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Kontaktlinsenradius

Damit Sie mit Kontaktlinsen dauerhaft gut sehen können, ist eine exakte Anpassung der Linsen an Ihre Augen erforderlich. Die Sehhilfen müssen insbesondere auf die Form und Größe der Hornhaut abgestimmt werden, um Unschärfen sowie unangenehme Gefühle beim Tragen zu vermeiden. Wenn Sie Ihren Augenarzt oder Optiker nach den Details fragen, dann erfahren Sie, dass es bei Kontaktlinsen manchmal auf Bruchteile eines Millimeters ankommt. Bei den direkt auf dem Auge liegenden Linsen machen sich schon kleinste Abweichungen von den idealen Werten viel stärker bemerkbar als bei einem Brillenglas, das sich einige Zentimeter von der Hornhaut entfernt befindet.

Gründliche Vermessung der Augen

Der Schlüssel für eine gute Anpassung der Linsen beim Optiker ist eine exakte Vermessung Ihrer Augen. Experten empfehlen, dass Sie vor dem Wechsel von der Brille zu Kontaktlinsen zunächst einen Termin beim Augenarzt vereinbaren. Der Mediziner kann die grundsätzliche Eignung Ihrer Augen für das Tragen von Kontaktlinsen überprüfen. Falls Ihre Augen Erkrankungen aufweisen oder zum Beispiel sehr trocken sind, wird Ihnen der Augenarzt womöglich von der Nutzung der Linsen abraten. Falls nichts gegen Kontaktlinsen spricht, ermittelt der Mediziner eine Reihe von Werten. Dazu zählen der Grad der Fehlsichtigkeit in Dioptrien sowie die Form und der Krümmungsgrad Ihrer Hornhaut. Die Krümmung wird als BC-Wert oder auch als Basiskurve bezeichnet. Die vom Arzt oder vom Optiker ermittelten Messwerte erlauben Aussagen darüber, welchen Kontaktlinsenradius Sie benötigen.

Passende Linsen für Ihre Augen finden

Anhand der Basiskurve, die zusammen mit den anderen Werten im Kontaktlinsenpass vermerkt wird, kann der Optiker die optimal passenden Linsen für Sie heraussuchen. Hier zeigt sich, dass eine individuelle Beratung unverzichtbar ist. Denn zwei Fehlsichtige, die exakt dieselben Dioptrienwerte aufweisen, können ganz unterschiedlich große Augen haben. Sie brauchen deshalb Kontaktlinsen mit verschiedenen Radien. In die Berechnung muss außerdem eine mögliche Hornhautverkrümmung einbezogen werden. Falls die Untersuchung der Augen einen sogenannten Astigmatismus ergeben hat, ist eine optimale Korrektur der Fehlsichtigkeit mit herkömmlichen Linsen nicht möglich. Hier müssen es stattdessen torische Linsen sein, die zum Achswert und zum Zylinder des Auges passen.

Die Sehschärfe regelmäßig überprüfen

Auch nach der erfolgreichen Anpassung Ihrer Kontaktlinsen sollten Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Optiker oder den Augenarzt aufsuchen. Die Fachleute erkennen mit ein paar geübten Blicken, ob Ihre Augen mit den Linsen gut zurechtkommen oder ob sich Abweichungen vom Idealzustand ergeben. Zudem können Sie sowohl beim Arzt als auch beim Optiker die Leistungsfähigkeit Ihrer Augen kontrollieren lassen. Machen Sie mit eingesetzten Kontaktlinsen einen Sehtest, um herauszufinden, ob die Korrektur der Fehlsichtigkeit noch in vollem Umfang funktioniert. Falls sich die Werte im Vergleich zu Ihrem letzten Besuch beim Optiker verschlechtert haben, brauchen Sie möglicherweise andere Linsen. Oder die Sehhilfen müssen noch einmal angepasst werden, damit Sie wieder in jeder Situation scharf sehen können.