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Laser-Eingriff bei Weitsichtigkeit

Die Weitsichtigkeit – genauer gesagt die Altersweitsichtigkeit – betrifft die meisten Menschen irgendwann in ihrem späteren Lebensverlauf. Die Ursache dafür ist schnell erklärt: So nimmt die Elastizität des menschlichen Auges und damit seine Akkommodationsfähigkeit mit zunehmendem Alter ab. Das Auge kann im Zuge dessen nicht mehr optimal auf unterschiedliche Entfernungen fokussieren, die wahrgenommene Sehschärfe nimmt ab. Die Entwicklung nimmt bereits im Jugendalter ihren Lauf. Wie schnell sie voranschreitet hängt von zahlreichen Faktoren wie der individuellen genetischen Prädisposition ab.

Bei der herkömmlichen Weitsichtigkeit (sog. Hyperopie) ist das Auge meist zu kurz gewachsen. Deutlich seltener ist der Fall, bei dem die Brechkraft von Hornhaut und Linse von vornherein zu schwach ausgeprägt ist. Da der Brennpunkt einfallender Lichtstrahlen bei einem weitsichtigen Auge hinter der Netzhaut liegt, werden Gegenstände in unmittelbarer Nähe unscharf abgebildet. Um diesen Effekt zu korrigieren, muss die Brechkraft verstärkt werden. Im Zuge dessen verlagert sich der Brennpunkt zurück auf die Netzhaut.

Bei einer Weitsichtigkeit bis + 3 Dpt. kommt ein Laser-Eingriff mit dem LASIK– bzw. Femtolasik-Verfahren in Frage. Bei Werten ab + 3 Dpt. schafft womöglich eine implantierbare Kontaktlinse Abhilfe. Die Multifokallinse dagegen kommt grundsätzlich für alle Stärken in Frage. Ob auch Sie mit Werten unter + 3 Dpt. für einen Laser-Eingriff bei Weitsichtigkeit in Frage kommen, muss der Facharzt im Rahmen einer Eingangsuntersuchung entscheiden. Neben der konkreten Ausprägung der Fehlsichtigkeit sind Faktoren wie Tränenflüssigkeitsbenetzung und Hornhautbeschaffenheit entscheidend.

Wie läuft ein solcher Laser-Eingriff bei Weitsichtigkeit konkret ab? Zunächst wird das Auge mit Hilfe von Augentropfen lokal betäubt. Anschließend wird mit Hilfe des Lasers Gewebe auf dem Auge abgetragen, um so quasi eine natürliche Sammellinse in die Hornhaut des Patienten zu modellieren. Dabei wird in der Mitte des Auges eher wenig und an den Seiten etwas mehr Gewebe abgetragen. Bereits kurze Zeit nach dem komplett schmerzfrei verlaufenden Eingriff kann der Patient die Klinik verlassen. Fortan beginnt die Nachsorge, die mit diversen Kontrollterminen sowie der regelmäßigen Zunahme von Augentropfen einhergeht. Bis zur Erreichung der maximalen Aufwertung wird Zeit vergehen – das operierte Auge muss zunächst vollumfänglich abheilen.