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Makuladegeneration – Risikofaktoren

Neben genetischen Ursachen und dem Alter der Menschen, gibt es auch vermeidbare Risikofaktoren, die eine altersabhängige Makuladegeneration auslösen oder zumindest begünstigen können. Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen die häufigsten Risikofaktoren vorstellen.

Inhaltsverzeichnis: Makuladegeneration

Rauchen

Rauchen führt zu einer Minderdurchblutung der Netzhaut und sorgt dafür, dass diese nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Gleichzeitig werden Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel der Netzhaut durch das Rauchen schlechter abtransportiert. Das Risiko als starker Raucher an einer Makuladegeneration zu erkranken ist dreimal so hoch wie bei Nichtrauchern.

Hoher Blutdruck oder Diabetes mellitus

Für die optimale Versorgung der Netzhaut ist die korrekte Einstellung bei Bluthochdruck oder vorliegenden Diabetes mellitus durch einen Facharzt sinnvoll. Erfolgt dies nicht, führt ein hoher Blutdruck oder eine nicht eingestellte Blutzuckererkrankung zu Problemen an den Gefäßen der Netzhaut. Dies hat wiederum eine Schädigung der Makula zur Folge.

Starke Sonnen- und UV-Lichteinstrahlung

Das menschliche Auge reagiert sehr empfindlich auf Sonnenlicht und die darin enthaltenen unsichtbaren UV-Strahlen. Die Makula ist besonders sensibel gegenüber diesen Strahlen und kann durch diese nachhaltig geschädigt werden.

Haut- und Augenfarbe

Eine helle Haut und blaue Augen stellen weitere Risikofaktoren dar. So erkranken hellhäutige oder blauäugige Menschen häufiger an einer Makuladegeneration, als Personen mit dunkel pigmentierter Regenbogenhaut. Menschen mit blauen Augen sollten daher immer darauf achten, bei Sonnenlicht eine Brille mit ausreichenden UV-Schutz zu tragen.

Störungen im Cholesterinstoffwechsel

Erste Studien zeigen, dass Störungen im Cholesterinstoffwechsel dafür mitverantwortlich gemacht werden können, eine AMD zu verursachen. So führt ein fehlerhafter Cholesterinstoffwechsel zur Anhäufung sogenannter Oxidationsprodukten des Cholesterins und anderer Lipide im retinalem Pigmentepithel (RPE) der Netzhaut.

Starke Kurzsichtigkeit

In seltenen Fällen kann auch eine starke Kurzsichtigkeit (pathologische Myopie) als Ursache für eine Makuladegeneration verantwortlich gemacht werden. Aufgrund des schubweisen, übermäßigen Längenwachstums des Augapfels bei einer pathologischen Myopie wird starker Zug auf die Netz- und Aderhaut ausgeübt. Dies führt zu einer Ausdünnung der Aderhaut unter der Makula, kleinen Rissen in den feinen Netzhautschichten und einer verminderten Durchblutung des Netzhautgewebes. Es kommt zur Bildung krankhafter Blutgefäße an der Stelle des schärfsten Sehens (Fovea centralis) und der Ausbildung einer feuchten Makuladegeneration.

Vermeidbare RisikofaktorenUnvermeidbare Risikofaktoren
• Ungesunde, fettige Ernährung• Genetische Faktoren
• Starke Sonnen- und UV-Einstrahlung• Familiäre Vorerkrankungen
• Rauchen• Starke Kurzsichtigkeit
• Übermäßiger Alkoholkonsum• Haut- und Augenfarbe
• Fortgeschrittenes Alter
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Burk, A. & Burk, R.: Checkliste Augenheilkunde, Georg Thieme Verlag, 6. Auflage, 2018.
Holz, F.G. (et al.) (Hrsg.): Altersabhängige Makuladegeneration, Springer-Verlag, 3. Auflage, 2011.
Sachsenweger, M.: Duale Reihe Augenheilkunde, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2002.

PRO RETINA Deutschland e. V.: Risikofaktoren bei Altersabhängiger Makuladegeneration (AMD), abgerufen am 21.02.2019 von: https://www.pro-retina.de/netzhauterkrankungen/makula-degeneration/altersabhaengige-makuladegeneration/krankheitsbild/risikofaktoren

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Von |2019-04-03T11:46:00+02:008. Januar 2019|
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