Lexikon»Kontaktlinsen»Kontaktlinsenarten

Kontaktlinsenarten

Beim Optiker finden Sie Kontaktlinsen in einer großen Vielfalt, die vor allem auf Einsteiger mitunter verwirrend wirkt. Wenn Sie sich einen Überblick verschaffen, ist es hilfreich, sich zunächst die zwei grundsätzlich verschiedenen Arten von Kontaktlinsen anzuschauen: weiche und harte Linsen. Letztere bezeichnet der Optiker auch als formstabile Linsen. Die flexiblen und die stabilen Linsen bestehen aus verschiedenen Materialien und unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Größe. Formstabile Kontaktlinsen sind kleiner als die Hornhaut, weiche Linsen bedecken die Hornhaut komplett und reichen sogar noch ein Stück darüber hinaus. Formstabile Linsen können Sie bei guter Pflege anderthalb bis zwei Jahre nutzen, weiche Linsen halten maximal ein Jahr.

Formstabile Linsen lassen viel Sauerstoff zum Auge

Ein wesentlicher Vorteil der harten Linsen ist der gute Sauerstofftransport zum Auge. Die Hornhaut muss laufend mit frischem Sauerstoff und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Gerät diese Versorgung ins Stocken, drohen Reizungen und Rötungen. Die kleinen formstabilen Linsen erlauben eine gute Zirkulation der Tränenflüssigkeit, mit der laufend Sauerstoff zur Hornhaut gelangt. Die Beschaffenheit der Linsen lässt Ablagerungen und Bakterien kaum eine Chance. Die optischen Eigenschaften verschlechtern sich also auch bei längeren Tragezeiten nicht. Generell ist die Lebensdauer von formstabilen Linsen im Vergleich zu weichen Linsen deutlich höher. Sie müssen zu Beginn sorgfältig vom Optiker angepasst werden und leisten dann bis zu 24 Monate lang gute Dienste. Zu Beginn berichten viele Kunden ihrem Optiker von einem Fremdkörpergefühl. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Da stabile Linsen nur einen geringen Durchmesser haben, ist ihr Rand oft nicht von den Augenlidern bedeckt. Wenn Sie die Augen schließen, kann die Berührung zwischen Ihrem Lid und dem Rand der Linsen ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Nach spätestens einer Woche haben sich die meisten Menschen aber daran gewöhnt.

Weiche Kontaktlinsen erfordern kaum Eingewöhnungszeit

Die spontane Verträglichkeit von weichen Kontaktlinsen ist deutlich höher. Im Gegensatz zu den harten Linsen erfordern sie praktisch gar keine Eingewöhnungszeit. Schon am zweiten oder dritten Tag können Sie eine weiche Linse viele Stunden am Stück tragen. Dank der größeren Auflagefläche auf dem Auge ist die Verlustgefahr von weichen Linsen gegenüber den formstabilen Modellen geringer. Vor allem Sportler wissen diesen Vorteil zu schätzen. In Sachen Hygiene und Pflege ergeben sich zwischen weichen und harten Linsen nur geringe Unterschiede. Beide Sehhilfen sollten Sie nur mit gründlich gewaschenen Fingern berühren und nach jedem Tragen reinigen. Eine Ausnahme bilden hier lediglich Tageslinsen. Diese weichen Einweglinsen verwenden Sie nur ein einziges Mal und werfen sie nach der Benutzung in den Müll. Die Notwendigkeit der Reinigung entfällt daher. Für den richtigen Umgang mit Monats- oder Jahreslinsen erhalten Sie bei Ihrem Optiker viele wichtige Hinweise.

Dauerlinsen bleiben einen Monat im Auge

Immer wieder präsentieren die Hersteller von Kontaktlinsen neue Produkte, die die Wahlfreiheit der Kunden vergrößern. So bekommen Sie bei Ihrem Optiker seit einiger Zeit sogenannte Dauerlinsen, die aus besonders hochwertigem Material bestehen. Die Linsen ermöglichen eine so gute Versorgung des Auges mit Sauerstoff und Feuchtigkeit, dass sie bis zu 30 Tage und Nächte ohne Unterbrechung getragen werden können.