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Kontaktlinsenarten

Kontaktlinsen (synonym: Haftlinsen, Haftschalen) werden genauso wie Brillen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit , Weitsichtigkeit, einer Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit verwendet. Bei den verschiedenen Kontaktlinsenarten handelt  es sich um dünne, meist aus Silikon oder Silikon-Hydrogel bestehende Linsen, die mihilfe einer dünnen Schicht des Tränenfilms auf der Hornhautd des Auges aufliegen.

Kontaktlinsenarten

Man kann grob zwei Typen von Kontaktlinsen unterscheiden: weiche und harte Kontaktlinsen. Beide Kontaktlinsentypen gibt es jeweils in sphärischen, asphärischen oder torische Linsenformen. Torische Linsen finden beim Ausgleich einer Hornhautverkrümmung Verwendung.

Weiche Kontaktlinsen

Weiche Kontaktlinsen sind aufgrund Ihrer Verformbarkeit meist angenehmer zu tragen und zeichnen sich durch eine höhere Spontanverträglichkeit aus. Im Vergleich zu harten Linsen verfügen sie über einen größeren Durchmesser (12-16mm) und damit über eine geringere Gefahr herauszufallen. Durch ihre im Vergleich zu harten Kontaktlinsen geringere Sauerstoffdurchlässigkeit eignen sich weiche Kontaktlinsen nur zum Tragen im Wechsel mit einer Brille. Wichtig ist, die jeweilige Tragezeiten der einzelnen Linsenformen zu beachten, da eine zu lange Zeit Tragezeit der Kontaktlinse Ihr Auge im schlimmsten Fall nachhaltig schädigen kann. Man unterscheidet weiche Linsen also besonders nach der Trageezeit. Folgende Linsen sind zu unterscheiden: Tageslinsen, Wochenlinsen, Monatslinsen, Halbjahreslinsen, Jahreslinsen.

Harte Kontaktlinsen

Harte, formstabile Kontaktlinsen sind etwas kleiner (8-10mm) als weiche Kontaktlinsen und brauchen aufgrund ihrer stabileren Form eine längere Zeit für die Eingewöhnung im Auge. Harte, formstabile Kontaktlinsen schwimmen quasi auf Ihrem Tränenfilm. Dadurch sorgen sie für eine ständige Unterspülung der Linse mit Tränenflüssigkeit und gewährleisten durch ihre höhrere Sauerstoffdurchlässigkeit auch bei längerem Tragen ein angenehmes Tragegefühl. Harte Kontaktlinsen sind vor allem bei Fehlsichtigkeiten wie einer Hornhautverkrümmung oft die bessere Wahl. Wichtig ist, dass harte Kontaktlinsen immer vom Optiker oder Augenarzt angepasst werden sollten und ihre vorgeschriebene Tragezeit ebenfalls nicht überschritten wird. Zur Kontrolle Ihrer Sehstärke sollten Sie einmal im Jahr eine Untersuchung vereinbaren.

Nachtlinsen

Bei der neusten Entwicklung der Hersteller handelt es sich um Kontaktlinsen, die während des Schlafens getragen werden, um die Hornhaut über Nacht so zu verändern, dass für eine Dauer von 1-3 Tagen die Korrektur Ihrer Fehlsichtigkeit möglich ist. Dieser Zustand ist jedoch reversibel und hält immer nur für den beschriebenen Zeitraum an. View Video

Vorteile Kontaktlinsen

Anders als Brillengläser beschlagen Kontaktlinsen nicht. Sie bieten auch bei Regen gute Sicht und können beim Sport nicht zu Bruch gehen. Weitere Vorteile sind der bessere Komfort und das größere Sichtfeld im Vergleich zu Brillen. Es gibt also gute Gründe für Entscheidung, auf eine Brille zu verzichten und stattdessen Kontaktlinsen zu wählen.

Nebenwirkungen von Kontaktlinsen

Die häufigste Nebenwirkung der Kontaktlinsen ist sicherlich die Infektionsgefahr mit Baktieren oder anderen Fremdkörpern während des Einsetzens. Indem Sie Ihre Kontaktlinsen nur mit gründlich gewaschenen Fingern anfassen, reduzieren Sie das Risiko von Verschmutzungen und Infektionen. Dass sich über den Tag Ablagerungen auf den Kontaktlinsen bilden, lässt sich nicht vermeiden. Doch mit den Pflegeprodukten, die Sie vom Optiker oder im Fachhandel erhalten, können Sie Schmutz und Bakterien effektiv entfernen. So schaffen Sie die Voraussetzungen dafür, dass Sie mit Ihren Linsen über viele Wochen und Monate hinweg hohen Sehkomfort genießen.

Zu langes Tragen Ihrer Kontaktlinsen kann zu einem Sauerstoffmangel und/oder schlechter Blutversorgung Ihres Auges führen. Dadurch kann ein krankhaftes Gefäßwachstum einsetzen (Neovaskularisation), das jedoch reversibel ist, wenn man das Tragen der Kontaktlinsen für längere Zeit einstellt.

Regelmäßige Kontrolle

Ein bis zwei Mal im Jahr sollten Sie Ihre Augen beim Augenarzt oder Optiker untersuchen lassen. Falls sich Ihr Sehvermögen plötzlich verändert oder mit einem Mal Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, sollten Sie zunächst auf den Einsatz der Kontaktlinsen verzichten. Vereinbaren Sie in diesem Fall möglichst kurzfristig einen Termin beim Augenarzt.

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By | 2018-06-06T14:05:01+00:00 28. Oktober 2017|
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