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LASIK ohne Schnitte

Ein Leben ohne Brille und Kontaktlinsen: Davon träumen viele Menschen, die ihre Fehlsichtigkeit oft schon seit Jahren oder Jahrzehnten durch Sehhilfen vom Optiker ausgleichen müssen. Wenn Sie Ihren Augenarzt oder Optiker nach Alternativen fragen, dann erfahren Sie von der Möglichkeit, die Brechkraft Ihrer Linsen durch einer Laser-OP korrigieren zu lassen. Diese Technik ist als LASIK bekannt und genießt einen sehr guten Ruf. Das hängt wesentlich damit zusammen, dass die Technik sehr ausgereift ist, überzeugende Resultate liefert und lediglich in etwa 0,5 Prozent der Fälle zu Komplikationen führt. Augenarzt und Optiker können deshalb mit gutem Grund von einem sehr geringen Risiko sprechen.

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Gründliche Untersuchung vor jeder Operation

Bevor eine Laseroperation geplant werden kann, muss zunächst eine gründliche Untersuchung durch den Augenarzt erfolgen. Indem er die Ergebnisse früherer Sehschärfenmessungen beisteuert, kann auch der Optiker seinen Beitrag zur Vorbereitung leisten. Viele Menschen vereinbaren für die Kontrolle ihrer Sehschärfe nicht jedes Mal einen Termin beim Augenarzt, sondern gehen lediglich zum Optiker, der ohnehin ihre Brille oder ihre Kontaktlinsen anpasst. Daher sind beim Optiker in vielen Fällen zahlreiche Messergebnisse gespeichert. Sie spielen vor allem aus einem Grund eine Rolle: Das LASIK-Verfahren kann nur angewandt werden, wenn die Sehstärke stabil ist. Sie darf sich also zumindest zwölf Monate lang nicht wesentlich verändert haben.

Femtolasik ersetzt das Messer

Haben Augenarzt und Optiker grünes Licht für die Laser-OP gegeben, liegt die letzte Entscheidung beim Patienten. Im Vorfeld erfolgt eine detaillierte Erklärung der einzelnen Schritte während der Operation. Gerade der Start des Eingriffs mit einem Schnitt in die obere Schicht der Hornhaut schreckte viele Interessenten bisher ab. Sie fürchteten sich vor dem Einsatz des Messers, mit dem der Chirurg eine Lamelle in die Hornhautoberfläche schneiden musste. Der dabei entstehende Flap muss zurückgeklappt werden, um den Weg für den Laser zum darunter liegenden Gewebe frei zu machen. Für Patienten, die sich wegen ihrer Furcht vor dem Messer bislang gegen eine OP entschieden haben, gibt es seit einiger Zeit eine gute Lösung: LASIK ist nun auch ohne Schnitte möglich. Das Deckelchen der Hornhaut wird nun nicht mehr mit einem Messer abgetrennt, sondern ebenfalls mit einem Laser. Augenarzt und Optiker sprechen hier von der Femtolasik.

Noch geringeres Risiko für Komplikationen

Die Femtolasik bietet mehrere Vorteile. Zum einen schildert die Mehrzahl der Patienten den Einsatz des Lasers als deutlich angenehmer im Vergleich zum Messer. Zum anderen kann der Schnitt mit der Lasertechnik wesentlich präziser und schonender ausgeführt werden. Er fällt dünner aus, das ohnehin geringe Risiko von Komplikationen sinkt weiter. Zudem ermöglicht der Einsatz des Infrarotlasers die LASIK-OP bei einem größeren Kreis von Fehlsichtigen. Die bisher übliche Methode stieß insbesondere bei Patienten mit sehr hohen Dipotriewerten und dünner Hornhaut an ihre Grenzen. Auch diesen Menschen kann dank des weiter entwickelten Verfahrens geholfen werden. Wer sich für die Methode interessiert, kann seine Fragen am besten mit dem Augenarzt oder Optiker besprechen.