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LASEK

Das neuartige Verfahren namens LASEK (Laser-epithelial-Keratomileusis) ist eine Mischung aus der beliebten LASIK-Methode und einer weiterentwickelten PRK-Variante. Auch das LASEK-Verfahren ermöglicht dem Augenarzt eine Korrektur optischer Fehlsichtigkeiten und bietet damit eine Alternative zur Kontaktlinse oder Brille. Die LASEK-Methode kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn der Patient nur über eine sehr dünne Hornhaut verfügt. Die Methode hat den Vorteil, dass die oberste Hornhautschicht mit einem Laser abgetragen werden kann ohne dabei den sog. „Flap“ erzeugen zu müssen.

Behandlungsbereich

Ein LASEK- Eingriff ist nicht bei allen Patienten uneingeschränkt möglich. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) stuft Werte bis – 8 Dioptrien bei der Kurzsichtigkeit, + 3 Dioptrien bei Weitsichtigkeit und bis 5 Dioptrien bei Astigmatismus als „wissenschaftlich anerkannt“ und operabel ein. Nichtsdestotrotz können diese Werte variieren und je nach Lasersystem, Klinik oder Land unterschiedlich ausfallen. Gleichzeitig wird ein LASEK-Eingriff nur bei einem Alter zwischen 19 – 50 Jahren empfohlen.

Verbesserungen gegenüber LASIK

Eine große Einschränkung der älteren LASIK-Methode ist die vorhandene Mindestdicke der Hornhaut des Patienten. Da bei dieser Behandlung ein Abtrag des Hornhautgewebes stattfindet, musste der Augenarzt den Eingriff im Falle einer zu dünnen Hornhaut ablehnen. Bei der älteren LASIK-Methode musste zudem eine etwas dickere Lamelle (Flap) herausgeschnitten und nach dem Eingriff zurückgeklappt werden. Bei der LASEK-Methode muss der Augenarzt nur ein Teil der Hornhaut-Oberfläche abgetragen. Die reine Hornhaut-Abtragung zieht zwar eine längere Heilungsphase nach sich, ist im Gegensatz zur LASIK aber auch bei sehr dünner Hornhaut wirksam.

Voruntersuchungen und Behandlungsablauf

Jeder LASEK-Eingriff erfolgt erst nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung. Hierbei hält man mit mehrwöchigem Abstand die Refraktionswerte fest. Der Augenarzt stellt zudem die Hornhautdicke mit einem sogenannten Pachymeter fest. Zu guter Letzt kalkuliert der Arzt immer einen ausreichenden zeitlichen Abstand zwischen Beratung und Operation ein, um dem Patienten Bedenkzeit zu gewähren. Sind alle Kontraindikationen ausgeschlossen worden, kann man den Eingriff vornehmen.

  1. Bei der Behandlung betäubt man zunächst einmal das Auge und setzt einen Lidsperrer ein. Durch das Aufbringen einer speziellen Alkohollösung löst sich die oberste Hornhautschicht von der mittleren Hornhautschicht ab.
  2. Der Augenarzt schiebt diese hauchdünne Schicht mit einem speziellen Instrument zur Seite und beginnt die Abtragung der Hornhaut, die bei dieser Schicht deutlich dicker ist.
  3. Der Laser trägt dann die Hornhautschicht streng nach Berechnungen millimetergenau ab. Die eigentliche Abtragung ist kaum wahrnehmbar. Währenddessen verfolgt ein Eyetracking-System alle Augenbewegungen.
  4. Im Anschluss wird die zur Seite geschobene dünne Hautschicht wieder zurückgebracht und so das Auge verschlossen.
  5. Nach dem Eingriff setzt der Arzt für vier Tage eine weiche und luftdurchlässige Schutzlinse in die Augen, damit diese in  der erste Heilungsphase vor Zugluft und Verunreinigung geschützt sind.

Nach der Operation

Direkt nach der Operation ist das direkte Sehvermögen teilweise beeinträchtigt und das endgültige Ergebnis wird erst Tage später erreicht. Da die Epithelschicht zunächst wieder anwachsen muss, sollten Patienten ca. zehn Tage für die vollständige Regeneration des Auges einplanen. Zudem muss der Patient nach der Operation das Auge ein paar Tage mit einer Schutzlinse abdecken, damit es während des Heilungsverlaufes zu keinerlei Verunreinigungen kommt.

Kontraindikationen und Ausschlusskriterien

Die LASEK ist nicht anwendbar, wenn chronische Hornhauterkrankungen vorhanden sind. Eine Keratokonus schließt eine Behandlung aus, da die Hornhaut sonst weiter geschwächt werden könnte. Neigen die Refraktionswerte des Patienten zu häufigen Fluktuationen, wird ebenfalls eine Behandlung abgelehnt. Weitere allgemeine Ausschlusskriterien sind Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten, Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen) und Wundheilungsstörungen.

Kosten

Die Kosten einer Operation können sehr stark variieren und sind von Standort, Stärke der Fehlsichtigkeit und Methode abhängig. Bei einer LASEK-Methode liegen die Preise in Deutschland zwischen ca. 750 – 1500 € und stellen damit eine preiswerte Augenlaser-Variante dar.

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Von |2018-09-05T13:04:55+00:003. April 2018|
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