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Laserbehandlung des Zentralvenenverschlusses der Netzhaut

Wenn das Blut über die Vene aus dem Auge nicht mehr richtig abfließen kann, spricht der Augenarzt von einem Zentralvenenverschluss. Dabei bemerken Betroffene die akute Erkrankung oft durch eine plötzlich verschlechterte Sehleistung. Begleiterscheinungen der Durchblutungsstörungen können Ödeme in der Netzhaut sein. Für deren Beseitigung hat sich die Laserbehandlung des Zentralvenenverschlusses der Netzhaut bewährt.
Für den Verschluss der Vene kann es verschiedene Ursachen geben. Als besonderer Risikofaktor gilt Diabetes. Die meisten Patienten, die unter der Zuckerkrankheit leiden, sind im Laufe ihres Lebens auch irgendwann beim Augenarzt in Behandlung. Die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte schädigen nicht nur die Nerven, sondern auch die Blutgefäße. Neben chronischen Erkrankungen wie Diabetes können zudem Blutgerinnsel den Verschluss der Zentralvene auslösen.

Wenn es „Stau“ in der Vene gibt

Bei einem Verschluss der Vene kommt es zu einem Stau des Blutes, das nicht mehr richtig abfließen kann. Der erhöhte Druck führt dazu, dass ein Teil des Blutes in die umliegende Netzhaut austritt. Es handelt sich nicht um „frisches“ Blut mit Sauerstoff und neuen Nährstoffen, sondern um „verbrauchtes“ Blut, das eigentlich abtransportiert werden müsste. Als Folge der Blutungen wird die Netzhaut nicht mehr in ausreichendem Maße mit neuen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Sie kann deshalb ihre Aufgabe nicht länger im gewohnten Umfang erfüllen – der Betroffene bemerkt dies durch den Verlust der Sehleistung.

Wann ist die Laserbehandlung des Zentralvenenverschlusses der Netzhaut sinnvoll?

Kommt ein Patient mit Venenverschluss zum Augenarzt, so geht es zunächst darum, den Blutfluss wieder in Gang zu bringen. Das Mittel der Wahl sind hier oft blutverdünnende Medikamente und Infusionen. Zugleich steht der Mediziner vor der Ausgabe, die Schäden durch die Blutungen zu minimieren sowie der Zerstörung weiterer Blutgefäße vorzubeugen. Hier ist der Einsatz moderner Lasertechnik sinnvoll. Im Zuge der Laserbehandlung des Zentralvenenverschlusses der Netzhaut können Gefäßwucherungen beseitigt und unerwünschte Gefäße verödet werden. Zudem lassen sich Makulaödeme sozusagen „trockenlegen“.