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Lasek

Das neuartige Verfahren namens „Laser-epithelial-Keratomileusis“ ist zumeist unter der Bezeichnung „LASEK“ bekannt. Der Augenarzt kann damit optische Fehlsichtigkeiten korrigieren und bietet Ihnen eine attraktive Alternative zur Kontaktlinse oder Brille. Im Bereich der refraktiven Chirurgie gehört die etwas ältere Methode namens „Lasik“ zu den gängigsten Eingriffen am Auge. Da an einem eigentlich gesunden Organ operiert wird, klärt der Augenarzt Patienten sorgfältig auf. Dabei wägt er Vor- und Nachteile sowie individuelle Risiken ab. Der Erfolg spricht deutlich für sich, denn nach einem gelungenen Eingriff ist der verbleibende refraktive Fehler im besten Fall kleiner als ±0,5 Dioptrien – ein Wert, den man schlichtweg vernachlässigen kann.

Möglicher Behandlungsbereich

Ein solcher Eingriff ist nicht bei allen Patienten uneingeschränkt möglich. So kann man bspw. eine Weitsichtigkeit bis maximal +4 Dioptrien, Kurzsichtigkeit bis maximal -10 Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung bis maximal 5 Dioptrien behandeln. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) stuft Werte bis -10 Dioptrien bei der Kurzsichtigkeit und bis 3 Dioptrien bei Astigmatismus als „wissenschaftlich anerkannt“ ein. Nichtsdestotrotz können diese Werte variieren und je nach Lasersystem, Klinik oder Land unterschiedlich ausfallen.

Kontraindikationen, Ausschlusskriterien und Verbesserungen gegenüber LASIK

Vor einem Eingriff müssen mannigfaltige Umstände bedacht werden, denn eine LASEK-Behandlung kann nur nach sorgfältiger Abwägung aller Risiken erlaubt werden. Eine große Einschränkung der älteren LASIK-Methode war die vorhandene Mindestdicke der Hornhaut des Patienten. Da bei dieser Behandlung ein Abtrag des Hornhautgewebes stattfindet, musste der Augenarzt den Eingriff im Falle einer zu dünnen Hornhaut ablehnen. Bei der älteren LASIK-Methode musste zudem eine etwas dickere Lamelle (Flap) herausgeschnitten und nach dem Eingriff zurückgeklappt werden.

Der Augenarzt muss bei einer LASEK nur die oberste Schicht des Auges zur Seite schieben. Nichtsdestotrotz wird auch eine LASEK abgelehnt, wenn chronische Hornhauterkrankungen vorhanden sind. Eine Keratokonus schließt eine Behandlung aus, da die Hornhaut sonst weiter geschwächt werden könnte. Neigen die Refraktionswerte des Patienten zu häufigen Fluktuationen, wird ebenfalls eine Behandlung abgelehnt. Weitere allgemeine Ausschlusskriterien sind Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten, Kollagenosen und Wundheilungsstörungen.

Voruntersuchungen und Behandlungsablauf

Jeder LASEK-Eingriff erfolgt erst nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung. Hierbei hält man mit mehrwöchigem Abstand die Refraktionswerte fest. Der Augenarzt stellt zudem die Hornhautdicke mit einem sogenannten Pachymeter fest. Zu guter Letzt kalkuliert der Arzt immer einen ausreichenden zeitlichen Abstand zwischen Beratung und Operation ein, um dem Patienten Bedenkzeit zu gewähren. Sind alle Kontraindikationen ausgeschlossen worden, kann man den Eingriff vornehmen. Bei der Behandlung betäubt man zunächst einmal das Auge und setzt einen Lidsperrer ein. Durch das Aufbringen einer speziellen Alkohollösung löst sich die oberste Hornhautschicht von der mittleren Hornhautschicht ab. Der Augenarzt schiebt diese hauchdünne Schicht mit einem speziellen Instrument zur Seite und beginnt die Abtragung der Hornhaut, die bei dieser Schicht deutlich dicker ist. Der Laser trägt dann die Hornhautschicht streng nach Berechnungen millimetergenau ab. Die eigentliche Abtragung ist kaum wahrnehmbar. Währenddessen verfolgt ein Eyetracking-System alle Augenbewegungen. Im Anschluss wird die zur Seite geschobene dünne Hautschicht wieder zurückgebracht und so das Auge verschlossen.