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Makula

Als Makula (lat. macula lutea) wird der zentrale Punkt der Netzhaut bezeichnet, an dem die höchste Konzentration an farbempfindlichen Sehzellen (Zapfen) vorherrscht und durch den die Sehachse verläuft. Aufgrund der eingelagerten Pigmente Lutein und Zeaxanthin sprechen Augenärzte und Optiker auch vom sog. „gelben Fleck“. Der Durchmesser der Makula beträgt etwa 2,5 bis 5 Millimeter. Das Zentrum der Makula bildet die Sehgrube (Fovea centralis), der sog. Ort des schärfsten Sehens, an dessen Stelle die feinste räumliche Auflösung möglich ist.

Makula
© Alila Medical Media / Fotolia

Die Aufgabe der Makula

Besondere Bedeutung hat die Makula (gelber Fleck) für die Wahrnehmung von Farben. Im Bereich der Makula ist die Zahl der Zapfen besonders hoch. Diese Sehzellen, deren Gegenstück die Stäbchen darstellen, sind für die Farbwahrnehmung zuständig. Es handelt sich um Fotorezeptoren, die in drei verschiedenen Formen bekannt sind: S-, M- und L-Zapfen. Sie sind jeweils für unterschiedliche Bereiche des Farbspektrums zuständig, das für das menschliche Auge sichtbar ist. Die Lichtempfindlichkeit der Zapfen ist deutlich geringer als die der Stäbchen – einer der Gründe, warum wir im Dunkeln praktisch keine Farben wahrnehmen können. Dann funktionieren nämlich beinahe ausschließlich die Stäbchen, die im Wesentlichen nur eine Schwarz-Weiß-Darstellung ermöglichen. Jeder gesunde Mensch hat auf seiner Netzhaut rund sechs Millionen Zapfen, aber 20 Mal so viele Stäbchen. Von diesen gibt es rund 120 Millionen.

Ist der Brennpunkt verschoben, sieht man unscharf

Viele Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder auch Stabsichtigkeit kommen dadurch zustande, dass der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen wegen eines Brechungsfehlers nicht auf der Makula liegt. Wenn der Augenarzt den Korrekturbedarf ermittelt, kann der Optiker auf der Grundlage dieser Angaben eine passende Brille herstellen. Der Optiker schleift die Gläser dann so, dass sie die fehlerhafte Brechung des Auges ausgleichen. Auch Kontaktlinsen verfolgen das Ziel, den Brennpunkt wieder auf die Makula zu verlegen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass über den Sehnerv die entsprechenden Signale an das Gehirn weitergeleitet werden können.

Mögliche Erkrankungen der Makula

Es gibt unterschiedliche Erkrankungen die Einfluss auf die Funktion der Makula haben. Krankhafte Veränderungen oder Erkrankungen können z.B. sein:

Makuladegeneration
Makulaödem
• diabetische Makulapathie
• Makulaektopie

Hier genügt keine bloße Korrektur der Brechkraft, sondern es muss in jedem Fall eine fundierte Diagnose und umfassendere Behandlung durch den Augenarzt erfolgen. Ihr Mediziner überprüft beispielsweise, ob es zu Rissen und Löchern in der Netzhaut gekommen ist, ob diabetische Veränderungen vorliegen oder ob sich Entzündungen zeigen. Je nach Befund kann eine Behandlung mit Medikamenten oder eine Operation erforderlich werden. Erkrankungen der Netzhaut und insbesondere der Makula müssen immer ernst genommen werden. Werden sie nicht oder zu spät behandelt, drohen unter Umständen irreparable Sehschäden.

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By | 2018-06-08T11:02:10+00:00 2. Januar 2018|
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