im Zentrum des Gesichtsfeldes komplett ausfallen. Patienten erscheint dieser Bereich des Sehverlustes dann als leer oder grauer, schwarzer Fleck. Dieses Symptom bezeichnen Augenärzte auch als „zentrales Skotom“.

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Holz, F.G. (et al.) (Hrsg.): Altersabhängige Makuladegeneration, Springer-Verlag, 3. Auflage, 2011.
Sachsenweger, M.: Duale Reihe Augenheilkunde, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2002.
Tillmann, B. N. & Zilles, K.: Anatomie, Springer-Verlag, 1. Auflage, 2010.

SOS Augenlicht e.V:  Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Symptome, abgerufen am 21.12.2018 von https://www.makuladegeneration.org/makuladegeneration-symptome.php

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Von |2019-04-03T12:13:50+02:008. Januar 2019|
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