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IOL Master (Teil 1)

Der IOL Master ist für den Augenarzt ein wichtiges Gerät bei der Behandlung von Patienten mit grauem Star. Gegen die Katarakt gibt es keine wirksame Therapie, so dass auf Dauer der Austausch der natürlichen gegen künstliche Linsen die einzig sinnvolle Maßnahme ist. Entscheidend für den Erfolg des Eingriffs ist die Qualität der Kunstlinse. Sie muss optimal zum Auge des Patienten passen, damit die bestmögliche Sehleistung erreicht werden kann. Hier kommt der IOL Master, mit dem der Augenarzt die Augen seines Patienten mit höchster Genauigkeit vermessen kann. Das Gerät kann nicht nur die Keatometerwerte, sondern auch die Achslängen in einem Durchgang ermitteln. Das verkürzt die Zeit, die pro Patient erforderlich ist. Der Augenarzt braucht während des Messvorgangs selbst nicht aktiv zu werden, da das Gerät eigenständig misst und vollautomatisch arbeitet. Gegenüber anderen optischen Instrumenten liefert der IOL Master die Resultate mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit. Zugleich ist die Qualität der Messergebnisse höher als bei anderen Geräten. Vergleichstests haben bis zu 20 Prozent bessere Werte ergeben.

Kunstlinsen machen Sehhilfen überflüssig

Viele Kataraktpatienten waren vor der Behandlung beim Augenarzt schon viele Jahre Kunde beim Optiker. Oftmals hat sich über die Jahre eine Fehlsichtigkeit entwickelt, die dann mit Hilfe des Optikers ausgeglichen werden musste. Manche Menschen, die unter grauem Star leiden, sind auch nach der Operation auf eine Sehhilfe angewiesen. In enger Abstimmung zwischen Augenarzt und Optiker können die optimalen Werte für eine Brille ermittelt werden. Allerdings ist es in vielen Fällen auch möglich, die Sehleistung durch den Einsatz der Kunstlinsen so sehr zu steigern, dass der Betroffene nach dem Eingriff keine Brille mehr benötigt. Insbesondere mit multifokale Linsen können die Patienten sowohl in der Nähe als auch in der Ferne hervorragend sehen. Selbst eine zuvor bereits seit Jahren benötigte Lesebrille kann dadurch überflüssig werden. Voraussetzung für das Erreichen dieses Ziels ist allerdings sehr exakte Vermessung der Augen. Schon kleine Messfehler führen zu Fehlern bei der Herstellung der Linse und in der Folge zu einer nicht optimalen Brechung des einfallenden Lichts. Die Sehleistung bleibt dann hinter dem eigentlich Möglichen zurück.

Präzisere Vermessung der Augen

Deshalb empfiehlt so mancher Augenarzt und auch so mancher Optiker seinen Patienten bzw. Kunden dringend, die Augen mit dem IOL Master vermessen zu lassen. Im Gegensatz zu anderen Geräten, in denen Ultraschall für die Messung eingesetzt wird, arbeitet der IOL Master mit einem Laser. Diese Methode gilt als schonender, weil das Auge nicht berührt wird. Der Patient fühlt deshalb keinerlei Schmerz während des Messvorgangs. Zugleich liefert das Instrument dem Augenarzt präzisere Ergebnisse, die eine noch bessere Behandlung möglich machen. Von den Krankenkassen wird die Vermessung der Augen mit Hilfe des IOL Masters in vielen Fällen nicht übernommen. Weil möglichst präzise Daten für eine nachhaltig erfolgreiche Linsenoperation aber von so entscheidender Bedeutung sind, nehmen viele Patienten die erforderliche Zahlung aus eigener Tasche gerne in Kauf.

Den Optiker um Rat fragen

Wer sich über die Vorteile der hochmodernen Technik informieren möchte, kann mit seinem Augenarzt oder seinem Optiker darüber sprechen. Gerade der Optiker ist über jeden Verdacht erhaben, den Einsatz des IOL Masters möglicherweise aus finanziellem Eigeninteresse zu empfehlen. Der Optiker kann vielmehr objektiv beraten und dabei auch die Erfahrungen einfließen lassen, die ihm anderen Kataraktpatienten in der Vergangenheit geschildert haben.

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