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Laser-Eingriff bei Kurzsichtigkeit

Die Kurzsichtigkeit nimmt gerade in den Industrienationen weiter zu: Glaubt man großangelegten Studien, wird mehr als die Hälfte der Menschheit im Jahr 2050 kurzsichtig sein. Schon heute ist entsprechende Fehlsichtigkeit ein omnipräsentes Problem. Wer bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt, kann diesem mit modernen Laser-Methoden begegnen. Laser-Eingriffe bei Kurzsichtigkeit werden bereits seit den 1990er Jahren praktiziert. Das LASIK-Verfahren ist mittlerweile seit mehr als 20 Jahren weltweit im Einsatz und hat Millionen von Menschen zu einem brillenfreien Leben verholfen.

Kurzsichtige (Myopie-Betroffene) können lediglich im Nahbereich scharfsehen. Weiter entfernte Objekte werden dagegen zunehmend unscharf wahrgenommen. Wie schwer die Beeinträchtigungen im Alltag wiegen, liegt am Ende des Tages von der individuellen Diagnose. Fakt ist, dass viele Kurzsichtige problemlos durch das Leben schreiten und keinen Drang nach einer Korrektur verspüren. Andere wiederum entwickeln mit der Zeit einen spürbaren Leidensdruck, der Hand in Hand mit teilweise deutlichen Beeinträchtigungen einhergeht. Gerade in solchen Fällen kann ein Lasereingriff bei Kurzsichtigkeit Abhilfe schaffen.

Heutzutage hat der Patient die Auswahl zwischen verschiedenen Methoden. Beim erwähnten LASIK-Verfahren beispielsweise, das ambulant binnen weniger Minuten durchgeführt werden kann, wird zunächst der so genannte „Flap“ auf der Oberfläche der Hornhaut präpariert. Dabei handelt es sich um eine Art „Deckel“, der unter dem Mikroskop gelöst und hochgeklappt wird. Anschließend wird das Hornhautgewebe mit dem Laser modelliert, bis dieses die richtige, korrigierende Krümmung erhält. Anschließend wird der Flap in seine Ausgangsposition gebracht.

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Ob ein Laser-Eingriff bei Kurzsichtigkeit auch für Sie in Frage kommt, muss der behandelnde Facharzt nach einer Voruntersuchung entscheiden. Grundsätzlich muss die zu korrigierende Fehlsichtigkeit im Rahmen der von der Kommission für Refraktive Chirurgie herausgegebenen Orientierungswerte liegen. Bei Kurzsichtigkeit liegen diese bei maximal -10 Dioptrien, bei Weitsichtigkeit bei maximal +4 Dioptrien. Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, wird bis maximal 6 Dioptrien gelasert. Wichtig ist auch die Stabilität der Kurzsichtigkeit: Halten die Werte zum Untersuchungszeitpunkt bereits seit etwa zwei Jahren an, kann man von einem stabilen Verlauf ausgehen. Verschlechtern sich die Werte dagegen zunehmend, muss der behandelnde Arzt abwägen. Schließlich müssen Hornhautbeschaffenheit sowie weitere Einflussfaktoren genau gewürdigt werden, bevor ein Laser-Eingriff bei Kurzsichtigkeit tatsächlich stattfinden kann.