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Herausnehmen von Kontaktlinsen

Das Herausnehmen von Kontaktlinsen stellt Menschen, die erst seit kurzem auf die praktischen kleinen Sehhilfen setzen, anfangs vor einige Probleme. Mit der richtigen Technik und ein wenig Übung geht es aber schon bald deutlich leichter. Wer sich unsicher fühlt, kann sich die Handgriffe vom Augenarzt oder Optiker zeigen lassen. Und ansonsten gilt die alte Weisheit: Übung macht den Meister.

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Gründlich die Hände waschen

Ein besonders wichtiger Tipp, den jeder Augenarzt und jeder Optiker gibt: Die Hände müssen sauber sein, bevor die Augen berührt werden. Vor dem Einsetzen und dem Herausnehmen von Kontaktlinsen sollte man die Finger daher immer mit einer parfümfreien Seife gründlich waschen. Besonders gut sind antibakterielle Seifen aus entsprechenden Spendern geeignet. Je weniger Bakterien ins Auge gelangen, desto geringer ist das Risiko von Schädigungen. Damit es nicht brennt, muss die Seife komplett mit klarem Wasser abgespült werden. Und zum Abtrocknen eignen sich am besten ein fusselfreies Handtuch oder ein weiches Papiertuch, das nur einmal genutzt wird.

Handgriffe unter Anleitung üben

Bei den ersten Versuchen mit Kontaktlinsen sind der Augenarzt oder der Optiker in der Regel dabei. Die Experten erklären die einzelnen Handgriffe Schritt für Schritt, beantworten Fragen und nehmen den Trägern der Linsen auch die Sorgen, die sie möglicherweise haben. Dazu gehört bei vielen Menschen die Angst, dass die Linse sozusagen hinter dem Auge verschwinden und sich nicht mehr entfernen lassen könnte. Das ist jedoch aus anatomischen Gründen unmöglich. Beim Greifen der im Auge befindlichen Linse können anfangs ein paar Probleme auftauchen. Diese sind mit den Tipps vom Augenarzt oder Optiker aber schnell in den Griff zu bekommen. Vielen Patienten hilft es, wenn sie in Richtung der Decke schauen und dann das untere Lid nach unten ziehen. Mit dem Zeigefinger wird die Linse in den Bereich des Auges gezogen, der weiß ist. Hier genügt nun ein leichter Druck mit Zeigefinger und Daumen, um die Linse vom Auge zu entfernen und sie zu entnehmen. Handelt es sich um Tageslinsen, können sie sofort entsorgt werden. Monatslinsen und andere Linsen, die über einen längeren Zeitraum hinweg benutzt werden, müssen nach dem Herausnehmen in das Pflegemittel eingelegt werden. Das geschieht zumeist über Nacht. Einerseits bleiben die Linsen dadurch weich, andererseits werden sie gereinigt.

Augentropfen können helfen

Das Einsetzen der Kontaktlinsen wird von vielen Menschen im Vergleich zum Herausnehmen als einfacher empfunden. Deshalb drehen sich beim Optiker oder beim Augenarzt auch die meisten Fragen um die schonende Entnahme der Linsen. Zu viele „Fehlversuche“ können zu einer Reizung des Auges führen und sollten deshalb vermieden werden. Wer Schwierigkeiten hat und beim Augenarzt nach hilfreichen Tipps fragt, der bekommt vielleicht Augentropfen verschrieben. Diese Präparate, die auch beim Optiker zu erhalten sind, sollten das Herausnehmen erleichtern. Einen Sonderfall stellen die heute nur noch relativ selten benutzten harten Kontaktlinsen dar. Diese sind im Gegensatz zu den weichen Linsen nicht flexibel und können daher nicht durch eine sanfte Bewegung des Daumens und des Zeigefingers vom Auge gelöst werden. Für harte Linsen halten der Augenarzt und der Optiker daher einen Sauger bereit. Mit ihm lässt sich die Linse relativ leicht von der Hornhaut lösen. Alternativ kann man auch die Augenlider nach außen ziehen, bis die Linse von sich aus herausfällt.