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Harte Kontaktlinsen (Formstabile Kontaktlinsen)

Harte Kontaktlinsen (Formstabile Kontaktlinsen) zeichnen sich durch ihre Herstellung aus sauerstoffdurchlässigen Kunststoffen aus. Vor allem wenn harte Kontaktlinsen regelmäßig und lange getragen werden, bringt die bessere Versorgung des Auges mit frischem Sauerstoff einen wesentlich höheren Tragekomfort mit sich. Die Augen ermüden weniger schnell und sind weniger anfällig für Reizungen.

Vorteile – Harte Kontaktlinsen

Formstabile Kontaktlinsen sind kleiner als weiche Linsen und schwimmen quasi auf Ihrem Tränenfilm. Dadurch sorgen sie für eine ständige Unterspülung der Linse mit Tränenflüssigkeit und gewährleisten so auch bei längerem Tragen ein angenehmes Tragegefühl. Die Durchlässigkeit für Sauerstoff ist bei formstabilen Kontaktlinsen in der Regel deutlich größer als bei weichen Kontaktlinsen. Wenn Sie also vergleichsweise trockene Augen haben, dann reagieren Ihre Augen auf weiche Kontaktlinsen häufig schon nach wenigen Stunden mit Reizungen und Rötungen. Wegen des besseren Tränenflusses treten diese Schwierigkeiten bei der Benutzung von harten Kontaktlinsen nur selten auf. Manche Sehfehler, insbesondere Keratokonus oder eine starke Hornhautverkrümmung, können nur mit Hilfe von formstabilen Kontaktlinsen korrigiert werden. Außerdem ist verglichen mit weichen Kontaktlinsen die maximale Haltbarkeit von formstabilen Kontaktlinsen deutlich höher. Sie müssen in der Regel erst nach 18 bis 24 Monaten ausgetauscht werden. Durch diese lange Tragezeit relativiert sich auch der vergleichsweise hohe Preis, den Sie beim Optiker für die harten Kontaktlinsen bezahlen müssen.

Nachteile – Harte Kontaktlinsen

Im Unterschied zu weichen Kontaktlinsen benötigen formstabile Kontaktlinsen eine Eingewöhnungszeit, die in den meisten Fällen bei etwa einer Woche liegt. Insbesondere beim Schließen des Augenlids und beim Blinzeln verspüren Sie zunächst ein Fremdkörpergefühl. Der Grund: Die harte Kontaktlinsen sind kleiner als die Hornhaut und kleiner als weiche Kontaktlinsen. Ihre Ränder sind deshalb bei geöffneten Augen nicht immer von den Linsen bedeckt. Bei den allermeisten Trägern verschwinden das Fremdkörpergefühl nach fünf bis sieben Tagen. Ebenfalls als Nachteil kann die individuelle und zeitaufwendigere Anpassung der formstabilen Kontaktlinsen wahrgenommen werden. Außerdem kann es beim Sport dazu kommen, dass formstabile Kontaktlinsen durch ihre kleinere Form leichter verrutschen oder verloren gehen.

Alle zwei Jahre zur Anpassung

Um einen optimalen Sitz der harten Kontaktlinsen und damit eine optimale Korrektur Ihrer Fehlsichtigkeit zu gewährleisten, sollten Sie alle zwei Jahre Ihre Hornhaut neu vermessen und neue formstablile Kontaktlinsen anpassen lassen. Passende, nicht beschädigte oder verschmutzte Linsen steigern den Tragekomfort und verhindern Unverträglichkeiten.